Bayern München

Weniger Einnahmen und laufende Kosten: Bayerns Festgeldkonto ist nicht mehr zum Klotzen da

Simon Zimmermann
Oliver Kahn und der FC Bayern wollen nicht ins finanzielle Risiko gehen
Oliver Kahn und der FC Bayern wollen nicht ins finanzielle Risiko gehen / Sebastian Widmann/Getty Images
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Das berühmte Festgeldkonto beim FC Bayern: Es existiert weiterhin, scheint aber nicht mehr so prall gefüllt zu sein, wie in vergangenen Tagen. Teure Transfers sollen damit erstmal nicht mehr finanziert werden.


Der FC Bayern will auch in Zukunft die besten Spieler der Bundesliga-Konkurrenz ins Visier nehmen. Auf der FCB-Einkaufsliste sollen in den kommenden Jahren Leverkusens Supertalent Florian Wirtz, Wolfsburgs Ridle Baku und Gladbachs Florian Neuhaus stehen.

Für den aktuellen Transfer-Sommer ist das Trio allerdings noch kein Thema. Der FC Bayern hat sich aufgrund der Corona-Krise und den geringeren Einnahmen Spar-Fesseln auferlegt. Am 2021er Credo "erst verkaufen, dann kaufen", gibt es nichts zu Rütteln. Was eine weitere Verstärkung des Kaders schwer macht.

Die Schwierigkeiten bei Sabitzer und Adli

Die Kandidaten, die man bis Ende August weiter im Blick hat, sind dennoch klar: Allen voran Marcel Sabitzer soll als Wunschspieler von Trainer Julian Nagelsmann kommen. Mit dem Österreicher soll sich der FCB grundsätzlich einig sein, mit RB aber noch keine Verhandlungen stattgefunden haben, berichtet die Sportbild.

Marcel Sabitzer
Marcel Sabitzer hängt weiter in der Luft / Juergen Schwarz/Getty Images

Noch schwieriger gestaltet sich die Situation bei Amine Adli. Der 21-jährige Franzose ist ein Kandidat für die vierte Stelle auf den Außenstürmer-Positionen. Beim FC Toulouse wurde der Youngster bereits vom Spielbetrieb freigestellt. Präsident Damien Comolli fordert zehn Millionen Euro Ablöse - für die Bayern definitiv zu viel.

Keine heißen Transfer-Themen sind derweil Julian Draxler, Thilo Kehrer (beide PSG) und Denis Zakaria (Gladbach). Das Trio wurde in der jüngeren Vergangenheit ein ums andere Mal mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht.

Festgeldkonto für die laufenden Kosten

Blickt man auf die Aktivitäten in München, stellt man sich die Frage, was eigentlich mit dem berühmten Festgeldkonto geworden ist? Prall gefüllt soll es sein - so die weitläufige Vorstellungen in der Fußballwelt. Doch geringe Transfererlöse in den letzten Jahren und die fehlenden Einnahmen wegen Corona haben das bajuwarische Gütesiegel eher zum Unwort werden lassen. Zumindest in der Bayern-Führung selbst.

Nach Angaben der Sportbild verfügen die Bayern weiterhin über ein mit 100 Millionen Euro gefülltes Festgeldkonto. Die liquiden Mittel stehen aber nicht allein für Transfers zur Verfügung, sondern werden auch für die laufenden Zahlungen der Gehälter und des Spielbetriebs benötigt. Angefasst werden soll das Geld nach Meinung der Vorstandsetage deshalb nicht.

Klingt, als würde man in München den Sparkurs trotz der offensichtlichen Kader-Baustellen fortführen. Und darauf hoffen, dass das Festgeldkonto bald wieder praller gefüllt sein wird.

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