Gerard Piqué

Erst Messi, dann Saudi-Arabien und Ramos: Piqué schreibt immer dubiosere Geschichten

Dominik Hager
Vom starken Verteidiger zum skrupellosen Geschäftsmann? Gerard Piqué sorgt für dubiose Storries
Vom starken Verteidiger zum skrupellosen Geschäftsmann? Gerard Piqué sorgt für dubiose Storries / Juan Manuel Serrano Arce/GettyImages
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Während sich die sportliche Karriere von Gerard Piqué dem Ende entgegen neigt, taut der 35-jährige Spanier als Geschäftsmann erst so richtig auf. So soll der Abwehrspieler Millionen dafür bekommen haben, dass der spanische Super-Cup in Saudi Arabien stattfindet - zudem soll er Sergio Ramos hintergangen haben.


Es sind schon dubiose Geschichten, die Gerard Piqué dieser Tage schreibt. Der Spieler soll inzwischen mehr Einnahmen aus Vermarktung erzielen, als durch seine Profi-Tätigkeit. Der Abwehrspieler vermarktet mit seinem Sportagentur-Konsortium "Kosmos" unter anderem den Davies-Cup, während seine Firma zudem mal eben die Übertragungsrechte der Ligue 1 in Spanien gekauft hat.

Piqué sorgt für Schlagzeilen: Millionen-Einnahmen durch Super-Cup in Saudi Arabien?

Nun soll der Barcelona-Star auch noch für die Vergabe des Super-Cups nach Saudi Arabien Millionen kassiert haben. Die spanische Zeitung El Confidencial spricht sogar von 24 Millionen Euro, die der Kicker in sechs Jahren erhalten soll.

Piqué soll der Drahtzieher der Verlegung des Supercups nach Saudi-Arabien sein, der als künstlich aufgeblähtes Final-Four-Turnier seit 2020 sein Dasein treibt. Gerüchten zufolge soll Kosmos mit dem saudi-arabischen Staatsunternehmen Sela sogar einen Vertrag bis 2029 ausgehandelt haben, was die Taschen des Spielers zusätzlich füllen würde.

Audio-Datei gibt wohl Aufschluss über pikante Details

Der spanischen Quelle zufolge gibt es zudem Audio-Schnippsel, die ein Gespräch zwischen Piqué und Luis Rubiales, dem Chef des spanischen Fußballverbandes RFEF, zeigen.

"Sieh mal, Rubi, wenn Real Madrid nicht unter acht Millionen Euro geht, mein Gott, dann zahlen die Saudis halt acht Millionen an Real und acht an Barcelona. Den anderen zwei Teilnehmern zahlen sie dann zwei und eine Million... dann bleiben noch sechs für den Verband. Wenn wir ihnen sagen, dass Real für unter acht Millionen nicht mitmacht, dann müssen sie nachgeben. Lass uns die Saudis ausquetschen", soll Piqué (via Sport Bild) dabei gefordert haben.

Nach Abschluss des Geschäfts soll Rubiales dem Spieler dafür gratuliert haben, dass der Deal durch sei. Die Audio-Dateien sollen zudem darlegen, dass der Spieler gegenüber dem Verbandschef die Nominierung in den Olympia-Kader gefordert hat.

Da spielt wohl einer bewusst seine gute Beziehung zu mächtigen Personen aus...

Gegenüber der Marca zeigte sich der Innenverteidiger aber keiner Schuld bewusst. "Ich bereue es nicht, ich denke, wir haben einen sehr guten Job gemacht. Wir haben großartige Arbeit geleistet, und ich glaube, dass weder rechtlich noch moralisch etwas falsch gemacht wurde", wird er von der spanischen Zeitung zitiert.

Widersprüchlich dazu merkte er zudem an, dass der Supercup "Eigentum des spanischen Verbandes" sei und er selbst "wenig zu sagen" hätte.

Ärger zwischen Ramos und Piqué: Der Katalane soll seinen Kollegen betrogen haben

Nur kurz darauf sorgte Piqué aber schon mit der nächsten Story für Aufmerksamkeit. Grund hierfür ist, dass der 35-Jährige seinen jahrelangen Innenverteidiger-Kollegen Sergio Ramos laut Angaben von spanischen und englischen Medien "betrogen haben" soll.

Doch was war geschehen? Piqué soll heimlich eine Sprachnachricht von Ramos an den Präsidenten des spanischen Fußballverbands übermittelt haben. All das geschah offenbar inmitten eines Streits über die Führung des spanischen Fußballverbands. Piqué soll im Rahmen der Sprachnachricht den damaligen Real-Star über dessen Meinung bezüglich der Beziehung zwischen Rubiales und und Fußball-Funktionär David Aganzo ausgefragt haben. Was Ramos daraufhin geantwortet hat, ist nicht bekannt, jedoch soll Piqué genau diese Antwort an Rubiales weitergeleitet haben.

"Rubi, dies ist eine Nachricht, die mir Sergio Ramos geschickt hat. Behalte sie für dich. Bitte behandle sie vertraulich", soll der Barca-Star geschrieben haben.

Trainer Xavi wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern. "Er ist kontaktfreudig und mag es, Aufmerksamkeit zu bekommen", sagte dieser im Vorfeld der Partie gegen Real Sociedad nur.

Bruch zwischen Messi und Piqué?

Klar ist aber, dass sich die "komischen Geschichten" bei Piqué häufen und der Abwehrspieler nicht unbedingt loyal gegenüber seinen Mitmenschen eingestellt zu sein scheint. Unter anderem soll es ja auch einen Streit zwischen den (wohl ehemals) guten Freunden Messi und Piqué geben. Der Spanier soll gegenüber Laporta gefordert haben, dass der Klub den Argentinier ziehen lässt, um den Schuldenberg zu erleichtern.

Reiner Zufall sind diese Storys mit ziemlicher Sicherheit nicht. Der Spieler scheint es schon zu genießen, Einfluss zu nehmen und zu seinem eigenen Vorteil zu handeln. Da ist wohl einer der dunklen Seite des Geldes verfallen. Der "perfekte" FIFA-Präsident von morgen eigentlich.


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