Frauen-EM

Frauen-EM 2022: 15 Spielerinnen, auf die man achten muss

Lea Schüller
Lea Schüller / Soccrates Images/GettyImages
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Die EM 2022 verspricht ein unglaubliches Sommerfest und rekordverdächtiges Event für den Frauenfußball zu werden.

Jedes große Turnier hat die Chance, neue Stars hervorzubringen und den Spielerinnen eine neue, breitere internationale Plattform zu bieten - auch denen, die vielleicht schon seit Jahren erfolgreich sind.

Bei der diesjährigen Endrunde in England wird das nicht anders sein, denn die Nachfrage nach Eintrittskarten ist riesig, und die Fernsehzuschauer auf dem ganzen Kontinent warten gespannt auf Action und Unterhaltung auf Weltklasseniveau.

Hier sind 15 Spielerinnen, auf die ihr in diesem Sommer achten solltet - eine aus jedem Land. Und nicht unbedingt die etablierten Superstars, die ihr vielleicht erwartet...

Gruppe A

1. Ella Toone (England)

Ella Toone
Ella Toone / Visionhaus/GettyImages

Ella Toone hat erst im Februar 2021 ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft gegeben, ist aber für Englands Nationaltrainerin Sarina Wiegman schon fast eine sichere Stammspielerin und hat in nur 13 Einsätzen bisher zehn Tore erzielt.

Die 22-Jährige hat sich bei Manchester United eindrucksvoll entwickelt und ist auf Vereinsebene als torgefährliche Nummer zehn erfolgreich. Durch den krankheitsbedingten Ausfall von Fran Kirby fällt Toone nun noch mehr Verantwortung zu.

2. Nicole Billa (Österreich)

Nicole Billa
Nicole Billa / Alexander Scheuber/GettyImages

Österreichs größte Torgefahr geht in diesem Sommer von Hoffenheims Stürmerin Nicole Billa aus, die mit ihrem Klub bereits in der Champions League gespielt hat.

Billa erzielte sowohl beim Sieg in der Gruppenphase gegen den dänischen Klub Koge als auch in der Qualifikationsrunde ein Tor. Vor fünf Jahren gehörte sie auch zum Kader der österreichischen Mannschaft, die überraschend das Halbfinale erreichte.

3. Guro Reiten (Norwegen)

Guro Reiten
Guro Reiten / Tom Dulat/GettyImages

Norwegen hat mit Caroline Graham Hansen und der zurückgekehrten Ada Hegerberg zwei absolute Superstars in den eigenen Reihen - aber auch Chelseas Flügelspielerin Guro Reiten sollte man im Auge behalten.

Reiten beeindruckte bereits bei der Weltmeisterschaft 2019, bevor sie nach England wechselte. Sie könnte bei der EM sehr leicht viele Assists beisteuern, wenn sie gut mit der bereits erwähnten Hegerberg harmoniert.

4. Rachel Furness (Nordirland)

Northern Ireland v North Macedonia: Group D - FIFA Women's World Cup 2023 Qualifier
Rachel Furness / Charles McQuillan/GettyImages

Die erfahrene Stürmerin Rachel Furness ist die Spielerin, auf die Nordirland in diesem Sommer setzen wird. Sie ist die beste Torschützin des Landes und mit 33 Jahren könnte dies ihre letzte und einzige Chance bei einem großen Turnier sein.

Furness dürfte nach einer erfolgreichen Vereinssaison mit Liverpool, in der die Reds nach zwei Jahren wieder in die WSL aufgestiegen sind, voller Selbstvertrauen in die EM 2022 gehen.

Gruppe B

5. Lea Schüller (Deutschland)

Lea Schüller
Lea Schüller / Nikola Krstic/MB Media/GettyImages

Lea Schüller hatte bei der WM 2019 nicht den Durchbruch, der ihr prophezeit wurde, geschafft. Doch drei Jahre später, mit 24 Jahren, ist die deutsche Stürmerin in ihrem besten Alter und eine Gefahr für jede Abwehr, auf die sie trifft.

Seit sie von Essen zu Bayern München gewechselt ist, hat Schüller auf Vereinsebene immer mehr an Stärke gewonnen und ist sowohl für die Roten als auch für die Nationalmannschaft sehr treffsicher.

6. Signe Bruun (Dänemark)

Signe Bruun
Signe Bruun / Soccrates Images/GettyImages

Aufgrund von Fitnessproblemen konnten die Fans von Manchester United Signe Bruun seit ihrer Ausleihe im Januar nicht in Bestform erleben. Doch die derzeitige dänische Fußballerin des Jahres ist eine ganz besondere Spielerin, wenn sie gut drauf ist.

Bruun wurde im vergangenen Sommer von Lyon abgeworben, nachdem sie PSG geholfen hatte, die Vorherrschaft des Klubs in Frankreich zu brechen. Sie hatte ein erfolgreiches Jahr 2021 für Dänemark und wird bei der EM 2022 an der Seite von Superstar Pernille Harder spielen.

7. Aitana Bonmati (Spanien)

Aitana Bonmati
Aitana Bonmati / Aitor Alcalde Colomer/GettyImages

Alle Augen in Spanien werden in diesem Sommer auf die Kapitänin des FC Barcelona und Ballon d'Or-Gewinnerin 2021, Alexia Putellas, gerichtet sein. Doch auch die anderen Talente Spaniens verdienen eine Menge Anerkennung.

Aitana Bonmati hat in den letzten Jahren für Verein und Land an der Seite von Putellas gespielt. Sie ist immer für ein Tor gut und wurde im Champions-League-Finale der letzten Saison zur Spielerin des Spiels gewählt.

