FC Bayern Transfers

Die teuersten Transfers des FC Bayern aller Zeiten

Dominik Hager
Die Münchner haben nicht nur für Mané ordentlich Geld springen lassen.
Die Münchner haben nicht nur für Mané ordentlich Geld springen lassen. / Johannes Simon/GettyImages
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Der FC Bayern hat mit Sadio Mané einen großen Namen verpflichtet und musste dafür natürlich auch ordentlich blechen. Dies hat man in der Vergangenheit aber schon häufiger getan und dabei einige Coups gelandet. So mancher Transfer hat sich jedoch auch als Fehlinvestition erwiesen. Eines zeigt die folgende Liste der 20 teuersten Bayern-Transfers aber auch: Die ganz große Knete ist nicht unbedingt in die besten Spieler geflossen.


20. Kingsley Coman (21 Millionen Euro)

Kingsley Coman
Alexander Hassenstein/GettyImages

Der Flügelflitzer wurde im Sommer 2017 für 21 Millionen Euro fest verpflichtet, nachdem man ihn zuvor für zwei Jahre von Juventus Turin geliehen hatte. Eine Invsetition, die sich definitiv gelohnt hat. Der Franzose hat das entscheidende Tor im CL-Finale gegen Paris Saint-Germain erzielt und bereichert den Klub mit seinen grandiosen Dribblings. Ein spektakulärer Spieler!

19. Arjen Robben (24 Millionen Euro)

Arjen Robben
Alex Livesey/GettyImages

Da wären wir schon bei "Coman-Vorgänger" Arjen Robben, der für 24 Millionen Euro von Real Madrid kam. Beide sind nicht nur wegen ihrer Tempo-Dribblings, sondern auch wegen ihrer Verletzungsanfälligkeit vergleichbar. Dennoch haben sich beide als absolute Transfer-Coups entwickelt. Nicht nur, weil auch Robben die Bayern mit seinem entscheidenden Tor im Finale gegen den BVB 2013 zum Champions-League-Sieger schoss. Der Niederländer war mit seinem Robben-Move ein Jahrzehnt kaum zu verteidigen.

18. Ryan Gravenberch (24 Millionen Euro)

Ryan Gravenberch
Soccrates Images/GettyImages

Der FC Bayern konnte den Spieler im Juni 2022 für 18,5 Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichten, wobei die Ablöse noch auf 24 Millionen Euro steigen kann. Der junge Holländer gilt als großes Mittelfeld-Talent und wird versuchen, sich schnellstmöglich einen Stammplatz zu sichern. Bei der Konkurrenz verspricht das jedoch alles andere als einfach zu werden.

17. Thiago Alcántara (25 Millionen Euro)

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MANU FERNANDEZ/GettyImages

Der Spanier kam im Jahr 2013 für 25 Millionen Euro vom FC Barcelona. Es ist schwer zu sagen, ob jemals ein technisch versierter Spieler für den FC Bayern gespielt hat. Sein fußballerisches Können und sein Passspiel war schlichtweg genial. Der Mittelfeld-Zauberer krönte seine Bayern-Zeit mit dem Triple im Jahr 2020 und verabschiedete sich nach Liverpool.

16. Franck Ribéry (25 Millionen Euro)

Franck Ribery
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Kommt eine Bayern-Legende an die technischen Fähigkeiten von Thiago heran, so ist das Franck Ribéry. Der Franzose versetzte die Bundesliga mit nie zuvor gesehenen Tricks und Tempo-Dribblings ins Staunen. Der Linksaußen gab immer 110 Prozent und war bei den Fans unglaublich beliebt. Ribéry hat von 2007 bis 2019 eine Ära geprägt. Die 25 Millionen Euro Ablöse erscheinen dabei fast schon als Witz.

15. Medhi Benatia (28 Millionen Euro)

Medhi Benatia
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Der Innenverteidiger wechselte im Sommer 2014 zum FC Bayern, konnte sich in der Bayern-Abwehr aber nie so ganz durchsetzen. Nach zwischenzeitlicher Leihe wurde er 2017 endgültig an Juventus Turin verkauft. Für den FC Bayern sprang ein Minus in Höhe von gut zehn Millionen Euro heraus.

