Eintracht Frankfurt

Total peinlich – was macht denn Frankfurts OB da?

Martin Bytomski
Mussten den Pokal an den Frankfurter OB abgeben: Sebastian Rode (l) und Oliver Glasner
Mussten den Pokal an den Frankfurter OB abgeben: Sebastian Rode (l) und Oliver Glasner / Pool/GettyImages
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Die Helden von Eintracht Frankfurt haben beim Empfang in der hessischen Metropole eine riesige Party gefeiert. Rund 200.000 Fans empfingen den frisch gekürten Europa-League-Sieger und feierten die Sieger. Doch der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann sorgte für gleich mehrere peinliche Augenblicke.


Auch am Tag nach dem triumphalen 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen gegen die Glasgow Rangers war keine Katerstimmung angesagt – im Gegenteil. Die Fans, Mannschaft und Verantwortlichen liefern auch bei den Feierlichkeiten in Frankfurt erneut zur Höchstform auf. Kurz vor 18 Uhr landete die Mannschaft von SGE-Trainer Oliver Glasner in Frankfurt. Der Autokorso durch die von Menschen geflutete Stadt zog sich lange hin – viele Fans versuchten ein Selfie mit einem der Helden zu ergattern.

Gegen 21.15 Uhr war es dann soweit: Die Europapokal-Sieger kamen am Frankfurter Römerberg an. Im Rathaus trugen Glasner und Sebastian Rode, der trotz seiner Platzwunde gegen die Rangers weiterspielte und so sinnbildlich für die Leidenschaft der Hessen steht, den Pokal. Doch SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann fackelte nicht lange, entriss dem Duo den Pokal und schritt auf den Balkon. Glasner und Rode tauschten irritierte Blicke aus.

Auch die Rede war gespickt von Fehlern. Falsch ausgesprochene Namen ("Makoto Hesabe"), falsche Posten bei einigen SGE-Verantwortlichen: Es war schon peinlich, was Feldmann ablieferte. Die Fans quittierten die Inkompetenz und mangelnde Vorbereitung mit wütenden Pfiffen. Auch das Netz spottet über dein Peinlich-Auftritt:

Anschließend wurde es emotional: Danny da Costa verabschiedete sich mit einer bewegten Rede: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meiner Karriere überhaupt einen Titel gewinne. Und jetzt habe ich mit euch Bekloppten zwei geholt." Auch Aymen Barkok fand kurz vor seinem Wechsel zum 1. FSV Mainz 05 bewegende Worte: "Ich bin in dem Verein, seit ich 15 bin. Ich will mich für die wunderschöne Zeit bedanken. Man sieht sich immer zweimal im Leben."

Partystimmung kam dagegen wieder mit Martin Hinteregger auf: Der Österreicher lobte Eintracht-Torhüter Kevin Trapp nach seiner sensationellen Leistung im Finale ausgiebig: „Wir haben einen Torhüter, der seit Monaten in absoluter Top-Form ist. Er hat uns ins Elfmeterschießen gerettet. Was er geleistet hat, ist unglaublich. Kevin hat Weltklasse-Niveau.“ Das traf natürlich den Nerv der Fans. Zusammen skandierten "Hinti“ und die Anhänger "Neuer auf die Bank“. Trapp ("Ohne euch hätten wir das nicht geschafft") war die Rührung anzusehen und so endete der Abend trotz des Peinlich-Auftritt von OB Feldmann mit vielen positiven Emotionen.


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