8. Emma Koivisto (Finnland)

Emma Koivisto
Emma Koivisto / FRANCK FIFE/GettyImages

Finnland hat es in der "Todesgruppe" mit Deutschland, Spanien und Dänemark wirklich nicht leicht. Aber sie haben einige gute Spielerinnen in ihren Reihen, auf die sie sich verlassen können - darunter die Außenverteidigerin Emma Koivisto.

Die 27-Jährige wechselte im vergangenen Sommer aus dem schwedischen Hacken nach England und wurde zuvor in der amerikanischen College-Szene an der Florida State University ausgebildet.

Gruppe C

9. Jill Roord (Niederlande)

Jill Roord
Jill Roord / Soccrates Images/GettyImages

Jill Roord hat in den letzten Jahren eine starke Entwicklung hingelegt: Erst hat sie sich bei Twente einen Namen gemacht, dann wurde sie A-Nationalspielerin, wechselte nach Deutschland zu Bayern München, machte einen weiteren Schritt nach oben zum FC Arsenal und schloss sich zuletzt dem VfL Wolfsburg an.

Die 24-Jährige ist mit der Niederlande 2017 Europameisterin geworden. Sie hat zwar noch nicht die gleiche Strahlkraft wie Vivianne Miedema oder Lieke Martens, aber dieses Turnier könnte ihr zum Durchbruch verhelfen.

10. Stina Blackstenius (Schweden)

Stina Blackstenius
Stina Blackstenius / ANP/GettyImages

Für Schweden ist es an der Zeit, ein großes Turnier zu gewinnen. Es handelt sich um eine erfahrene Mannschaft, von denen viele Akteurinnen bereits zwei olympische Silbermedaillen gewonnen haben - und die Stürmerin Stina Blackstenius ist in Hochform.

Sie hat sich bereits auf höchstem Niveau bewährt und in den letzten Monaten beim FC Arsenal einen guten Start in ein neues Kapitel ihrer Vereinskarriere hingelegt. Wenn Schweden die 26-Jährige einsetzen kann, ist sie eine Anwärterin auf den Goldenen Schuh.

11. Ana-Maria Crnogorcevic (Schweiz)

Ana-Maria Crnogorcevic
Ana-Maria Crnogorcevic / RvS.Media/Basile Barbey/GettyImages

Ana-Maria Crnogorcevic war bei den beiden einzigen internationalen Turnieren, an denen die Schweiz bisher teilgenommen hat (2015 und 2017), eine feste Größe. Danach hat sie in den Vereinigten Staaten gespielt, ehe sie nach Spanien zum FC Barcelona gewechselt ist.

Die 31-Jährige war mit Frankfurt Champions-League-Siegerin und hat eine hervorragende Trefferquote für ihr Land vorzuweisen.

Gruppe D

12. Marie-Antoinette Katoto (Frankreich)

Marie-Antoinette Katoto
Marie-Antoinette Katoto / PATRICK HERTZOG/GettyImages

Ein alternder Kern französischer Stars ist bereit, in diesem Sommer ersetzt zu werden, wenn der Staffelstab an eine neue Generation weitergegeben wird. Marie-Antoinette Katoto ist dabei das Aushängeschild für Frankreichs Zukunft.

Die EM 2022 wird ihr erstes großes Turnier sein, nachdem sie die Weltmeisterschaft 2019 im eigenen Land verpasst hat. Sie hat seit 2017 für PSG und seit 2018 für Frankreich im Schnitt fast ein Tor pro Spiel erzielt.

13. Cristiana Girelli (Italien)

Cristiana Girelli
Cristiana Girelli / Alessandro Sabattini/GettyImages

Cristiana Girelli möchte Italien in diesem Sommer einen Grund zum Feiern geben. Die Azzurri waren früher eine feste Größe im internationalen Frauenfußball - erst bei der letzten Weltmeisterschaft begannen die Italienerinnen, etwas von ihrem Ruhm zurückzugewinnen.

Die 31-jährige Girelli hat auf Vereinsebene eine beachtliche Torquote und trug dazu bei, dass Juventus in dieser Saison den FC Chelsea aus der Champions League warf. Die Zeit, sich bei einem internationalen Turnier zu beweisen, ist gekommen.

14. Justine Vanhaevermaet (Belgien)

Justine Vanhaevermaet
Justine Vanhaevermaet / DAVID CATRY/GettyImages

Justine Vanhaevermaet hat sich in dieser Saison mit Reading in der WSL etabliert, nachdem sie aus Norwegen nach England gekommen war. Die Royals haben einige hervorragende Ergebnisse erzielt und sie hat einen großen Anteil daran.

Belgien hat auf internationalem Niveau keine gute Bilanz vorzuweisen und war bisher nur einmal bei einem großen Turnier dabei - bei der EM 2017. Es braucht Spielerinnen wie Vanhaevermaet, um künftig für Aufsehen zu sorgen.

15. Sveindis Jane Jonsdottir (Island)

Sveindis Jane Jonsdottir
Sveindis Jane Jonsdottir / Sebastian Widmann/GettyImages

Die 20-jährige Stürmerin Sveindis Jane Jonsdottir spielt für den VfL Wolfsburg und ist Islands Fußballerin des Jahres.

Diese Auszeichnung wurde von 2015 bis 2020 jedes Jahr von Sara Björk Gunnarsdottir gewonnen, was die Bedeutung und das Potenzial der jungen Jonsdottir unterstreicht, in naher Zukunft ein Star zu werden.

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