14. Douglas Costa (30 Millionen Euro)

Douglas Costa
Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Zunächst hatte es den Anschein, als würde sich der Costa-Transfer voll und ganz auszahlen. Der Brasilianer begann wie die Feuerwehr und begeisterte mit Speed, Technik und Torgefahr. Leider begann sein Stern jedoch schon bald zu sinken. Der Außenbahnspieler ließ den unbedingten Siegeswillen vermissen und geriet zunehmend aufs Abstellgleis. Letztlich hat Bayern trotzdem ein Plus gemacht, da Juve den Akteur für 40 Millionen Euro abkaufte. Später kickte Douglas Costa per Leihe noch ein weiteres Jahr in München, überzeugte aber nicht mehr.

13. Manuel Neuer (30 Millionen Euo)

Manuel Neuer
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Eine Ablöse von 30 Millionen Euro war im Jahr 2011 schon außergewöhnlich hoch für einen Torhüter. Man muss aber wohl kaum näher erklären, warum sich jeder einzelne Euro doppelt ausgezahlt hat. Neuer gehört zu den besten Torhütern der Geschichte und hat mit den Bayern alles gewonnen, was man gewinnen kann. Auch elf Jahre später gehört er noch immer zur Weltklasse.

12. Mario Gomez (30 Millionen Euro)

Mario Gomez
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Kaum ein Spieler hat die Meinungen der Fußball-Fans so sehr gespalten wie Mario Gomez. Der Mittelstürmer hatte einen phänomenalen Torriecher, fiel aber auch immer wieder mit Stolper-Aktionen auf. Beim FC Bayern hat er nach einem schweren Beginn in der Saison 2009/10 zwei Jahre lang voll abgeliefert. Dann lief ihm jedoch Mario Mandzukic den Rang ab. Beim Triple 2013 war Gomez meist nur Edeljoker und wechselte schlussendlich nach Florenz.

11. Renato Sanches (35 Millionen Euro)

Renato Sanches
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Der FC Bayern kann fast schon froh sein, "nur" 35 Millionen Euro für Renato Sanches hingeblättert zu haben. Der Portugiese hätte durch Sonder-Klauseln wie den Gewinn des Weltfußballertitels etc. noch deutlich teurer werden können. Den hohen Erwartungen konnte er nach seiner Ankunft im Jahr 2016 aber nie gerecht werden. Zudem hat ein Coach gefehlt, der den Youngster so richtig gefördert und vertraut hätte. Demnach wechselte er nach Lille, ohne den Durchbruch in München geschafft zu haben. Sanches gilt als einer der größten Flops in der Vereinsgeschichte.

10. Benjamin Pavard (35 Millionen Euro)

Benjamin Pavard
Pool/GettyImages

Viele zweifelten an den Fähigkeiten von Benjamin Pavard, nachdem dieser im Jahr 2019 als frischgebackener Absteiger vom VfB Stuttgart an die Isar wechselte. Der Riesen-Kicker wird der Franzose nie werden, jedoch hat er inzwischen schon drei Jahre als Stammspieler hinter sich gebracht. Das hätten ihm die wenigsten zugetraut. Die 35 Millionen Euro hat er mit seinen meist ordentlichen Leistungen schon einigermaßen gerechtfertigt.

9. Mats Hummels (35 Millionen Euro)

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Der Pendler zwischen dem BVB und dem FCB hat im Sommer 2016 35 Millionen Ablöse gekostet. Dies ist natürlich ein wenig unglücklich, wenn man bedenkt, dass Hummels einst in der Bayern-Jugend aktiv war. Der Abwehr-Hühne begann in München stark, ließ aber im Verlauf der Jahre ein wenig nach. 2019 ging es für ihn zurück nach Dortmund. Mit dem Traum eines CL-Sieges wurde es für Hummels nichts.

8. Mario Götze (37 Millionen Euro)

Mario Goetze
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Kommen wir zu dem Transfer, der am besten nie stattgefunden hätte. Der einstige Wunderknabe konnte beim FC Bayern nur in seiner ersten Saison (2013/14) gute Leistungen zeigen und sorgte im Anschluss für immer mehr Fragezeichen in den Gesichtern der Fans. Götze hatte körperliche und mentale Probleme und wirkte beim FCB schon bald nicht mehr glücklich. Im Jahr 2016 ging es nach Dortmund zurück.

