Eberl verrät: Goretzka und Pjanic wären fast in Gladbach gelandet

Max Eberl berichtet aus dem Nähkästchen
Max Eberl berichtet aus dem Nähkästchen / TF-Images/Getty Images
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Mittlerweile kann Borussia Mönchengladbach dauerhaft einen absolut tauglichen Kader vorweisen, um regelmäßig die internationalen Plätze der Bundesliga anzugreifen. Vorbei sind die Zeiten der wirr zusammengestellten Mannschaften, die zwischen Oberhaus und der 2. Bundesliga pendeln.

Großen Anteil daran hat die nunmehr über eine Dekade andauernde Arbeit von Manager Max Eberl, der neben seinen vorzeigbaren Verpflichtungen einst auch zwei absolute Kracher fast von einem Wechsel an den Niederrhein überzeugte.

Nachdem Eberl von 1999 bis zu seinem Karriere-Ende 2005 bei der Borussia die rechte Abwehrseite umpflügte, stieg er sofort als Nachwuchskoordinator der Fohlen in die Welt der Transfers und Vertragsgespräche ein.

Seit 2008 leitet der 47-Jährige die Geschicke als Sportdirektor und führte - in Zusammenarbeit mit den weiteren Verantwortlichen - die Gladbacher in wirtschaftlich und sportlich herausragende Regionen, wenn man die Möglichkeiten des "Provinzklubs" mit denen der Konkurrenz vergleicht.

Spieler wie Marco Reus, Granit Xhaka, Lars Stindl, Raffael, Max Kruse oder die aktuelle Generation um Denis Zakaria, Alassane Plea oder Florian Neuhaus entschieden sich auch aufgrund Eberls Überzeugungsarbeit für die Borussia - zwei weitere Kracher hätten diese Liste beinahe erweitert, wie der Manager nun verriet.

Goretzka und Pjanic als Indiz für Eberls Transfer-Auge

Als die Borussia 2013 das Talent Christoph Kramer zunächst von Leverkusen ausleihen konnte, hätte man fast dessen kongenialen Partner Leon Goretzka ebenso an Land gezogen. Beide spielten zuvor gemeinsam beim VfL Bochum, ehe sie zeitgleich nach einer höheren Aufgabe strebten. Kramer unterschrieb bei der Werkself und ließ sich direkt nach Gladbach verleihen, Goretzka zog es zu Schalke 04.

Doch wie Eberl gegenüber der SportBild berichtete, saß auch er in jenem Sommer mit Goretzka und dessen Vertretern zusammen. Letztlich hatte sich die Borussia damals jedoch nicht für den internationalen Wettbewerb qualifiziert, während Schalke als Vierter der Vorsaison nach überstandener Qualifikation gegen PAOK Saloniki in der Königsklasse antreten durfte. Somit fiel Goretzkas Wahl auf Gelsenkirchen, bevor er 2018 ablösefrei zum FC Bayern ging und dort zwei Jahre später das Triple holte.

Kramer und Goretzka hätten auch bei der Borussia fast ein Duo gebildet
Kramer und Goretzka hätten auch bei der Borussia fast ein Duo gebildet / PATRIK STOLLARZ/Getty Images

Zudem angelte sich Eberl 2008 beinahe einen weiteren Spieler, der mittlerweile zu den besten des Kontinents aufstieg. "Als ich noch Jugenddirektor war, saßen wir mal mit dem Onkel von Miralem Pjanic, seinem Berater, zusammen", doch der damals 18-Jährige Bosnier entschied sich 2008 für den Wechsel von seinem Ausbildungsverein Metz zu Olympique Lyon.

Der junge Miralem Pjanic stand auf Eberls Agenda
Der junge Miralem Pjanic stand auf Eberls Agenda / Shaun Botterill/Getty Images

Dieser Wechsel scheiterte, da die Borussia zu jener Zeit gerade aus der 2. Bundesliga aufstieg und Lyon derweil seinen siebten Meistertitel der Ligue 1 in Serie einfuhr. Auch wenn Eberl diese beiden Hochkaräter - verständlicherweise - nicht überzeugen konnte, belegen sie doch, dass der Gladbacher Macher seit jeher ein exzellentes Auge für Top-Talente besitzt.