FC Augsburg

FC Augsburg: Kapitän Gouweleeuw mit harter Kritik am eigenen Klub

Daniel Holfelder
Jeffrey Gouweleeuw
Jeffrey Gouweleeuw / Sebastian Widmann/GettyImages
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Nach dem überraschenden 2:1-Erfolg in Leverkusen herrscht beim FC Augsburg ausgelassene Stimmung - sollte man zumindest annehmen. Tatsächlich aber ist es um den Fuggerstädter Betriebsfrieden nicht zum Besten bestellt. Das lassen die Aussagen von Kapitän Jeffrey Gouweleeuw nach der Partie gegen die Werkself erahnen.


Dass der FCA die BayArena als Sieger verließ, hatte er maßgeblich seinem Torwart Rafal Gikiewicz zu verdanken. Der Pole, der beim 0:4 zum Auftakt gegen Freiburg eine unglückliche Figur abgegeben hatte, brachte die Leverkusener Angreifer ein ums andere Mal zur Verzweiflung. So sah es auch Kapitän Gouweleeuw, der nicht mit Lob für seinen Mannschaftskollegen sparte. "Heute hat er gezeigt, wie wichtig er sein kann für die Mannschaft", so der Innenverteidiger. "Kompliment an Rafa." (zitiert via Kicker)

Wer glaubte, dass damit alles gesagt sei, wurde vom Augsburger Spielführer eines Besseren belehrt. Denn Gouweleeuw ließ es nicht nicht nehmen, zu den den anhaltenden Gerüchten um eine Verpflichtung von Mainz-Torwart Finn Dahmen Stellung zu beziehen. "Ich finde es überhaupt nicht nachvollziehbar, dass jetzt noch diese Gerüchte da sind", nahm der 31-Jährige kein Blatt vor den Mund und kritisierte die eigene sportliche Führung. "Vor der Vorbereitung war genug Zeit, so was vorzubereiten. Jetzt sind wir schon beim zweiten Spiel. Ich finde das nicht gut, vor allem auf so einer wichtigen Position. Wenn da ständig Gerüchte sind, ist das nicht einfach für Rafa und die Mannschaft. Das kann einfach nicht sein. [Heute] hat er die richtige Antwort gegeben. Ich freue mich für ihn." Rums!

Rafal Gikiewicz
Rafal Gikiewicz / Alexander Hassenstein/GettyImages

Auch der neue Trainer Enrico Maaßen hat wohl registriert, dass der Umgang mit Gikiewicz für Unruhe in der Mannschaft sorgt. Maaßen betonte nach der Partie gegenüber Sky, dass der Torwart "nie zur Disposition" gestanden habe. "Rafael hat Intern", so sein Trainer weiter, "einen hohen Stellenwert. Bei mir und bei allen anderen Verantwortlichen. Was von außen kommt, kann man wenig beeinflussen. Intern kennt Rafal seine Rolle."

Gikiwiecz selbst war die Genugtuung ob seiner überragenden Leistung durchaus anzumerken. "Ich bin jetzt die dritte Saison in Folge die Nummer Eins. Das ist kein Geschenk von Trainer oder Präsident oder Stefan Reuter", machte der 34-Jährige deutlich. "Sie wissen, wie hart ich jeden Tag arbeite." (zitiert via Sportschau)

Kritik übte der Keeper an den Medien, denen er empfahl, "fair zu schreiben." Manchmal sei es "zu viel", so Gikiewicz weiter. Was er damit genau meinte, verriet der Schlussmann nicht, lehnte es nach den TV-Interviews jedoch ab, mit den Printmedien zu sprechen. Das berichtet die Augsburger Allgemeine.

Gikiewicz' ist noch bis 2023 an den FC Augsburg gebunden. Laut Transfermarkt.de enthält der Vertrag des ehemaligen Berliners eine vereinsseitige Option auf eine einjährige Verlängerung. Die Zukunft des Schlussmannes wird demnach auch weiterhin ein Thema bei den bayerischen Schwaben bleiben.


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