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Fenerbahce kontert Kruse-Klage und will Schadensersatz vom Stürmer

Simon Zimmermann
Sep 3, 2020, 5:08 PM GMT+2
Kruse gegen Fener - Es kommt zum Rechtsstreit!
Kruse gegen Fener - Es kommt zum Rechtsstreit! | OZAN KOSE/Getty Images
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Der Streit zwischen Max Kruse und Ex-Klub Fenerbahce geht in die nächste Runde. Wegen ausstehender Gehaltszahlungen hatte der 32-Jährige seinen Vertrag beim Istanbuler Traditionsklub einseitig gekündigt und war in der Folge ablösefrei zurück in die Bundesliga zu Union Berlin gewechselt. Auf die Klage von Kruse antwortet Fenerbahce nun mit einer Gegenklage. Die FIFA muss entscheiden.

Kruses Spielgenehmigung für die Eisernen liegt seit Dienstag vor. Dennoch wird sich die FIFA weiter mit dem Fall beschäftigen müssen. Kruse hat Fener auf eine Zahlung von 7,5 Millionen Euro verklagt. Stehen lassen wollen die Türken das nicht und haben nun ihrerseits beim Weltverband Klage eingereicht.

"Das Problem zwischen uns ist beidseitig ein FIFA-Fall geworden. Wir müssen die Rechte unseres Vereins bis zum Schluss verteidigen. Und dies wird auch so sein", bestätigte Fenerbahce-Vorstandsmitglied Alper Pirsen gegenüber transfermarkt.com.tr.

"Max Kruse hat uns verlassen und gegen uns bei der FIFA eine Klage in Höhe von 7,5 Millionen Euro eingereicht. Wir haben unsere Argumente bezüglich dieser Klage an die FIFA geschickt. Außerdem haben wir Max Kruse verklagt", so Pirsen weiter. Die Klage beläuft sich auf eine Summe "in Höhe von 18 Millionen Euro vom Spieler als Schadensersatz".

Fenerbahce im Kruse-Streit optimistisch

Das Fener-Vorstandsmitglied zeigte sich optimistisch, vor der FIFA Recht zu bekommen: "Wie jeder weiß, mussten in jüngster Vergangenheit Spieler, die ihre Vereine zwar nicht so wie Kruse aber ähnlich verlassen haben, einen Schadensersatz von 15 bis 20 Millionen Euro zahlen." Als Beispiel nannte er Ariel Ortega, der am Ende laut Pirsen zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von elf Millionen Dollar verurteilt wurde.

Zudem erklärte Pirsen, das viele Spieler ein Engagement in der Türkei als "Paradies" begreifen würden, mit etlichen Sonderrechten. Diese Zeiten seien aber längst vorbei.

Wer am Ende im Recht ist, muss nun die FIFA entscheiden. Sollten Kruses Gehaltszahlungen tatsächlich ausgeblieben sein, dürfte sich der Neu-Unioner keine all zu großen Sorgen machen müssen.

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