90min
EM 2020

Teamarzt bestätigt Herzstillstand bei Christian Eriksen

Oscar Nolte
Dänemark steht unter Schock
Dänemark steht unter Schock / Friedemann Vogel - Pool/Getty Images
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Christian Eriksen ist am Freitag im EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland kollabiert. Der dänische Teamarzt Morten Boesen verriet auf einer Pressekonferenz am Sonntag erste Details zum Vorfall.


"Er war schon weg. Es war ein Herzstillstand", erklärte Boesen und bestätigte damit das beunruhigende Gefühl so vieler, die am Freitag vor dem Fernseher oder im Stadion saßen und dachten, dass Christian Eriksen verstorben sei. Die Ärzte konnten den Dänen allerdings reanimieren: "Wir haben ihn mit Hilfe eines Defibrillator-Einsatzes zurückbekommen. Und das relativ schnell", so Boesen.

Eriksen erlitt wohl Herzinfarkt

Nationaltrainer Kasper Hjulmand hob zudem den Charakter Eriksens hervor, der aus dem Krankenhaus heraus mit der Mannschaft telefonierte und deutlich besorgter um das Wohlergehen seiner Kollegen war. Eriksen selbst ist stabil und wach und bleibt zu weiteren Untersuchungen noch im Kopenhagener Rigshospitalet.

Der behandelnde Kardiologe Jesper Kjärgaard geht von einem Herzinfarkt bei Eriksen aus: "Ich denke, er wird auf jeden Fall wieder auf die Beine kommen", sagte er dem dänsichen Sender TV2. "Wenn es ein Herzinfarkt war, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass er bereits bei Bewusstsein ist." Eriksen wird noch einige Tage im Krankenhaus bleiben müssen.

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