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EM 2020

Deutschland vs. England: Die voraussichtliche DFB-Aufstellung für das EM-Achtelfinale

Philipp Geiger
Freut sich auf den Klassiker gegen England: Joachim Löw
Freut sich auf den Klassiker gegen England: Joachim Löw / Soccrates Images/Getty Images
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Nach einer durchwachsenen Gruppenphase ist die deutsche Nationalmannschaft am Dienstagabend (Anpfiff: 18 Uhr) im EM-Achtelfinale gegen England gefordert. Bundestrainer Joachim Löw blickt dem Klassiker voller Vorfreude entgegen. Vor dem prestigeträchtigen Duell im Wembley-Stadion bangt der 61-jährige Übungsleiter nicht nur um Robin Gosens.

"Alle Spiele, die bei einem Turnier zwischen Deutschland und England stattgefunden haben, von denen spricht man noch Jahre danach", betonte Löw auf der Pressekonferenz am Montagabend. "Das Spiel elektrisiert und fesselt alle." Der Bundestrainer spüre, dass alle im Team bis in die Haarspitzen motiviert sind. Mit den Engländern habe man sich eingehend befasst, erklärte der Ex-Profi. "In allererster Linie freuen wir uns auf die Partie. Es ist meine Leidenschaft, solche Spiele zu bestreiten."

Mit Blick auf die Gruppenphase sagte Löw, dass es nur darum ging, die K.o.-Phase zu erreichen. "Es gab keinen Schönheitspreis zu gewinnen", so der 61-Jährige. "Am Anfang schwankende Leistungen sind nicht völlig ungewöhnlich." Der Chefcoach glaubt zudem nicht daran, dass seine Mannschaft gegen die Three Lions viele spektakuläre Szenen haben wird. "Wir müssen alles in die Waagschale werfen, müssen ruhig und cool bleiben und uns nicht aus dem Konzept bringen lassen", gab der Bundestrainer zu Protokoll.

Fragezeichen hinter Rüdiger & Gosens

Am Dienstagabend muss Löw unter Umständen nicht nur auf Lukas Klostermann (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten. "Bei drei Spielern wird es sich erst morgen klären", sagte der gebürtige Schwarzwälder. Während Ilkay Gündogan nach seiner im letzten Gruppenspiel erlittenen Kopfprellung noch mit leichten Problemen zu kämpfen hatte, plagen sich Robin Gosens und Antonio Rüdiger mit einem kleinen Infekt herum. "Beide haben komplett trainiert, aber man muss schauen, ob es durch die Belastung schlechter wird. Noch haben wir keine Entscheidung treffen können", erklärte der Übungsleiter.

Leon Goretzka
Wird am Dienstagabend in der Startelf erwartet: Leon Goretzka / Soccrates Images/Getty Images

Im Vergleich zum letzten Gruppenspiel gegen Ungarn (2:2) wird Löw wohl zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vornehmen. Thomas Müller steht vor einer Rückkehr in die Startelf. Für den Weltmeister muss voraussichtlich Leroy Sané weichen. Komplettiert wird die Offensive durch Kai Havertz und Serge Gnabry. Im zentralen Mittelfeld winkt Leon Goretzka nicht nur dank seines Treffers gegen Ungarn, mit dem er die DFB-Auswahl ins Achtelfinale schoss, ein Platz in der Startelf neben Toni Kroos.

Die beiden Außenbahnen sind für Joshua Kimmich und Gosens reserviert. Sollte Letztgenannter nicht einsatzfähig sein, stehen Marcel Halstenberg und Christian Günter als Alternativen parat. Bei einem Ausfall von Rüdiger rutscht Niklas Süle in die Anfangsformation und bildet zusammen mit Mats Hummels und Matthias Ginter die Dreierkette vor Kapitän Manuel Neuer.

Die voraussichtliche DFB-Aufstellung gegen England im Überblick:

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