90min
facebooktwitterinstagramyoutuberss

Edinson Cavani zum FC Bayern? Die Münchner sollten die Finger von ihm lassen

Edinson Cavani
Edinson Cavani ist vereinslos. Angeblich ist der FC Bayern am 33-Jährigen interessiert. | Jean Catuffe/Getty Images

Der FC Bayern beschäftigt sich angeblich mit einer Verpflichtung von Edinson Cavani. Dieses Gerücht sollte jedoch schnellstmöglich wieder dorthin zurückkehren, wo es hergekommen ist: Ins Reich der Fabeln. Ernsthaft dürfte der Uruguayer zu keinem Zeitpunkt an der Säbener Straße diskutiert werden. Cavani würde nur Probleme verursachen.

Rund um den FC Bayern wird munter über Transfers spekuliert. Auf der rechten Abwehrseite etwa geistert der Name Sergino Dest seit Monaten durch die Medienlandschaft, neu ist Max Aarons von Norwich City. Geht es um das Mittelfeld, werden unter anderem Tanguy Ndombélé und Eduardo Camavinga (dieses Gerücht wurde mittlerweile dementiert) gehandelt, und hin und wieder kommt noch die Frage auf, ob die Bayern einen Backup für Robert Lewandowski verpflichten werden.

Edinson Cavani passt nicht zum FC Bayern

Laut dem französischen Portal Le10Sport denken die Verantwortlichen an Edinson Cavani. Das Gerücht wurde mittlerweile auch von der spanischen Fußball-TV-Show El Chiringuito TV aufgenommen. Sinn ergibt dieses Gerücht aber nicht wirklich. Cavani ist bereits 33 Jahre alt, hat noch zwei, vielleicht drei Jahre vor sich. Damit passt er überhaupt nicht in das Profil, das die Münchner suchen: Jung, hochtalentiert und entwicklungsfähig, aber bereits auf sehr hohem Niveau. Der Kader wird sukzessive verjüngt, neben einer Gruppe älterer und gestandener Spieler wächst eine neue Generation heran, die in einigen Jahren das Zepter übernehmen soll.

Außerdem soll Cavani, der Paris St. Germain nach sieben Jahren verlässt, zuletzt ein Jahresgehalt von 18 Millionen Euro kassiert haben - eine Summe, die die Münchner nicht einmal im Traum für einen Ersatz zahlen würden. Denn Cavani wäre nur ein Backup für Lewandowski, der mit bislang 51 Toren in 43 Spielen wieder einmal bewiesen hat, dass er unverzichtbar ist.

Im Vertragspoker mit David Alaba geht es um ein Jahresgehalt von mehr als 20 Millionen Euro, das Berater Pini Zahavi fordert. Man nehme an, die Bayern würden Cavani unter Vertrag nehmen und die kolportierten 18 Millionen Euro zahlen. Das wäre ein Schlag ins Gesicht für alle Spieler, die länger im Verein sind und eine bessere Perspektive haben.

Des Weiteren würde Cavani das harmonische Verhältnis innerhalb der Mannschaft stören. Der Uruguayer ist ein Alphamännchen, hat sich in Paris mehrfach mit Neymar angelegt. Auch dürfte er nicht glücklich darüber gewesen sein, dass Mauro Icardi den Vorzug in der Sturmspitze erhalten hat. Beim FC Bayern müsste er sich ebenfalls mit der Bank begnügen - nur die zweite Wahl zu sein, ist für ihn wahrscheinlich aber keine Option. Vielmehr könnte ein Wechsel zu Benfica anstehen, wo El Matador heiß gehandelt wird.

Weiteres Gerücht: Baggert der FC Bayern an Ben Yedder?

Ein Cavani-Transfer würde Chaos vorprogrammieren und nur Probleme mit sich bringen. Wen könnten die Bayern also - wenn überhaupt - verpflichten?

Die französische Lokalzeitung Nice Matin will erfahren haben, dass der Rekordmeister an Wissam Ben Yedder interessiert ist. Der 29-Jährige wechselte vor einem Jahr für 40 Millionen Euro vom FC Sevilla zur AS Monaco und stellte seinen Torinstinkt auch im Fürstentum unter Beweis. In der abgebrochenen Saison traf Ben Yedder 18 Mal in 26 Liga-Spielen, lieferte zudem 7 Vorlagen.

Wissam Ben Yedder
Kombinationsstarker Torjäger: Wissam Ben Yedder glänzt auch bei der AS Monaco | Soccrates Images/Getty Images

Für Ben Yedder verlangt Monaco offenbar mindestens 40 Millionen Euro. Das hatte L'Équipe Anfang Juni berichtet. Sollte diese Summe stimmen, ist bereits alles zu diesem Gerücht gesagt. So viel Geld würde kein Verein der Welt für einen Backup zahlen.

Die Gerüchte um einen zweiten Stürmer mögen interessant klingen, sind aber haltlos. Mit Joshua Zirkzee steht eine Nachwuchshoffnung bereit, schon in dieser Saison wurde der Niederländer an die erste Mannschaft herangeführt. Außerdem können auch Serge Gnabry und Thomas Müller die Position in der Spitze bekleiden. Eine externe Lösung ist daher nicht notwendig.