Wirbel um Gnabry-Reise nach Paris - Nagelsmann bezieht Stellung

Simon Zimmermann
Serge Gnabry bei der Fashion Week in Paris
Serge Gnabry bei der Fashion Week in Paris / Antoine Flament/GettyImages
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Um Serge Gnabry ist am Wochenende etwas Wirbel entstanden. Grund dafür war eine Reise nach Paris zur Fashion Week. Vor dem Heimspiel gegen Köln nahm Bayern-Coach Julian Nagelsmann dazu Stellung.


Mit einem 1:1 beim vermeintlich härtesten Verfolger RB Leipzig ist der FC Bayern ins Bundesliga-Jahr 2023 gestartet. Serge Gnabry stand dabei in der Startelf des Rekordmeisters und war einer der auffälligsten Spieler in der FCB-Offensive.

Nach dem Remis machte sich Gnabry auf nach Paris. In der französischen Hauptstadt besuchte er die Fashion Week - weshalb es zu einigem Wirbel kam. Schließlich steht für die Bayern in der Englischen Woche schon am Dienstagabend (18.30 Uhr) das nächste Spiel an. Zum Hinrunden-Abschluss kommt der 1. FC Köln in die Allianz Arena.

Nagelsmann findet Gnabrys Paris-Trip okay - wenn am Dienstag die Leistung stimmt

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel äußerte sich Nagelsmann zwiegespalten zum Trip seinen Außenstürmers. "Es gibt keine Auflagen. Ich habe schon die Überzeugung, dass ein Spieler in seiner Freizeit machen kann, was er möchte", so der Bayern-Coach. "Wichtig ist, dass die richtige Antwort dann auf dem Platz liegt", machte Nagelsmann deutlich.

Und erklärte, dass er in Erklärungsnot kommen würde, sollten Spieler nach solchen Trips keine gute Leistung zeigen: "Ich muss ja auch gewisse freie Tage und Planungen vor meinen Chefs rechtfertigen - warum der Sonntag frei war, warum wir nach einem 1:1 nicht trainieren. Da gehen mir natürlich irgendwann, wenn die sozialen Kanäle voll sind mit diversen Shootings, die Argumentationsketten flöten."

"... dann wird es auch Konsequenzen geben"

Nagelsmann schien hin- und hergerissen, wie er Gnabrys Reise nach Paris und generell solche Aktivitäten seiner Spieler bewerten soll: "Als normaler Arbeitgeber kannst du deinem Arbeitnehmer auch nicht vorschreiben, dass er sonntags um zehn Uhr in die Kirche gehen, um zwölf Uhr Mittagessen und um 14 Uhr Mittagsschlaf machen soll. Aber es muss immer zuträglich für deinen Beruf sein. Wenn es eine schlechte Leistung bedingt, ist es nicht gut."

Am Ende werde die Bewertung an Gnabrys Leistung am Dienstag gemessen: "Solange die Antwort am Dienstag passt, ist es okay für mich. Wenn sie nicht passt, ist es nicht okay. Und dann wird es auch Konsequenzen geben."

Der 27-Jährige hat es also selbst in der Hand. Mit einer guten Leistung kann er die Diskussionen beenden. Und was wohl noch besser wäre aus Spieler-Sicht: In Zukunft gar keine mehr aufkommen lassen.


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