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1. FC Köln

Stöger über geplatzte Effzeh-Rückkehr

Yannik Möller
Peter Stöger trifft dieser Tage auf Leverkusen
Peter Stöger trifft dieser Tage auf Leverkusen / Laszlo Szirtesi/Getty Images
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Als Trainer von Ferencvaros Budapest kehrt Peter Stöger in dieser Woche nach Deutschland zurück. Die Rückkehr ins Rheinland, zurück zum 1. FC Köln, war vor Monaten ebenfalls eine Möglichkeit. Der Trainer erklärt, wieso diese letztlich aber geplatzt ist.


Seit diesem Sommer steht Peter Stöger für den ungarischen Klub Ferencvaros an der Seitenlinie. Ein Trainerjob, der ihn in dieser Saison wieder in die Europa League bringt. Am Donnerstag kommt es zum Duell mit Bayer Leverkusen - und damit zu einer Reise in eine ihm sehr bekannte Region Deutschlands.

Immerhin war der Österreicher von 2013 bis 2017 als Trainer für den 1. FC Köln tätig. Eine der vergleichsweise beständigsten Zeiten der jüngeren Vereinsgeschichte. Im ersten gemeinsamen Jahr folgte der Aufstieg in die Bundesliga, in der Hinrunde der Saison 2017/18 dann das Abrutschen.

Stöger war Trainerkandidat in Köln: "War natürlich interessant"

Vor ein paar Monaten hätte es zu einer richtigen Rückkehr zum Effzeh kommen können. Stöger war im Gespräch, den Klub für diese Saison wieder zu übernehmen. Das bestätigte er auch im Gespräch mit der Bild: "Alexander Wehrle, Horst Heldt und ich hatten über die Geschichte nachgedacht, weil beim FC die Trainerstelle frei wurde. Das war natürlich interessant."

Ein Gedankenspiel, das sich dann aber schnell erledigt hatte. "Es gab dann genau ein Gespräch, ein sehr respektvolles Gespräch, in dem allen schnell klar wurde, dass es nicht stimmig war, um es zu diesem Zeitpunkt durchzuziehen", so Stöger. Sein Fazit: "Dass ich nicht zum 1. FC Köln zurückgekommen bin, war für alle die richtige Entscheidung."

Peter Stoeger
Viereinhalb Jahre trainierte Peter Stöger die Kölner / Boris Streubel/Getty Images

Eine Entscheidung, die er auch rückblickend noch immer als vernünftig betrachtet. Wehmut gebe es dahingehend nicht, er sei "mit dem FC im Reinen". Deshalb freue er sich auch über den tollen Saisonstart und damit auch für den neuen Coach: "Auch für meinen Kollegen Steffen Baumgart, dass er zum einen punktetechnisch so gut gestartet ist. Aber auch das Auftreten seiner Mannschaft gefällt mir."

Ein weiteres Lob sprach der 55-Jährige seinem ehemaligen Stürmer Anthony Modeste aus. Zuletzt konnte er wieder zünden. Drei Treffer und eine Vorlage hat er nach den ersten vier Spieltagen bereits vorzuweisen. "Tony ist rein Riesen-Typ", erinnert sich Stöger. "Wir haben zwar nicht mehr den engen Kontakt, hatten uns zuletzt noch ein, zwei Mal geschrieben. Aber ich bin natürlich total happy für ihn."

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