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Enges Rennen in der Premier League: Wem ist die Meisterschaft zuzutrauen?

Markus Grafenschäfer
Furios sicherte sich der FC Liverpool vergangene Saison den Titel
Furios sicherte sich der FC Liverpool vergangene Saison den Titel / Laurence Griffiths/Getty Images
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Der Kampf um Europa und die Meisterschaft ist in der Premier League so eng wie seit langem nicht mehr. Gerade einmal sieben Punkte trennen den Tabellenprimus Liverpool vom zehnten Platz, den aktuell West Ham einnimmt. Befeuert wird der spannende Titelkampf auch durch diverse Spielverschiebungen, die durch die Coronakrise hervorgerufen wurden.

90min nimmt die obere Tabellenhälfte der Premier League einmal genauer unter die Lupe. Wem ist der Titel am ehesten zuzutrauen? Und wer steht unter der Kategorie Eintagsfliege?

1. FC Liverpool (17 Spiele, 33 Punkte)

Clive Brunskill/Getty Images

Furios schnappte sich der FC Liverpool in der vergangenen Saison bereits zum 31. Spieltag die Krone der Premier League. In dieser Spielzeit gehen es die Reds etwas gemächlicher an. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie wurde der LFC von der Konkurrenz eingeholt. Dennoch, Liverpool und Trainer Jürgen Klopp haben einen langen Atem. Der Klub bleibt Topfavorit auf den Titel.

2. Manchester United (16 Sp., 33 P.)

Pool/Getty Images

Vor kurzem wurde den Red Devils noch die große Krise nachgesagt, nun grüßt Manchester United von der Spitze. Dass das von Ole-Gunnar Solskjaer trainierte Team sich so schnell nach oben kämpft, hätte man ihnen vor einigen Wochen wohl nicht zugetraut. Nun muss sich der traditionsreiche Klub allerdings in der Konstanz behaupten - für United ein durchaus schwieriges Unterfangen. Ob man dauerhaft im Titelrennen mitspielen kann, ist fraglich. Die Champions League-Qualifikation ist allerdings definitiv machbar!

3. Leicester City (17 Sp., 32 P.)

Michael Regan/Getty Images

Überraschend Meister werden? Das kann Leicester. Abermals mischen die Foxes im Titelkampf munter mit, warum sollte es also auch nicht diesmal klappen? Ganz abschreiben sollte man den Meister von 2015/16 nicht, zu frech, trotzig und vor allem konstant tritt Leicester in der Liga auf. Beispiel: Gegen Klubs aus den Top-Ten unterlag das Team lediglich gegen Liverpool.

4. Tottenham Hotspur (15 Sp., 29 P.)

ANDY RAIN/Getty Images

Jaja, Tottenham und Meisterschaft. Die Alte Leier mal wieder. Unter Jose Mourinho sind die Spurs eine wahre Wundertüte. Licht (u.a. Siege gegen City und United) wechseln sich mit Schatten (u.a. 1:1 gegen Crystal Palace, Niederlagen gegen Liverpool und Leicester) ab. Am Ende dürfte Tottenham also auch an der fehlenden Konstanz scheitern. Dennoch dürfte man mit dem bisherigen Verlauf der Saison nicht unzufrieden sein.

5. Manchester City (15 Sp., 29 P.)

Visionhaus/Getty Images

Langsam arbeitet sich Manchester City nach oben. Nach einem völlig verpatzten Saisonstart (am 9. Spieltag stand man nur auf Tabellenplatz 13) robben sich die Skyblues Richtung Spitzengruppe. Citys größter Trumpf: Man hat noch zwei Nachholspiele vor sich. Sowieso ist der Team von Pep Guardiola noch immer Liverpools ärgster Konkurrenz im Kampf um den Titel.

6. FC Southampton (17 Sp., 29 P.)

NAOMI BAKER/Getty Images

Wie ist man überhaupt hierher gekommen? Das dürfte sich der FC Southampton rund um Erfolgscoach Ralph Hasenhüttl denken. Nachdem man jüngst sogar den FC Liverpool schlagen konnte, haben die Südengländer weiterhin Anschluss an das europäische Geschäft. Bei den Saints genießt man den Höhenflug, spielte man in den vergangenen Saisons doch meist gegen den Abstieg. Mit dem Titelkampf wird das Team wohl nichts zu tun haben, aber vielleicht klappt es ja mit dem Europapokal.

7. FC Everton (16 Sp., 29 P.)

Alex Livesey - Danehouse/Getty Images

Zur laufenden Saison zeigt sich der FC Everton generalüberholt. Mit Carlo Ancelotti wurde bereits vergangenen Winter ein namhafter Trainer geholt, der nun langsam seinen Fingerabdruck auf das Team überträgt. Die Toffees, früher gern auch mal international vertreten, zeigen sich deutlich gefestigter als noch in den Saisons zuvor. Vor allem aufgrund eines phänomenalen Saisonstarts spielt Everton in der Spitzengruppe immer noch eine Rolle. Für einen Titel wird es aber nicht reichen.

8. Aston Villa (15 Sp., 26 P.)

Catherine Ivill/Getty Images

Noch so ein Überraschungskandidat. Aston Villa und Trainer Dean Smith stehen momentan sowieso schon gut da, doch wie auch City hat der Klub noch zwei Wiederholungsspiele auf der Uhr. Die Villans könnten sich also durchaus noch weiter nach oben schieben. Das dürfte aber gar nicht der Anspruch des Teams sein, schließlich stieg man erst zur letzten Saison in die Premier League auf und vermied gerade so den direkten Wiederabstieg.

9. FC Chelsea (17 Sp., 26 P.)

Catherine Ivill/Getty Images

Quo vadis, FC Chelsea? Kaum ein Schicksal wird aktuell so diskutiert wie das des Londoner Stadtklubs. Nach teuren Investitionen im Sommer hinken die Leistungen des von Ikone Frank Lampard trainierten Teams den Erwartungen weit hinterher. Vor einigen Wochen noch unter den Top-4, rutschen die Blues immer weiter gen Mittelfeld. Von einer Meisterschaft möchte da - anders als noch zum Saisonstart - wohl keiner reden.

10. West Ham (17 Sp., 26 P.)

Pool/Getty Images

Der nächste Verein aus London: Punktgleich mit Chelsea und Villa ist auch West Ham United in Rufweite zum internationalen Geschäft. Doch auch die Hammers werden in den kommenden Spielen wohl nichts mit dem Titel zu tun bekommen, dafür dürfte dem Kader die Qualität fehlen. Für West Ham ist die laufende Saison aber jetzt schon ein voller Erfolg, schielte man in den Jahren zuvor doch mehr nach unten als Richtung Tabellenspitze.

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