Bayern startet mit Remis gegen Leipzig: Die Münchner in der Einzelkritik

Dominik Hager
RONNY HARTMANN/GettyImages
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Der FC Bayern hat mit einem 1:1-Unentschieden gegen RB Leipzig zumindest die sechs Punkte Vorsprung auf den heutigen Gegner halten können. Eric Maxim Choupo-Moting brachte die Bayern in der 37. Minute nach Vorlage von Serge Gnabry in Führung. In der zweiten Halbzeit fanden die Münchner offensiv aber kaum statt und mussten in der 52. Minute den Ausgleich durch Marcel Halstenberg hinnehmen. Wir sehen uns an, wie sich die Bayern-Akteure geschlagen haben.


1. Yann Sommer

Der Neuzugang aus Gladbach hatte in der ersten Hälfte reichlich wenig zu tun. Lediglich in der 20. Minute musste er einen harmlosen Distanzschuss von Forsberg entschärfen. Beim Ausgleich der Leipziger war der Schweizer dann chancenlos.
Mit dem Ball am Fuß, wusste Sommer noch nicht so wirklich zu überzeugen und zeigte einige Unsicherheiten. Dies war aber wohl auch der Nervosität geschuldet.

Bewertung: 4/10

2. Benjamin Pavard

Der zuletzt so umstrittene Defensiv-Allrounder spielte enorm unauffällig. Der Franzose hatte seine Seite im Griff, musste dabei aber kaum Zweikämpfe bestreiten. Sein Stellungsspiel war sicherlich solide, jedoch wirkte er ein wenig lethargisch. Im Spiel mit Ball entschied er sich für die sicheren Lösungen und fiel nicht weiter auf. Erst kurz vor dem Ende bereitete er mal eine Schuss-Chance vor.

Bewertung: 5/10

3. Dayot Upamecano

Der französische Innenverteidiger wackelte in der Anfangsphase zwei, dreimal und leistete sich einen gefährlichen Ballverlust gegen Olmo, der jedoch von de Ligt gestellt werden konnte. Nach einer Viertelstunde kam Upamecano aber besser ins Spiel und war in der 35. Minute schnell genug, um den frei aufs Tor laufenden Silva aufzuhalten. In der zweiten Hälfte agierte der Innenverteidiger zunächst als Turm in der Brandung, hatte aber extremes Glück, bei seiner “Notbremse“ gegen Szoboszlai nicht vom Platz geflogen zu sein. Im Anschluss ließ sich der Abwehrspieler nichts mehr zu Schulden kommen. Sein Spielaufbau war mutig, letztlich aber auch ohne zündende Ideen. Ein Spiel mit Licht und Schatten.

Bewertung: 5/10

4. Matthijs de Ligt

De Ligt war in der Anfangsphase deutlich stabiler als sein Nebenmann und konnte nach dessen Fehler mit einen starken Tackling gegen Olmo retten. Eher unglücklich war seine Rolle beim zurückgepfiffenen Goretzka Treffer, da er in der Entstehung wenige Zentimeter im Abseits stand. In Durchgang zwei gewann der Holländer die entscheidenden Duelle, selbst wenn er nicht immer besonders filigran wirkte.

Bewertung: 7/10

5. Alphonso Davies

Viel kann man zum Auftritt von Alphonso Davies im ersten Durchgang nicht sagen. Der Kanadier spielte solide, konnte jedoch kaum mal zu Offensivläufen ansetzen und wurde nicht wirklich gefährlich. In der zweiten Hälfte wurde der Linksverteidiger aktiver, schlug aber zum Teil absurd schlechte Flanken in die Mitte. Defensiv war Davies sicherlich solide, jedoch verpuffte auf dem Weg nach vorne einfach viel Potenzial.

Bewertung: 4/10

6. Joshua Kimmich

Kimmich war gewohnt bissig in den Zweikämpfen verlor aber einige - und vor allem entscheidende davon. Vor dem 1:1 agierte er zu wenig körperbetont gegen Silva und ließ sich den Ball im ungünstigsten Moment abjagen. Der Nationalspieler spielte zwar einige gute Bälle, jedoch trübten ungewohnt viele Fehlpässe den Gesamteindruck. In all seinen Aktionen wirkte der 27-Jährige auch einfach ein wenig zu langsam.

