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Die Verletzungstabelle der Bundesliga

FBL-GER-BUNDESLIGA-MAINZ-AUGSBURG
Auch in dieser Saison hatten viele Bundesligisten Verletzungen zu beklagen | KAI PFAFFENBACH/Getty Images

Nach wochenlanger Pause und einem straffen Programm ist die reguläre Bundesliga-Saison beendet. Mit Blick auf so manche Statistik, lassen sich viele endgültige Platzierungen oder Resultate erklären. Auch die Verletzungstabelle dieser Spielzeit lässt einige Erkenntnisse zu. 90min präsentiert die gebeuteltsten Teams des vergangenen Jahres.

Das Portal fußballverletzungen.com erstellt jährlich eine Übersicht zu den Bundesligisten mit den schwerwiegendsten Ausfallzeiten. Dazu werden die Tage aller Verletzungen addiert und durch die Anzahl der Spieler im Kader geteilt. Der so erhaltene Wert ist dann untereinander vergleichbar.

1. Hertha BSC - 30,20 Verletzungstage im Durchschnitt

Per Ciljan Skjelbred
Die Hertha kam mit wenigen Verletzungen aus | TF-Images/Getty Images

Die durchschnittlichen wenigsten Verletzungstage hatte die Hertha zu beklagen. Zwar waren speziell zum Saisonende einige Spieler verletzt, der große Kader verschleierte die relativen Blessuren aber etwas. Dennoch mussten nur vereinzelte Profis über Wochen zuschauen.

Diese Spieler erwischte es besonders schlimm:
Arne Maier: 14 Ligaspiele verpasst (Knieverletzung)
Peter Pekarík: 12 Ligaspiele (Wadenverletzung)

2. SC Paderborn 07 - 32,95 Verletzungstage

Luca Kilian
Einzig Luca Kilian fehlte dem Sport-Club in dieser Saison wirklich lange | TF-Images/Getty Images

Trotz der insgesamt wenigsten Verletzungstage (939), reichte es für die Paderborner nicht für den Klassenerhalt. Der Großteil des Kaders war über weite Strecken der Saison fit. Einzig in der Defensive gab es zum Ende der Spielzeit Engpässe.

Luca Kilian: 14 Ligaspiele (Muskelverletzung)

3. Bayer Leverkusen - 39,24 Verletzungstage

Kai Havertz
Kleinere Verletzungen sorgten oft nur kurz für Sorgenfalten | Boris Streubel/Getty Images

Einen etwas größeren Sprung macht man zu Bayer Leverkusen. Hier waren die verletzten Spieler im Durchschnitt 39,24 Tage außer Gefecht. Nur selten fehlten die Stars wirklich lange am Stück. Oft brachten kleine Blessuren aber den Rhythmus durcheinander.

Lars Bender: 14 Ligaspiele (Fußverletzung)
Joel Pohjanpalo: 10 Ligaspiele in der Hinrunde (Knieverletzung)

4. Borussia Dortmund - 44,12 Verletzungstage

Marco Reus
Marco Reus fehlte dem BVB fast über die komplette Rückrunde | TF-Images/Getty Images

Am Ende fehlte der Borussia aus Dortmund wieder ein gutes Stück zum Erzrivalen aus München. Mit vermeintlich vielen Verletzungen hatte dies aber nichts zu tun. Dennoch hatte auch der BVB einige lange Ausfallzeiten zu beklagen.

Thomas Delaney: 18 Ligaspiele (Bänderriss und Knieverletzung)
Marco Reus: 15 Ligaspiele (Muskelverletzung)
Marcel Schmelzer: 12 Ligaspiele (Muskelverletzungen)

5. 1. FSV Mainz 05 - 44,73 Verletzungstage

Karim Onisiwo
Schmerzhaft aber oft ohne lange Pausen kam Mainz durch die Saison | Alex Grimm/Getty Images

Der 1. FSV Mainz 05 hat die zurückliegenden Blessuren durch einen großen Kader recht gut auffangen können. Dabei reißen gerade die Reservisten die Verletzungstage erst so richtig hoch.

Stefan Bell: 33 Ligaspiele (Sprunggelenksverletzung)
Philipp Mwene: 17 Ligaspiele (Patellasehnenreizung)
Aaron Seydel: 17 Ligaspiele (Fersenprobleme)
Dong-won Ji: 17 Ligaspiele (Knorpelschaden)
Jean-Philippe Mateta: 14 Ligaspiele (Meniskusriss)

6. 1. FC Köln - 47,53 Verletzungstage

Jhon Cordoba
Lange mussten die Kölner Stars nur selten pausieren | Pool/Getty Images

Auf dem sechsten Rang folgt der 1. FC Köln. Immer mal wieder fehlten beim Effzeh einige Leistungsträger über mehrere Wochen. Kritisch wurde die Lager dennoch selten.

Marcel Risse: 11 Ligaspiele (Knieprobleme)
Christian Clemens: 9 Ligaspiele (Kreuzbandriss)

7. Bayern München - 49,17 Verletzungstage

Niklas Suele
Der Kreuzbandriss von Niklas Süle war eine Hiobsbotschaft | TF-Images/Getty Images

Die Breite des Kaders war für den Rekordmeister aus München immer wieder ein Problem. Speziell zum Ende der Saison wurde es hinter der ersten Elf ziemlich dünn.

