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Ex-Schalker Höwedes über BVB: "Favre ist kein Meister-Trainer"

Nov 29, 2020, 3:23 PM GMT+1
Benedikt Höwedes sieht den BVB nicht als Meisterschaftskandidaten
Benedikt Höwedes sieht den BVB nicht als Meisterschaftskandidaten | TF-Images/Getty Images
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Nahezu sensationell verlor Borussia Dortmund zuletzt das Heimspiel gegen einen starken 1. FC Köln mit 1:2. Kaum gibt es den ersten Rückschlag nach den erfolgreichen vergangenen Wochen, da melden sich die Kritiker des BVB zu Wort. Ein ehemaliger Schalker sieht das Problem der Dortmunder auf dem Trainerposten und rät zu einer Veränderung.

Benedikt Höwedes verbrachte 16 Jahre bei den Schalkern, bevor er dort wenig rühmlich aussortiert wurde. Nachdem der ehemalige Kapitän der Königsblauen und Weltmeister von 2014 im letzten Sommer seine aktive Karriere beendete, äußerte er sich kürzlich im Sport1 Doppelpass zum aktuellen Geschehen in der Bundesliga.

Doch waren es weniger die Aussagen zu seinem Ex-Klub, dem FC Schalke 04, die nun für Aufregung sorgen. Besonders sein Einschätzung des Erzrivalen aus Dortmund lassen aufhorchen.

Höwedes befindet "BVB nicht reif für den Titel"

Denn angesprochen auf die zuletzt vergeblichen Meisterschaftsambitionen des BVB, nannte Höwedes den Dortmunder Trainer Lucien Favre explizit als Faktor für die verpassten Titel in der Liga.

"Favre ist aus meiner Sicht kein Meistertrainer. Der BVB hat viele junge Spieler, die Favre gut leitet. Er ist aber noch nicht reif für den Titel", empfiehlt der 32-Jährige seinem alten Konkurrenten eine Veränderung auf der Position des Übungsleiters, wenn es für die Dortmunder zum Titel reichen soll.

"Der BVB ist auf dieser Position gut, aber nicht meisterlich besetzt. Ein etwas anderer Trainertyp würde besser zum BVB passen", legte Höwedes nach. Trainer wie Julian Nagelsmann oder Ralf Rangnick nannte er zudem als Alternativen.

Ist Lucien Favre kein Meistertrainer?
Ist Lucien Favre kein Meistertrainer? | Pool/Getty Images

Dass diese harte Kritik gerade von jemandem kommt, dessen alte Liebe sich momentan im freien Fall befindet und der zudem selbst nie den Titel in der Bundesliga gewann, sind nur zwei Unstimmigkeiten in diesen Aussagen. Denn zudem sieht Höwedes zwar die Krise des FC Schalke, doch selbst dort mit anpacken wolle er momentan nicht.

"Die Mischung in der Mannschaft stimmt nicht. Du brauchst Sprachrohre, Individualisten, Teamspieler - dass das nicht stimmt, das zeigt sich auf dem Platz", attestierte er seinem Ex-Klub.

Als ehemaliger Kapitän und Wortführer der Gelsenkirchener könnte er sicherlich mithelfen, den Krisen-Verein wieder in die Spur zu bringen. Scheinbar hallt seine damalige "Ausmusterung" aber noch nach, denn momentan könne er sich kein Engagement bei den Schalkern vorstellen.

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