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1. FC Köln

Nach Last-Minute-Rettung: Friedhelm Funkel kritisiert den 1. FC Köln

Simon Zimmermann
Friedhelm Funkel schaffte mit Köln den Klassenerhalt
Friedhelm Funkel schaffte mit Köln den Klassenerhalt / Lars Baron/Getty Images
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Nach der Kölner Rettung unter Friedhelm Funkel findet am Geißbockheim ein personeller Umbruch statt. Der Trainer-Routinier kritisiert nach dem geglückten Klassenerhalt die Vereinsführung und den Ablauf der Heldt-Entlassung. Ob Funkel dem Effzeh erhalten bleibt, muss man stark bezweifeln.


Friedhelm Funkel hat den 1. FC Köln vor dem Gang in die Zweitklassigkeit bewahrt. Der Trainer-Routinier hat nach beendeter Mission Platz gemacht für Nachfolger Steffen Baumgart. Auch Sportchef Horst Heldt hat den Effzeh verlassen. Der 51-Jährige musste trotz Last-Minute-Rettung in der Relegation gehen.

Funkel hat nun gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger den Ablauf von Heldts Freistellung kritisiert. Er selbst sei in seiner Trainer-Laufbahn auch einige Male beurlaubt worden. Nie sei aber "von mir eine Analyse verlangt worden - um mich danach freizustellen. Wenn die Entscheidung feststeht, dann sollte man das lassen".

Funkel: Kein Austausch mit dem FC-Vorstand

Der 67-Jährige kritisiert dabei auch den Umgang der Vereinsführung mit ihm selbst. Kontakt mit dem Vorstand habe es jedenfalls nicht gegeben. "Es ist doch das Normalste der Welt, dass man sich austauscht. Der FC ist doch ein Sportverein, da gehören Herzblut und Emotionen einfach dazu", befand Funkel. "Ich hätte mir manchmal einfach nur ein 'Hallo', ein Schulterklopfen und 'viel Glück' gewünscht."

Bereits vor Wochen hatte Funkel seine Hilfe über die Saison hinaus angeboten. Nicht als Trainer, sondern in beratender Funktion. Er könne sich vorstellen "für den FC weiter tätig zu sein - wenn man das will und auch die Voraussetzungen stimmen", so Funkel damals.

Bei dessen Worten nach dem geglückten Klassenerhalt, dem Trainerwechsel und der Heldt-Freistellung kann man eher davon ausgehen, dass die Voraussetzungen nicht stimmen werden. Aus Effzeh-Sicht könnte das eine verpasste Chance sein. Nach Stand der Dinge geht es auch in der kommenden Saison nur um den Klassenerhalt. Und wer weiß besser, wie das geht, als Friedhelm Funkel?

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