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Bundesliga

Eintracht drückt den Preis für Glasner - Wolfsburgs Querelen kosten Geld

Christian Gaul
Jörg Schmadtke lässt seinen Trainer unter Wert ziehen
Jörg Schmadtke lässt seinen Trainer unter Wert ziehen / Lukas Schulze/Getty Images
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Der Wechsel von Trainer Oliver Glasner zu Eintracht Frankfurt ist offiziell bestätigt worden. Interessant am neuerlichen Transfer eines Übungsleiters innerhalb der Bundesliga ist, dass der VfL Wolfsburg scheinbar kein großes Interesse daran hatte, Glasner von einem Verbleib zu überzeugen.


Im Wolfsburger Umfeld sprach man schon seit einiger Zeit von zwischenmenschlichen Schwierigkeiten in der Arbeit von Oliver Glasner und Jörg Schmadtke, dem Geschäftsführer Sport des VfL.

Dass diese unausgesprochenen Zerwürfnisse nun in einem Abschied Glasners mündeten, kam wenig überraschend. Dennoch muss man festhalten, dass die Uneinigkeit der beiden Verantwortlichen den Wölfen letztlich auch einen Millionenverlust bescherten.

Ablöse für Glasner gedrückt - Wolfsburg verliert über drei Millionen Euro

Denn wie die Bild erfahren haben will, soll Eintracht Frankfurt eine Ablösesumme in Höhe von lediglich 1,8 Millionen Euro für den eigentlich noch bis 2022 an die Wölfe gebundenen Trainer bezahlt haben. Glasner besaß zwar eine Klausel über fünf Millionen Euro in seinem Arbeitspapier, doch Frankfurt ließ den 15. Mai, also den Stichtag zum Ziehen dieser Klausel, verstreichen.

Somit konnte man den Preis für den Nachfolger von Adi Hütter um satte 3,2 Millionen Euro, einem Rabatt von 64%, drücken.

Oliver Glasner, Adi Hütter
Oliver Glasner wird Adi Hütter beerben / RONNY HARTMANN/Getty Images

Stimmen diese Zahlen, lassen sich die Wölfe also über drei Millionen Euro entgehen. Daran lässt sich erkennen, wie schlecht Glasner die Arbeitsbedingungen in Wolfsburg empfunden haben muss und wie wenig man auf den Trainer einzugehen schien.

Ähnlich dem Fall Hansi Flick, der für die Einnahmen eines Freundschaftsspiel zwischen der DFB-Elf und dem FC Bayern wechseln durfte, verzichtete auch der VfL Wolfsburg auf einen längeren und härteren Poker.

Glasner und Flick wollten unbedingt ihre Vereine verlassen, die Klubs sahen keinen Sinn darin, den Abgang ihrer Übungsleiter zu erschweren. Besonders die Hintergründe des Österreichers werden dabei in Wolfsburg aufzuarbeiten sein.

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