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FC Barcelona

FC Barcelona: Klub-Chef Laporta kann auf Loyalität von Piqué bauen!

Guido Müller
Jun 9, 2021, 1:29 PM GMT+2
Würde Gehaltskürzungen in Kauf nehmen: Gerard Piqué
Würde Gehaltskürzungen in Kauf nehmen: Gerard Piqué / David Ramos/Getty Images
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Der FC Barcelona kann wohl auch in Zukunft auf die Dienste von Routinier Gerard Piqué setzen. Vertraglich war die Situation sowieso eindeutig, da das Arbeitspapier des 34-Jährigen noch bis zum Sommer 2024 befristet ist. Doch nun scheint auch klar, dass der Welt-und Europameister bereit wäre, dem Klub in finanzieller Hinsicht entgegenzukommen - und auf Teile seines Gehalts zu verzichten.

Aktuell liegt dieses bei 16 Millionen Euro brutto jährlich. Einem Bericht der as zufolge sei der Abwehrchef der Azulgrana jedoch bereit, auf einen gewichtigen Teil dieses Betrages zu verzichten und diesen auf rein leistungsbezogene Prämien oder Sonderzahlungen zu verlagern. Die dann halt gezahlt werden - oder auch nicht!

Laporta traf sich mit Piqué, um in die Mannschaft "reinzuhorchen"

Dies soll als eines der Ergebnisse eines Treffens zwischen Spieler und Vereinspräsident Joan Laporta fixiert worden sein, das vor zehn Tagen stattfand.

FC Barcelona's President Joan Laporta (L
Hatten kürzlich ein Vieraugengespräch: Joan Laporta und Gerard Piqué / JOSEP LAGO/Getty Images

Bei jener Unterhaltung soll es, vielmehr als über das persönliche Schicksal Piqués, vor allem um den Trainer gegangen sein. Nur wenige Tage zuvor hatte sich Laporta gegenüber Ronald Koeman eine Bedenkzeit von fünfzehn Tagen bezüglich dessen Zukunft als Cheftrainer der Katalanen auserbeten.

Offensichtlich wollte Laporta diese Zeit nutzen, um aus erster Hand zu erfahren, wie die Mannschaft mit dem Holländer klar kommt. Und wen könnte man da besser konsultieren als den langjährigen Mannschaftskapitän?

Bei dem Vieraugengespräch zwischen Piqué und Laporta soll dieser beim Mannschaftsführer auch vorgefühlt haben, wie es mit dem medizinischen Personal bestellt ist. Dieses hat in der jüngst abgelaufenen Spielzeit einen erheblichen Imageschaden aufgrund massiv gehäufter Verletzungen im Profi-Kader erlitten.

Dass sich zum Beispiel die Nachwuchshoffnung Ansu Fati (18) auch sieben Monate nach seiner Knieverletzung immer noch weit weg von der Aussicht auf ein Comeback befindet, wird klub-intern der medizinischen Abteilung vorgeworfen.

Sechs Innenverteidiger im aktuellen Kader - die "linken" Franzosen als Verkaufskandidaten!

Piqués Bereitschaft, Gehaltseinbußen hinzunehmen, schwächt gleichzeitig natürlich nicht unbedingt seine sportliche Rolle in der Defensive der Blaugrana. Mit dem jüngst verpflichteten Eric Garcia, der von Manchester City zurück ins Nou Camp kommt, stehen im aktuellen Kader des spanischen Pokalsiegers sechs Innenverteidiger.

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Mit Frankreich bei der EM am Start - bei Barça aber wohl ohne Zukunft: Clément Lenglet und Samuel Umtiti / FRANCK FIFE/Getty Images

Vier davon (Eric Garcia, Gerard Piqué, Óscar Mingueza und Ronald Araújo) sind Rechtsfüßer, die beiden Franzosen Samuel Umtiti (Vertrag bis 2023) und Clément Lenglet (bis 2026) Linksfüßer. Trotzdem soll dieses Duo zur Zeit die schlechtesten Karten im Kampf um die Stammplätze für die nächste Saison haben. Bei entsprechenden Angeboten würde der Klub ihnen wohl keine Steine in den Weg legen.

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