Frauen-Bundesliga: Köln plant ohne Winter-Zugänge - Cerci vor Comeback

Daniel Holfelder
Nationalspielerin Selina Cerci steht nach einer Kreuzband-Verletzung vor der Rückkehr auf den Platz
Nationalspielerin Selina Cerci steht nach einer Kreuzband-Verletzung vor der Rückkehr auf den Platz / James Baylis - AMA/GettyImages
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Frauen-Bundesligist 1. FC Köln hat eine durchwachsene Hinserie hinter sich. Dennoch wollen die Geißböcke auf dem Winter-Transfermarkt nicht aktiv werden - auch, weil mit der lange verletzten Selina Cerci ein interner Neuzugang in den Startlöchern steht.


Kölns Sportliche Leiterin Nicole Bender erklärte gegenüber dem kicker, dass sie im Januar weder mit Zugängen noch mit Abgängen plane. Zur Rückkehr von Cerci, die sich im März einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, sagte die Ex-Bundesligaspielerin: "Im Januar wird sie einen Belastungstest machen. Wir gehen davon aus, dass sie danach die Freigabe von unseren Ärzten erhält und voll ins Teamtraining einsteigen kann. Die Reha lief bisher super, sie fühlt sich fit." Gleichzeitig warb Bender um Geduld: "Wir werden sie allerdings nicht ins kalte Wasser werfen, sondern behutsam aufbauen."

Eingeplant ist die junge Offensivspielerin, die im Sommer von Turbine Potsdam in die Domstadt gewechselt war, im Sturmzentrum. "Ich möchte nicht unserem Trainer vorgreifen. Klar ist aber: Sie ist eine unglaublich gute Box-Spielerin, hat einen tollen Abschluss. Und wir sind gut beraten, sie so häufig wie möglich in Abschlusssituationen zu bringen", so Bender.

In der Nationalmannschaft unter Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war die antrittsstarke Cerci bislang auf der rechten Außenbahn zum Einsatz gekommen, während sie bei Turbine ihr Potenzial als Mittelstürmerin mehr als angedeutet hatte. In der vergangenen Saison befand sich die 22-Jährige mit 13 Treffern auf dem besten Weg in Richtung Torjägerkanone, ehe sie von ihrer Verletzung ausgebremst wurde.

"Langfristig um die internationalen Plätze spielen"

Obwohl der FC mit zehn Punkten und Platz acht in den Augen vieler Beobachter unter seinen Möglichkeiten blieb, zeigte sich Bender zufrieden mit der Kölner Vorrunde. Gleichzeitig ärgerte sie sich über die Niederlagen gegen die beiden Aufsteiger Meppen und Duisburg: "Wir sind recht zufrieden. Der Start war ideal. Gut war, dass wir noch mit einem Punktgewinn gegen Freiburg in die Winterpause gehen konnten - weniger gut, dass wir gegen Bayer Leverkusen und die Aufsteiger Meppen und Duisburg verloren haben. Mit neun Punkten mehr würden wir jetzt überragend dastehen. Diese Zähler fehlen uns jetzt natürlich etwas."

Für die Zukunft sieht die Sportliche Leiterin ihren Klub gut aufgestellt und verwies auf die Mischung aus jungen Talent und erfahrenen Spielerinnen, die den Kader nach dem Umbruch im Sommer auszeichne. "Langfristig", betonte Bender, "wollen wir um die internationalen Plätze spielen. Wenn das in drei bis fünf Jahren der Fall sein sollte, wäre das super."


Raus aus dem Abseits - Der Frauenfußball-Podcast von90min: Im Gespräch mit Katharina Naschenweng (TSG Hoffenheim & Österreichische Nationalspielerin)


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