FIFA 22

EA sperrt 30.000 Accounts: Wie ein No-Loss-Glitch die FIFA-22-Welt aus den Angeln hob

Simon Zimmermann
Ein Glitch sorgt für Unmut unter den Zockern - und viele gesperrte Accounts
Ein Glitch sorgt für Unmut unter den Zockern - und viele gesperrte Accounts / SOPA Images/GettyImages
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Die Weekend League in FIFA Ultimate Team ist die größte Plattform, um bei FIFA 22 hohe Belohnungen zu kassieren. Vielen Zockern ist daher jedes Mittel recht, um an die Rewards zu kommen. EA hat wegen Verstößen nun 30.000 Accounts gesperrt!


Um sich für die Weekend League zu qualifizieren, muss man in den Champions Playoffs mindestens fünf aus neun Spielen gewinnen. Manche Zocker tun alles dafür, um es in die begehrte Weekend League zu schaffen - auch über die Grenzend er FIFA-Richtlinien hinaus.

Spieleentwicklung EA sperrte die Accounts, die offenbar gegen die Richtlinien verstoßen hatten, temporär für sieben Tage. Für viele FIFA-Zocker, die durch das illegale Verhalten der Gegner im Nachteil sind, ist diese Strafe nicht hart genug.

Glitch-Anleitung geht viral - und sorgt für Durchgreifen

Doch worum geht es überhaupt? Ein virales Video über TikTok verbreitete in der FIFA-Community einen sogenannten 'No-Loss-Glitch'. Dort wird detailliert beschrieben, wie der Glitch funktioniert: Betätigt der Spieler während einer Partie die PS4-Taste und wartet im Anschluss etwa 30 Sekunden um wieder in das Spiel zurückzukehren, wird das Match von FIFA nicht als verloren gewertet, obwohl es aufgrund der eigenen Inaktivität beendet wurde.

Damit haben die Glitch-Nutzer einen enormen Vorteil: Sie haben theoretisch unendlich viele Versuche, es in die Weekend League zu schaffen und dort mit einer Statistik von 16 zu vier Siegen einen Rang-1-Award abzustauben.

Durch die erhöhte Anzahl der Rewards wurde der Markt extrem beeinflusst. Einfach gesagt: Das Angebot war plötzlich deutlich höher als die Nachfrage, da deutlich mehr gute Packs, Münzen und Team-of-the-Week-Sets im Umlauf waren. Es kam zu weniger Gewinn durch eigene Belohnungen und Wertverlusten von Teams sowie vorherigen Investitionen.

Man darf gespannt sein, ob EA durch die Sperrung von 30.000 Accounts Einhalt bieten konnte...

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