Robert Lewandowski

Bayern-Zögern bei Lewandowski: Matthäus fordert "internes Statement"

Dominik Hager
Wie geht es weiter mit Robert Lewandowski?
Wie geht es weiter mit Robert Lewandowski? / Alex Grimm/GettyImages
facebooktwitterreddit
1 von 2

Beim FC Bayern wird derzeit wieder mal mehr "rumgeeiert" als gemacht. Zuletzt verkündigte Hasan Salihamidzic im Rahmen des Frankfurt-Spieles, dass man gerne mit Robert Lewandowski verlängern möchte. Es ist ja schön und gut, wenn der Münchner Sportvorstand dies seinem Interviewer erzählt, bedenklich ist es jedoch, wenn er dem Weltfußballer persönlich davon offenbar nichts gesagt hat.


Noch knappe eineinhalb Jahre läuft der Vertrag von Robert Lewandowski und für den FC Bayern wäre es eigentlich längst an der Zeit, Verhandlungen mit dem Superstar zu führen. Dies ist ganz offensichtlich bisher noch nicht geschehen.

"Dies höre ich zum ersten Mal", erklärte ein verdutzter Lewandowski nach dem Frankfurt-Spiel in Bezug auf das Brazzo-Statement. Es wird also höchste Zeit, dass man beim FC Bayern miteinander und nicht übereinander spricht.

Matthäus verwundert über Vorgehen der Bayern

Sky-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kann dem Vorgehen der Münchner Verantwortlichen ebenfalls wenig Gutes abgewinnen. "Wie kann es sein, dass der beste Fußballspieler der Welt davon bisher nichts gehört hat", wundert sich Matthäus.

Dieser ist der klaren Meinung, dass ein Uli Hoeneß in einem solchen Interview nach dem Motto "Fakten statt Floskeln" gehandelt hätte. Zudem müsse der FC Bayern nun das tut, was einst Franz Beckenbauer bei ihm gemacht hatte. "Lothar, du kannst das Ende deiner Vertragslaufzeit selbst eintragen", soll dieser zum 37-jährigen Matthäus gesagt haben.

Für den früheren Mittelfeld-Star gibt es keinen Zweifel daran, dass Lewandowski dem FC Bayern noch viele Jahre helfen kann. Dieser passe "perfekt zum Spielstil und den Werten der Mannschaft" und schieße "Jahr für Jahr 40-50 Tore". Dies wird sich nach Ansicht von Matthäus auch nicht so schnell ändern. "Er pflegt seinen Körper wie kein Zweiter, ist im Grunde nie verletzt und wird immer besser", schwärmte der Sky-Experte.

Demnach hätte Mathhäus sich "ein viel klareres Statement" vom Münchner Sportvorstand gewünscht und befürchtet nun auch, dass "die interne Kommunikation genauso unglücklich wie bei Niklas Süle" laufe. Entscheidend sei nun jedoch, dass der Spieler "intern ein klares Statement bekommt", was nach Meinung der Fußball-Legende jedoch nicht der Fall zu sein scheint.

Ist Haaland der Grund für Bayerns Zögern?

Der 60-Jährige schließt nicht aus, dass Erling Haaland etwas mit der Passivität der Bayern-Verantwortlichen zu tun habe und man sich die Möglichkeit einer Verpflichtung "offenhalten möchte". In diesem Fall müsse man jedoch vom Norweger das "Versprechen ziemlich sicher haben".

Lewandowski durch den viel jüngeren Haaland zu ersetzen ist wohl durchaus eine Frage, die die Bayern-Bosse beschäftigt und auch beschäftigen muss. Matthäus selbst würde einen Tausch jedoch "nicht machen". Allen dürfte klar sein, dass der FC Bayern mit Lewandowski gerade ein sehr gefährliches Spiel betreibt und man letztlich schnell mit ganz leeren Händen dastehen könnte.

facebooktwitterreddit