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Bayer 04 Leverkusen

Fosu-Mensah nach Bayer-Wechsel: "Leverkusen ist gut für mich"

Yannik Möller
Feb 11, 2021, 9:17 PM GMT+1
Timothy Fosu-Mensah kam von Manchester United aus
Timothy Fosu-Mensah kam von Manchester United aus | Boris Streubel/Getty Images
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Timothy Fosu-Mensah ist einer der drei Winter-Neuzugänge von Bayer Leverkusen. Der Rechtsverteidiger, gekommen von Manchester United, äußerte sich nun über seinen Wechsel in die Bundesliga. Sein ehrgeiziges Ziel: Der Gewinnen der Europa League.

Die rechte Abwehrseite war zur Verstärkung ausgeschrieben, als Bayer Leverkusen in die Winter-Transferphase ging. Schlussendlich kam man mit zwei Rechtsverteidigern wieder heraus, zum einen mit Jeremie Frimpong, zum anderen mit Timothy Fosu-Mensah. Der Niederländer wurde für etwa zwei Millionen Euro von Manchester United verpflichtet.

"Dass der Trainer ein Niederländer ist, ist gut für mich", gab er gegenüber dem kicker ein erstes positives Zeichen gegenüber seinem Landsmann Peter Bosz. Dieser war jedoch alles andere als der einzige überzeugende Aspekt für den vollzogenen Wechsel: "Mir haben auch der Klub, die Mannschaft, die Leute wie Simon [Rolfes], die mir die Philosophie erklärt haben, ein gutes Gefühl gegeben. Der Trainer, der Sportdirektor, die Vision des Klubs - das alles ist gut für mich."

Timothy Fosu-Mensah sieht seinen Leverkusen-Wechsel sehr positiv
Timothy Fosu-Mensah sieht seinen Leverkusen-Wechsel sehr positiv | Lars Baron/Getty Images

Abschied von United wegen zu geringer Einsatzzeiten - Fosu-Mensah zieht erstes positives Zwischenfazit

Mal wieder hat Leverkusen es geschafft, einen jungen Spieler mit viel Potenzial an sich zu binden. Den Schritt weg von United, wo er seit 2014 schon in der Jugend und mit der ein oder anderen Leih-Unterbrechung bis zum Januar spielte, hatte er sich gut überlegt. Nach seiner letzten Leihe zum FC Fulham habe er von Ole Gunnar Solskjaer zwar Einsatzminuten bekommen, "aber am Ende habe ich nicht viel gespielt." Das Problem: "Wenn du 22, 23, 24 Jahre alt bist, musst du spielen." Somit war seine Entscheidung getroffen, auch wenn die Red Devils eine gute Station für ihn gewesen sein.

Für die Werkself hat er nach seinem Wechsel schnell gespielt. Gegen den VfL Wolfsburg erfolgte direkt die Einwechslung zur Halbzeit, die zwei folgenden Spiele stand er bereits in der Startelf, so auch im DFB-Pokal. Während neue Spieler bei anderen Klubs erst einmal langsam auf- und eingebaut werden, vertraute Bosz ihm sehr schnell. Immerhin müsse er spielen und nicht auf der Bank sitzen, um die Spielphilosophie kennenzulernen, hatte er erklärt.

Der Spielstil von Peter Bosz dürfte Fosu-Mensah liegen
Der Spielstil von Peter Bosz dürfte Fosu-Mensah liegen | Pool/Getty Images

"Ich bin jemand, der sich schnell anpassen kann", zeigte sich Fosu-Mensah zuversichtlich. Trotz der bereits gegebenen Spielpraxis brauche es aber noch etwas Zeit, um "uns noch aneinander gewöhnen" zu können. Er sei sich aber schon sehr bewusst, was Bosz verlangt. "Und ich arbeite hart daran, die Vorgaben des Trainers umzusetzen. Bislang klappt das gut. So möchte ich weitermachen", zog der 23-Jährige ein erstes kleines Fazit.

Beim Umsetzen könnte ihm auch der Einfluss des niederländischen Spielstils helfen. "Ich habe mit 16 Jahren Holland verlassen. Die acht Jahre bei Ajax haben mich geprägt", so der Abwehrspieler. Vor allem die ganz wichtigen Basics habe er aus Amsterdam mitgenommen: "Die Spieleröffnung, das Spiel mit dem Ball habe ich in Holland verinnerlicht, aber auch in Manchester ist es gefragt, den Ball gut zu behandeln." Dabei ist er eher der Spielertyp klassischer Außenverteidiger, der eher den Fokus auf die Defensivarbeit hat, als auch regelmäßig die Wege in die Offensive zu gehen - das unterscheidet ihn beispielsweise von Frimpong (20), der ebenfalls Rechtsverteidiger ist.

Gemeinsamer Europa-League-Gewinn mit Bosz als Ziel - Fosu-Mensah hat auch die Nationalelf im Blick

Für die noch laufende Saison hat er sogar schon ein großes Ziel vor Augen, und zwar im internationalen Wettbewerb: "In dieser Saison bietet sich erneut die Möglichkeit, also hoffe ich für mich und den Trainer, dass wir mit Leverkusen die Europa League gewinnen." Diese hatte er bereits mit Manchester gewonnen, im Finale (2016/17) ausgerechnet Boszs Amsterdam-Team geschlagen.

Durch seinen Wechsel zu Leverkusen, wo er den restlichen Saisonverlauf noch zusammen mit Lars Bender auf seiner Position verbringen muss, hat er auch größere Chancen auf einen Einsatz bei der kommenden EM. "Ob es klappt, liegt an Nationaltrainer Frank de Boer. Für mich ist das Wichtigste, gesund zu bleiben und erfolgreich mit meinem neuen Klub zu sein, gut zu spielen und die Spiele zu genießen." Durch die Einsatzzeiten kann er sich zumindest gut empfehlen.

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