7. Arturo Vidal (39,25 Millionen Euro)

Arturo Vidal
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Der Chilene wechselte im Sommer 2015 für knapp 40 Millionen Euro von Juve zu Bayern München. Der aggressive und mitunter überhart spielende Mittelfeld-Akteur lehrte den Gegnern regelmäßig das Fürchten, jedoch war er auch häufiger am Rande des Platzverweises unterwegs. Im Laufe seiner Bayern-Zeit litt Vidal zunehmend unter Knie-Problemen. 2018 wurde er nach Barcelona abgeschoben.

6. Javi Martínez (40 Millionen)

Javi Martinez, Marc Bartra
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Javi Martínez war im Sommer 2012 der Bundesliga-Rekordtransfer, was zu viel Kritik geführt hat. Der Spanier war dann aber einer der Eckfeiler in der Triple-Mannschaft 2012/13. Der defensive Mittelfeldspieler leidete in den Folgejahren leider häufig an Verletzungen, war aber stets ein verlässlicher Mann, den man - sofern fit - immer bringen konnte. Die 40 Millionen Euro für den früheren Bilbao-Profi haben sich absolut gelohnt.

5. Sadio Mané (41 Millionen Euro)

UEFA Champions League final"Liverpool FC v Real Madrid"
ANP/GettyImages

Der Mega-Transfer kostete die Münchner 32 Millionen Euro, jedoch könnten noch neun Millionen Euro an Bonus-Zahlungen fließen. Der senegalesische Offensivspieler soll dem Münchner Spiel einen Zusatz an Tempo und Unberechenbarkeit verleihen. Die Münchner haben mit dem langjährigen Liverpool-Star ein echtes Statement gesetzt. Wir dürfen gespannt sein, was Mané in den kommenden Jahren zeigt.

4. Corentin Tolisso (41,5 Millionen Euro)

Corentin Tolisso
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Tolisso wechselte im Sommer 2017 von Olympique Lyon zum FC Bayern und konnte in seiner ersten Saison durchaus beweisen, warum die Münchner so viel Geld hingelegt haben. Im Jahr darauf zog er sich aber einen Kreuzbandriss zu und wurde nie wieder so ganz der Alte. Immer wieder reihte sich eine Verletzung an die nächste. Schade, Tolisso hätte ein Großer werden können.

3. Dayot Upamecano (42,5 Millionen Euro)

Dayot Upamecano
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Der FC Bayern hat ein Faible für teure Verteidiger. Der Franzose kam im Sommer 2021 von RB Leipzig zum FC Bayern und kostete stolze 42,5 Millionen Euro. Seine erste Saison beim FCB verlief jedoch ziemlich unrund. Upamecano patzte mehrmals und fiel in der Rangfolge hinter Süle und Hernández zurück. Das nötige Potenzial bringt der Innenverteidiger natürlich mit, nun muss er es aber auch konstant zeigen.

2. Leroy Sané (60 Millionen Euro)

Leroy Sane
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Eigentlich wollten die Bayern Sané bereits im Sommer 2019 verpflichten, jedoch machte ein Kreuzbandriss dem Plan zunächst einen Strich durch die Rechnung. Ein Jahr später bekam der FCB für 60 Millionen Euro den Zuschlag und hat sich damit einiges an Ablöse gespart. Rechtfertigen konnte Sané die Summe trotzdem noch nicht. Seine Leistungen waren bislang zu unkonstant. Nur die Hinrunde der abgelaufenen Saison war wirklich stark, ansonsten enttäuschte er.

1. Lucas Hernández (80 Millionen Euro)

Lucas Hernandez
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Rückblickend erscheint es schon ein wenig wahnsinnig, dass die Bayern wirklich 80 Millionen Euro in den früheren Atlético-Profi investiert haben. Der Franzose begann - auch verletzungsbedingt - katastrophal und spielte zunächst keine Rolle. Beim CL-Finale 2020 wurde ihm sogar der gerade erst von einem Kreuzbandriss genesene Süle vorgezogen, als Boateng den Platz verlassen musste. Hernández hat sich inzwischen in die Mannschaft gekämpft und überzeugt mit seiner aggressiven Zweikampfführung. Die 80 Millionen Euro waren dennoch zu viel.


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