Bundesliga

Die Gewinner-Teams der Hinrunde: Mainz 05 führt Ranking mit einer Wahnsinns-Bilanz an

Dominik Hager
Unglaublich: Die Mainzer haben 17 Punkte mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr
Unglaublich: Die Mainzer haben 17 Punkte mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Hinter den 18 Bundesligisten liegt eine sehr ereignisreiche und spannende Hinrunde, die jedoch natürlich nicht bei allen Klubs zur absoluten Zufriedenheit geführt hat. Einige Teams sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben, wohingegen andere mit einem breiten Grinsen auf dem Halbzeitstand blicken werden. Wir sehen uns im ersten Teil unseres Rankings an, welche Klubs sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben.

1. FSV Mainz 05 (+17 Punkte /+29 Tore)

Jonathan Burkardt
Alexander Scheuber/GettyImages

Die Mainzer haben in der Vorsaison schon sehr viel Vorarbeit dafür geleistet, um in dieser Rangliste ganz oben aufzutauchen. Gerade mal sieben Pünktchen entsprangen aus der Hinrunde der Saison 2020/21. Tatsächlich war es ein mittelschweres Wunder, dass der FSV unter Regie von Bo Svensson den Klassenerhalt packte.

Dem Coach ist es mitunter auch zu verdanken, dass man in dieser Saison nicht nur ein geruhsames Weihnachten erlebt, sondern wohl auch eine sorgenfreie Rückrunde spielen kann. Die 05er haben 24 Punkte auf dem Konto, womit der Klub auf dem neunten Platz liegt. Die Mainzer sind definitiv auf dem Vormarsch und treten als absolute Einheit auf. Vom Chaos des Vorjahres ist nichts mehr übrig geblieben.

Beachtlich ist auch der Sprung in der Tordifferenz von -21 auf +8.

2. 1.FC Köln (+10 Punkte / +13 Tore)

Anthony Modeste, Steffen Baumgart
Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Der Erfolg beim 1.FC Köln trägt zwei Namen: Steffen Baumgart und Anthony Modeste. Baumgart hat als Coach das Feuer im ganzen Verein neu entfacht und sorgt dafür, dass der FC regelmäßig über den eigenen Möglichkeiten spielt. Möglich macht dies jedoch auch Anthony Modeste, der ein märchenhaftes Comeback feierte und in der Torjägerliste mit elf Treffern den vierten Platz belegt.

In unserem Ranking belegen die Kölner sogar Rang zwei. Nach mäßigen 15 Punkten im Vorjahr hat der Klub 25 Zähler auf dem Konto und konnte seine Tabellenplatzierung halbieren. Anstelle von Platz 16 rangiert man auf einem überraschend starken achten Platz. Die ersten Kölner werden schon wieder von Europa träumen. Vielleicht kommt es in der Domstadt aber ja nach der Modeste-Auferstehung tatsächlich zum zweiten Wunder.

3. TSG 1899 Hoffenheim (+9 Punkte / +14 Tore)

Andrej Kramaric
Matthias Hangst/GettyImages

Die TSG hat mit 28 Zählern neun Punkte mehr auf dem Konto als zum vergangenen Jahreswechsel.

In der Hinrunde der Vorsaison konnten die Hoffenheimer mit dem 4:1-Triumph gegen den FC Bayern ein klares Highlight setzen, unter dem Strich aber nicht genug Punkte mitnehmen. In diesem Jahr fehlte der ganz große Paukenschlag, was jedoch auch dafür sorgte, dass sich der Klub still und heimlich auf Rang fünf nach vorne geschlichen hat.

Ausschlaggeben hierfür ist vor allem, dass die Offensive nicht mehr alleine auf Andrej Kramarić angewiesen ist, sondern mehrere Spieler für Gefahr sorgen. Zudem hat sich Coach Sebastian Hoeneß an seine Aufgabe in der ersten Liga gewöhnen können und stellt sein Team taktisch klug ein. Dadurch gingen im Vergleich zur Vorsaison weniger Punkte völlig unnötig flöten.

4. SC Freiburg (+5 Punkte / +9 Tore)

SC Freiburg
Pool/GettyImages

Der SC Freiburg hat prinzipiell bereits im Vorjahr eine gute Saison und auch eine sehr ordentliche Hinrunde absolviert. Die Breisgauer sammelten im Vorjahr 24 Zähler und belegten den neunten Tabellenplatz. In der laufenden Spielzeit hat der SC mit 29 Punkten sogar noch ein gutes Stück zulegen können.

