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Bayern München

Marc Roca will Leon Goretzka nacheifern: "Kann viel von ihm lernen"

Dominik Hager
Mark Roca hat sich für die anstehende Saison viel vorgenommen.
Mark Roca hat sich für die anstehende Saison viel vorgenommen. / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Marc Roca will es im zweiten Anlauf bei den Bayern wissen. Der spanische Neuzugang setzt auf den neuen Trainer Julian Nagelsmann und auf seinen Fitness-Plan, mit dem er sich auf die Spuren von Leon Goretzka begibt. Für eine perfekte Vorbereitung lässt der Mittelfeldspieler sogar die Olympischen Spiele sausen. Im Interview mit der BILD spricht er über seine Transformation und seine Ziele bei den Bayern.


An Leon Goretzka und Joshua Kimmich im Mittelfeld vorbeizukommen, dürfte für Marc Roca durchaus schwierig bis unmöglich werden. Der letztjährige Neuzugang von Espanyol Barcelona möchte sich aber zumindest nicht vorwerfen lassen, nicht alles geben zu haben und hat auch die Gründe für sein vorläufiges Scheitern und mögliche Verbesserungen aufgedeckt.

Roca erklärt Umstellung: "Beim FC Bayern legt man viel Wert auf Kraft"

"Ich mache sehr viel mehr Krafttraining als in Spanien. Bei Bayern, das ist bei manchen Spielern offensichtlich, legt man auf Kraft sehr viel Wert. Dazu kommt natürlich die Schnelligkeit, die nicht verloren gehen darf, und die Ernährung. Dafür arbeite ich seit drei Jahren mit einem Ernährungsberater zusammen. Ich fühle mich körperlich besser denn je", verkündet er optimistisch.

Mit Leon Goretzka hat der 24-Jährige ein grandioses Vorbild, das zuletzt nicht nur mit seinen Leistungen auf dem Platz, sondern auch seinem durchtrainierten Körper glänzte.

"Na klar! Ich schaue mit sehr viel von ihm ab. Er ist nicht nur ein großartiger Spieler, sondern auch ein super Teamkollege, mit dem ich mich klasse verstehe. Oft frage ich ihn, was er isst und wie er trainiert. Sein Muskelaufbau ist spektakulär. Da kann ich noch viel lernen", ist er sich sicher.

Noch im Vorjahr fiel bei Roca auf, dass er fußballerisch und strategisch zwar extrem viel mitbringt, aber athletisch noch nicht so ganz auf dem nötigen Niveau angekommen ist. Demnach setzte Hansi Flick auch kaum auf den Spanier, der die Saison als "Lehrjahr" abgestempelt hat, bei dem er zunächst erst Sprache, Klub und Land kennenlernen musste.

Roca will durchstarten: "Eingewöhnung ist vorbei"

Nun möchte Roca endlich angreifen und muss dies wohl auch, wenn er bei den Bayern noch eine Chance erhalten will. "Die Eingewöhnung ist jetzt vorbei. Für mich beginnt ein neues Jahr, vor dem ich mich viel stärker und besser vorbereitet fühle. Ich bin nicht mehr der Neue und bereit, mehr Verantwortung für das Team zu übernehmen", kündigt er selbstbewusst an.

Wie ernst Roca die Vorbereitung nimmt, ist spätestens klar, seitdem er sich dazu entschieden hatte, auf die Olympischen Spiele von Tokio zu verzichten. Eine Entscheidung, die dem talentierten Passgeber durchaus schwer gefallen ist.

"Ich hatte riesige Lust, für mein Land nach Tokio zu reisen. Ich habe das mit Hasan Salihamidzic entschieden. Wir beide denken, dass es im Moment das Wichtigste ist, mich ab der ersten Sekunde unter dem neuen Trainer auf Bayern zu konzentrieren. Mir geht es mit diesem Entschluss gut, denn bei Bayern zu sein, ist ein Traum, in den ich all meine Energie stecken will", verrät er.

Für Roca ist es ein wenig schade, dass Kimmich, Goretzka und Tolisso überraschend früh aus der EM ausgeschieden sind. Demnach kreuzen sie auch früher wieder in München aus und nehmen dem Spanier möglicherweise die ein oder andere Chance auf Einsätze.

Doch der Spanier weiß ja nun, wie man die Ellenbogen ausfährt und wie man um seinen Traum kämpft. In Bezug auf die kommende Saison ist er definitiv eine der spannendsten Personalien bei den Münchnern.

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