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Finale der Champions League: Randale in Paris - Autokorso München

Paris Saint Germain Football Fans During Champion League Finals
Paris stand gestern Abend in Flammen | Kiran Ridley/Getty Images

Der FC Bayern hat sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Triple geholt. Während die Fans in München feiern, lassen die Pariser Anhänger ihren Frust raus.

Es war ein spannendes Finale, das letztendlich einen Sieger finden musste. Bayern München hat sich mit dem Henkelpott den wohl wichtigsten Titel der Saison geangelt. Die Feierlichkeiten waren dementsprechend groß.

Die Enttäuschung auf der Seite der Pariser war allerdings ebenfalls kaum zu greifen. Dabei ließ nicht nur die Mannschaft von Thomas Tuchel die Köpfe hängen. Auch im heimischen Paris ging es drunter und drüber; schnell ließen sich einige Fans zu Randalen verleiten.

Brennende Autos und geplünderte Läden - Paris eskaliert

Laut mehreren Medienberichten, ist es bereits kurz vor dem Abpfiff des Endspiels zu ersten Ausschreitungen gekommen. Wie Sport1 oder die FAZ berichten, wurden Fahrzeuge in Brand gesetzt und Geschäfte geplündert. Mit dem Anrücken der Polizei eskalierte die Situation dann endgültig. Immer mehr Anhänger versammelten sich infolge, um auch gegen die Einsatzkräfte zu randalieren.

Geworfene Gegenstände und Rauchgranaten gehörten zum schlimmeren Übel des Abends. Bis in den frühen Morgen dauerten die Gewaltakte an. Schon bis Mitternacht wurden 22 Beteiligte festgenommen. Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht zu bewerten.

Auch im Parc des Princes, der Heimstätte von PSG, ging es schon während des Spiels hoch her. Trotz der weltweiten Pandemie waren etwa 5.000 Zuschauer zum Public Viewing zugelassen. Fast alle versammelten sich allerdings rücksichtslos in einer Kurve. Auch auf Bengalos wurde nicht verzichtet.

In München bleibt es weit weitgehend ruhig

Die Lage in München bleib dagegen weitgehend friedlich. Am präsentesten waren noch die vielen Autokorsos, die schnell auf der dafür bekannten Leopoldstraße zusammenkamen. Auch auf den anderen Plätzen der Innenstadt versammelten sich schnell viele Menschen.

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In München blieben die Feierlichkeiten überwiegend ruhig | CHRISTOF STACHE/Getty Images

Nicht immer wurden dabei die Abstandsregeln oder die Maskenapflicht eingehalten. "Im Großen und Ganzen gibt es keine größeren Probleme", so ein Sprecher der Polizei, in der FAZ zitiert. Die Einsatzkräfte waren vor Ort, mussten aber nur selten einschreiten.

In beiden Städten fielen die Reaktionen also enorm gegenseitig aus. In München konnten sich die Verantwortlichen gut auf die Feierlichkeiten vorbereiten. Dass die Situation in Paris so aus dem Ruder lief, lag wohl auch an der weiterhin ernsten politischen SItuation. Auch bei einem Sieg im Finale wären Ausschreitungen kaum zu verhindern gewesen.