Eintracht Frankfurt

Silva-Wechsel: Warum Frankfurt "nur" 23 Mio. Euro für seinen Topstürmer kassiert

Jan Kupitz
Andre Silva wird für RB Leipzig zum Schnäppchen
Andre Silva wird für RB Leipzig zum Schnäppchen / Gualter Fatia/Getty Images
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Andre Silva wird sich zur kommenden Saison RB Leipzig anschließen, das berichten mittlerweile mehrere Medien übereinstimmend. Auch bei der Ablösesumme für den Frankfurt-Torjäger sind sich die Berichte einig: rund 23 Millionen Euro werden fällig. Doch warum ist Silva so vergleichsweise günstig?


Für einen Spieler, der in der abgelaufenen Saison 28 Bundesligatore erzielt hat, einen gültigen Vertrag bis 2023 besitzt und mit 25 Jahren die beste Zeit seiner Karriere noch vor sich hat, erscheint die Ablösesumme von 23 Millionen Euro wie ein Schnäppchen.

Bei einem Verkauf würde Silva zwar der drittteuerste Transfer der Frankfurter Vereinsgeschichte werden, doch Luka Jovic (63 Millionen Euro) und Sebastien Haller (50 Millionen Euro), die qualitativ durchaus mit dem Portugiesen vergleichbar sind, brachten bei ihren Abgängen mehr als das Doppelte ein.

Deal mit Beratern verhindert höhere Ablöse für die Eintracht

Die Bild-Zeitung berichtet, dass der SGE im Fall von Silva schlichtweg die Hände gebunden seien, da bei der Ankunft des Stürmers ein Deal mit seinen Beratern ausgemacht wurde. Als Silva 2019 im Tausch gegen Ante Rebic von AC Milan in die Bankenmetropole wechselte, musste es schnell gehen, denn der Transfer wurde erst kurz vor dem Schließen des Transferfensters festgezurrt.

Die Berater waren damit einverstanden, beim Wechsel 2019 keine Provision zu nehmen, im Gegenzug versprachen die Frankfurter ihnen, bei einem späteren Verkauf nur 23 Millionen Euro der Ablösesumme einzubehalten. Der Rest würde dieses Mal an die Berater fließen.

RB Leipzig war demnach sogar mit einem 30-Millionen-Angebot bei der SGE vorstellig geworden, reagierte erstaunt, als die Frankfurter erklärten, ihrerseits nur 23 Millionen Euro fordern zu können.

Die Berater müssen von den Roten Bullen natürlich trotzdem bedient werden, weshalb Silva den Tabellenzweiten insgesamt über 30 Millionen Euro kosten wird. Nur die Eintracht sieht eben nicht die ganze Ablösesumme, die auch in Coronazeiten keinesfalls üppig ausfällt.

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