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Eintracht Frankfurt: Entscheidung um Haller-Zahlungen naht - 24 Millionen Euro stehen noch aus

Sebastien Haller
Wechselte im letzten Jahr auf die Insel: Sebastien Haller | James Williamson - AMA/Getty Images

Im Juli 2019 trennten sich die Wege von Eintracht Frankfurt und Sebastien Haller. Nach zwei Spielzeiten in der Bankenmetropole wechselte der Mittelstürmer zu West Ham United. Bei der SGE ist die Personalie Haller allerdings auch rund ein Jahr später noch längst nicht zu den Akten gelegt. Grund dafür sind noch ausstehende Ablösezahlungen, die der Premier-League-Klub bislang noch nicht beglichen hat. Im Transferstreit scheint nun eine Entscheidung in Sicht zu sein.

Auf 50 Millionen Euro Ablöse hat sich die Eintracht mit den Hammers im vergangenen Sommer geeinigt. Etwas über die Hälfte der Summe hat die SGE bereits kassiert. Anfang Juli berichtete der kicker exklusiv, dass noch Zahlungen in Höhe von 24 Millionen Euro ausstehen und West Ham United eine am 15. Mai fällige Rate von über sechs Millionen Euro nicht gezahlt hat. Frankfurt schaltete deshalb bereits die FIFA ein und verklagte den englischen Hauptstadtklub.

FIFA-Verhandlung am Dienstag - Urteil noch unbekannt

Am Dienstag verhandelte die FIFA über den Fall, über das Urteil ist allerdings noch nichts bekannt. Dem Fachmagazin zufolge ist damit zu rechnen, dass West Ham zur Zahlung der Rate aufgefordert wird. Ob die Londoner dieser Forderung auch nachkommen, bleibt allerdings abzuwarten. Aufschluss über die Zahlungsbereitschaft der Engländer dürfte das kommende Wochenende (15. August) geben, an dem laut kicker-Informationen die nächste Rate (Höhe unbekannt) fällig ist. Weigert sich West Ham, auch diese Rate zu bezahlen, droht den Hammers im schlimmsten Fall eine Transfersperre.

Bernd Leno, Sebastien Haller
Erzielte in der zurückliegenden Saison sieben Treffer: Sebastien Haller (r.) | Julian Finney/Getty Images

Es droht ein längerer Transferstreit zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn auch die Eintracht hat mit den durch die Corona-Pandemie verursachten finanziellen Einbußen zu kämpfen. Mit Blick auf den von Sportvorstand Fredi Bobic prognostizierten Umsatz in der neuen Saison von rund 140 Millionen Euro (ursprünglich wurde mit 280 Millionen Euro gerechnet) würden die noch ausstehenden 24 Millionen Euro aus dem Haller-Transfer spürbar ins Gewicht fallen und der SGE extrem weiterhelfen.