Christian Streich stellt sein Team Woche für Woche perfekt ein und sorgt dafür, dass die Freiburger auch ohne die ganz großen Namen vorne mitmischen können. Hier greift das Prinzip "das Team ist der Star". Derzeit rangieren die Freiburger sogar auf dem dritten Tabellenplatz und wären demnach aktuell für die Champions League qualifiziert. Dies wird vermutlich schwer werden zu halten, jedoch deutet vieles darauf hin, dass Freiburg den Sprung ins internationale Geschäft schafft.

5. Borussia Dortmund (+5 Punkte / +4 Tore)

Borussia Dortmund
Pool/GettyImages

Im Vergleich zu den Top-3 des Rankings klafft zum SC Freiburg und Borussia Dortmund dann doch schon eine etwas größere Lücke. Der BVB hat mit 34 Punkten aber verglichen zum Vorjahr aber immerhin fünf Zähler mehr auf dem Konto. Angesichts der Tabellenregionen, in denen man die Westfahlen vorfindet, ist dies schon ein gewaltiger Unterschied. Aktuell ist Dortmund der erste Bayern-Verfolger, wohingegen man zum Jahresende 2020 nur auf dem vierten Platz rangierte.

Ursächlich dafür ist sicherlich auch die Kontinuität auf der Trainerbank. Der neue Coach Marco Rose konnte schließlich die komplette Vorbereitung mit dem Team absolvieren und soll langfristig bleiben. Im Vorjahr musste Lucien Favre die Taschen packen und wurde von Edin Terzić ersetzt, der ein wenig Eingewöhnungszeit benötigte.

Noch ist beim BVB immer nicht alles Gold, was glänzt, jedoch hat man sich die schlechten Leistungen eher für die Champions League aufgehoben.

6. FC Bayern (+4 Punkte / +19 Tore)

Thomas Müller
Alexander Hassenstein/GettyImages

Der Rekordmeister erlebte unter Julian Nagelsmann keine Startschwierigkeiten, was sich in der Sommerpause so gar nicht angekündigt hatte. Die Bayern hatten angesichts des Trainerwechsels und der späten EM-Rückkehr der Stars in den Testspielen noch einige Sorgen. Diese stellten sich jedoch als unbegründet heraus. Der FC Bayern brillierte auf spektakuläre Art und Weise in der Offensive (56 Tore), konnte jedoch auch die Abwehr stabilisieren. Nachdem die Münchner im Vorjahr 25 Gegentore kassiert haben, sind es diesmal nur 16.

Demnach sind die vier Punkte mehr im Vergleich zum Vorjahr auch ein Verdienst von der neu formierten Abwehr um Dayot Upamecano. Mit 43 Zählern haben die Bayern bereits neun Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. In der vorherigen Saison war der Titelkampf mit nur vier Zählern Vorsprung noch wesentlich offener.

Sicherlich war es aber auch ein kleiner "Vorteil", dass man nicht mit dem Triple im Rücken in die Saison starten muss. Rein psychologisch hatte es der Klub im Vorjahr definitiv schwerer.

7. Hertha BSC (+4 Punkte / -10 Tore)

Donyell Malen, Niklas Stark, Vladimir Darida
Boris Streubel/GettyImages

Wirklich herausragend präsentieren sich die Berliner schon seit einigen Jahren nicht. Immerhin konnten die Herthaner jedoch gegen Ende der Hinrunde ein wenig zulegen und mit dem 3:2 gegen Borussia Dortmund einen Achtungserfolg einfahren.

In der Tabelle belegen die Berliner einen soliden elften Platz, wenngleich die Abstiegsregionen nicht so weit weg liegen. Im Vorjahr war die Ausgangslage ähnlich. Allerdings konnte der Hauptstadt-Klub damals nur 17 Punkte einfahren.

Wir dürfen gespannt sein, ob der Klub sich in der Rückserie stabilisieren kann. Zuletzt gab es noch immer einige "Ups & Downs", wie auch das 0:4 gegen Mainz 05 offenlegte. Bemerkenswert ist, dass die Berliner in Puncto Torverhältnis um zehn Tore schlechter Abschnitten als im Vorjahr.

Bei den zahlreichen Veränderungen im Kader kann man aber auch immer noch über eine Findungsphase sprechen.

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