Bewertung: 4/10

7. Leon Goretzka

Goretzka zeigte sich körperlich von Beginn an präsent und leitete mit einem robusten Ballgewinn den Pfostenschuss von Gnabry (8. Minute) vor. Nach gut einer halben Stunde veredelte er eine Verlängerung von Choupo-Moting per Kopf. Der Treffer zählte jedoch nicht, weil de Ligt im Vorfeld im Abseits stand. In der zweiten Halbzeit tauchte Goretzka mitunter ab und wurde lediglich mit Gemosere gegen das Schiedsrichter-Gespann auffällig.

Bewertung: 6/10

8. Leroy Sané

Leroy Sané spielte in den ersten 45 Minuten nicht spektakulär, hatte aber dennoch seine Füße entscheidend mit im Spiel. Der Nationalspieler bereitete den Gnabry-Pfostentreffer vor und spielte den Pass zu Gnabry bei dessen Vorlage für Choupo-Moting (37.). In der zweiten Halbzeit kam vom 26-Jährigen über weite Strecken gar nichts mehr. Auch die Körpersprache war eher ein Rückschritt in alte Zeiten.

Bewertung: 4/10

9. Jamal Musiala

Es war nicht das Spiel von Jamal Musiala. Der Youngster zeigte zwar in Ansatz gute Dribblings und zog auch einige Freistöße, war aber nicht einmal an einer wirklich gefährlichen Situation beteiligt. Das defensive Mittelfeld der Leipziger hatte den 19-Jährigen wahrlich gut in Griff. Positiv anzumerken ist, dass Musiala gut gegen den Ball gearbeitet hat und so einige Bälle erobern konnte. Seine Auswechslung 20 Minuten vor Schluss verhinderte das aber nicht mehr.

Bewertung: 4/10

10. Serge Gnabry

Serge Gnabry war oftmals involviert, wenn es gefährlich wurde. In der achten Minute traf der Offensivspieler mit einem abgefälschten Schuss den Pfosten. Knapp 30 Minuten später bediente er Choupo-Moting mit einer präzisen Flanke und war somit am 1:0 beteiligt. In der zweiten Halbzeit war Gnabry erneut der aktivste Münchner Offensivspieler, jedoch brachte auch er außer ein, zwei mäßigen Abschlüssen wenig zustande.

Bewertung: 7/10

11. Eric Maxim Choupo-Moting

Choupo-Moting hat zumindest in Halbzeit eins da aufgehört, wo er 2022 aufgehört hat. Der Angreifer bereitete zunächst den Goretzka-Treffer vor, der wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde. Kurz darauf war der Kameruner nach Gnabry-Flanke dann selbst zur Stelle und erzielte das wichtige 1:0. In der zweiten Halbzeit kam vom Angreifer in einer insgesamt schwachen Münchner Offensive nicht sonderlich viel. Erst in der 79. Minute kam er zumindest etwas gefährlicher zum Abschluss.

Bewertung: 6/10

12. Kingsley Coman

Der Franzose fügte sich zunächst mit einer üblen Flanke ein, bereitete wenig später aber immerhin einen Abschluss von Choupo-Moting vor. Das war es aber dann auch schon mit positiven Aktionen. Im Pass- und Flankenspiel zeigte der Joker zu große Schwächen.

Bewertung: 4/10

13. Thomas Müller (ab 83. Minute)

Der Raumdeuter musste lange auf seine Chance warten und durfte nur zehn Minuten lang mitmischen. Viel zu sehen war von Müller letztlich nicht. Erst in der Nachspielzeit gab er einen Schuss ab, der jedoch nicht weiter gefährlich war.

Ohne Bewertung

14. Mathys Tel (ab 85. Minute)

Tel bereitete in der Nachspielzeit die Müller-Schuss-Chance vor, stand davor jedoch eigentlich schon im Abseits.

Ohne Bewertung


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