Bayern München

FC Bayern: Nagelsmann lobt Tolisso und ist bei Lewandowski ganz entspannt

Guido Müller
Steht vor seiner Heim-Premiere für den FC Bayern: Julian Nagelsmann
Steht vor seiner Heim-Premiere für den FC Bayern: Julian Nagelsmann / BSR Agency/Getty Images
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In der letzten Pressekonferenz vor seiner Heim-Pflichtspielpremiere für den FC Bayern München hat Julian Nagelsmann Position zu einigen Personalien bezogen. So auch zu Corentin Tolisso und Robert Lewandowski, um die sich zuletzt immer mehr Gerüchte rankten.


Doch zunächst ging es um den Mann im Tor. Respektive um die Frage, wer dieser Mann denn übermorgen im Spiel gegen den 1. FC Köln (So, 17.30 Uhr) sein wird. Manuel Neuer wird es, aller Voraussicht nach, nicht sein.

Auch wenn die Verletzung des Schlussmanns in Worten seines Trainer eher zur Kategorie "pillepalle" gehöre.

Für Neuer wird es wohl nicht reichen

Statt Neuer dürfte dann Sven Ulreich den Kasten der Münchener hüten. "Sven Ulreich macht es ordentlich, auch heute im Training", zeigte sich Nagelsmann in dieser Frage nicht über Gebühr beunruhigt.

Sven Ulreich
Wird gegen die Geißböcke wohl im Bayern-Tor stehen: Sven Ulreich / Soccrates Images/Getty Images

Lob für Tolisso

Und weiter ging es mit dem Abarbeiten von Namen. Der nächste in der Reihe: Corentin Tolisso. Eigentlich ein diesjähriger Verkaufskandidat (wie auch traditionell schon in den zurückliegenden Jahren), wusste der Franzose im Supercup gegen den BVB zu gefallen.

Immerhin gab er mit seiner ersten Amtshandlung nach seiner Einwechslung die "Vorlage" zu Lewandowskis entscheidendem Treffer zum 3:1-Endstand. Auch vom Coach gab es dafür Lob (via tz).

"Ich sehe ihn sehr gut, er hat mit der Corona-Erkrankung noch ein bisschen zu tun und ist körperlich noch nicht auf der Höhe. Er hat das dritte Tor durch eine gute Pressing-Aktion gut vorbereitet. Das war schon nicht reiner Zufall die Aktion, den Eindruck hat er im Training bestätigt."

Corentin Tolisso
Sorgte im Supercup gegen den BVB für einen "Blitz-Assist": Corentin Tolisso / Lars Baron/Getty Images

In Summe sei er jedenfalls froh, "dass er da ist. Die ersten Eindrücke, die ich von ihm habe sind durchweg positiv. Diese positive Art soll er sich behalten, dann ist er auch prädestiniert, für das Team A gute Spiele zu machen. Ich halte viel von ihm.“

Klingt nicht nach einem unmittelbar bevorstehenden Wechsel des 27-Jährigen, der in seine fünfte Saison an der Säbener Straße geht.

Doch noch ist das Transferfenster elf Tage lang geöffnet. Eine Zeit, in der noch manches passieren kann auf dem Markt - ein Weggang von Top-Torjäger Robert Lewandowski gehört allerdings nicht dazu.

Bayern planen keinen Lewandowski-Verkauf

Der Pole selbst hatte die Gerüchte um seine Person Ende Mai angeheizt, als er gegenüber dem französischen Pay-TV-Sender Canal+ unumwunden zugab, offen für neue Herausforderungen zu sein. Er sei, so Lewa damals, "immer neugierig, eine neue Sprache und eine neue Kultur" kennenzulernen.

Wie zum Beispiel die englische? Immerhin soll sich der FC Chelsea mit seiner Verpflichtung zumindest theoretisch befasst haben. Praktisch jedoch haben sie dann lieber Rückkehrer Romelu Lukaku von Inter Mailand losgeeist - gegen 115 Millionen Euro Ablöse.

Robert Lewandowski
Robert Lewandowski zeigte sich zuletzt offen für einen Wechsel - sein Klub hingegen nicht! / Lars Baron/Getty Images

Was in etwa dem Preisschild entspricht, das die Bayern für ihren Torjäger ausgewiesen haben. Jedoch ist Lewandowski noch mal fünf Jahr älter als der Belgier. Schon an diesen Zahlen lässt sich demnach ablesen, dass die Münchener Verantwortlichen nicht wirklich über einen Verkauf des Goalgetters nachdenken.

Klub-Präsident Herber Hainer formulierte es dementsprechend mit unmissverständlicher Klarheit: "Sein Vertrag läuft noch zwei Jahre, in dieser Zeit wird er definitiv für den FC Bayern spielen."

Und auch Nagelsmann wirkt nicht so, als sei er in Sorge um einen vorzeitigen Abgang des 33-Jährigen. Weder beunruhigen noch stören ihn deshalb die Spekulationen um den Polen.

"Würde seinen Namen auch oft reinrufen und hoffen, ob was geht!"

"Es stört mich gar nicht, es gehört zum Fußball-Business dazu. Wenn ich nicht beim FC Bayern wäre, würde ich seinen Namen auch oft reinrufen und hoffen, ob was geht. Das liegt halt daran, dass er viele Tore schießt", hält der Coach mit entwaffnender Logik entgegen.

Und Anhaltspunkte dafür, dass sich Lewa nun etwas mehr hängen lassen könnte, sieht sein Trainer auch keine.

"Er ist kein Satellit, der sich absondert und hofft, dass er weg kann. Das zeigt auch seine Leistung gegen Dortmund. Auch heute im Training war er sehr engagiert. Ein Spieler, der weg will, würde das nicht machen", beendete Nagelsmann diese für ihn gar nicht existente Debatte.

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