Niklas Süle: 26 Ligaspiele (Kreuzbandriss)
Lucas Hernández: 13 Ligaspiele (Innenbandriss)
Corentin Tolisso: 12 Ligaspiele (Knöchelverletzung)

8. 1. FC Union Berlin - 50,63 Verletzungstage

Florian Hubner
Die meisten Unioner blieben ohne lange Verletzungspause aus | Pool/Getty Images

Der Großteil des Kaders von Union Berlin blieb überwiegend verletzungsfrei. Lange verletzt waren eher nur die Bankdrücker, die selten zur Startelf gehört haben.

Akaki Gogia: 28 Ligaspiele (Kreuzbandriss)
Grischa Prömel: 17 Ligaspiele (Patellasehnenreizung)
Joshua Mees: 12 Ligaspiele (Adduktoren - und Oberschenkelprobleme)

9. SC Freiburg - 51,30 Verletzungstage

Lino Tempelmann
Bei den Freiburgern erwischte es fast jeden einmal | Pool/Getty Images

Bei den Freiburgern zogen sich immer mal wieder einige Stars kleinere Blessuren zu. Doch auch langwierigere Ausfälle musste Trainer Christian Streich verkraften. Insgesamt 1462 Verletzungstage sammelte der Sport-Club.

Lukas Kübler: 21 Ligaspiele (Knie-Op)

10. Eintracht Frankfurt - 52,91 Verletzungstage

Bas Dost
Der großen Belastung hielten nur die wenigsten Frankfurter stand | TF-Images/Getty Images

Durch die enorm hohe Belastung mit drei kräftezehrenden Wettbewerben musste Eintracht Frankfurt immer wieder auf Stars verzichten. Speziell das Ende der Hinrunde wurde zur großen Belastungsprobe. Der relativ große Kader konnte schlimmeres verhindern.

Marco Russ: 33 Ligaspiele (Achillessehnenriss)
Gelson Fernandes: 13 Ligaspiele (Sehnenriss und Wadenverletzung)

11. TSG Hoffenheim - 53,67 Verletzungstage

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Die Mannschaftsärzte der TSG hatten alle Hände voll zu tun | ANDREAS GEBERT/Getty Images

Die TSG Hoffenheim musste ohne europäischen Wettbewerb auskommen und litt dennoch unter vielen Verletzungen. Dabei reißt Angreifer Ishak Belfodil die Statistik ordentlich heraus.

Ishak Belfodil: 28 Ligaspiele (Knie-Op)
Steven Zuber: 16 Ligaspiele (Fuß-Op)
Sergis Adamyan: 15 Ligaspiele (Knöchel-Op)
Andrej Kramarić: 13 Ligaspiele (Knieprobleme)

12. Fortuna Düsseldorf - 56,56 Verletzungstage

Kaan Ayhan
Die Fortuna musste in dieser Saison einiges wegstecken | Pool/Getty Images

Auch die Fortuna aus Düsseldorf war in dieser Saison viel gescholten. Sehr lange Ausfallzeiten am Stück sorgten immer wieder für Ernüchterung. Die Torhüter-Position stockte das Verletzungskonto ungemein auf.

Zack Steffen: 17 Ligaspiele (Innenbandverletzung)
Kevin Stöger: 17 Ligaspiele (Kreuzbandriss)

13. Borussia Mönchengladbach - 56,58

Patrick Herrmann
Die Gladbacher müssen verletzungsbedingt wechseln; ein gewohntes Bild | Lars Baron/Getty Images

Nur knapp vor der Fortuna liegen die Fohlen aus Gladbach. Mit 56,58 Verletzungstagen siedelt sich die Borussia damit im oberen Drittel an. Denn viele Stars entpuppten sich als verletzungsanfällig. Doch speziell die Reservisten sorgten für die doch so hohen Zahlen.

Torben Müsel: 23 Ligaspiele (Knie-OP)
Fabian Johnson: 16 Ligaspiele (Muskelverletzungen)
Ibrahima Traoré: 12 Ligaspiele (Sprunggelenks- und Adduktorenprobleme)

14. FC Augsburg - 57,24 Verletzungstage

Rani Khedira
Die Augsburger bekamen einiges ab | TF-Images/Getty Images

Beim FC Augsburg waren es nicht unbedingt die Leistungsträger, die über einen langen Zeitraum fehlten. Dennoch wurden einige Back-Ups schmerzlichst vermisst.

Felix Götze: 24 Ligaspiele (Hüftprobleme)
Simon Asta 17 Ligaspiele (Kreuzbandriss)
Carlos Gruezo: 16 Ligaspiele (Sprunggelenksverletzung)
Marek Suchy: 14 Ligaspiele (Hüftprobleme)
Sergio Córdovab: 13 Ligaspiele (Sprunggelenks- und Muskelverletzung)
Alfred Finnbogason: 12 Ligaspiele (Schulter- und Knieverletzung)

15. VfL Wolfsburg - 57,29 Verletzungstage

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Die Wolfsburger hatten viel Verletzungspech | MICHAEL SOHN/Getty Images

Nur ganz knapp vor den Augsburgern reiht sich der VfL Wolfsburg ein. Allerdings fehlten hier viele Stars, die gut und gerne in der Startelf hätten vertreten sein können. Speziell ein Spieler erlebte eine traurige Saison.

Ignacio Camacho: 34 Ligaspiele (Sprunggelenksprobleme)
Niklas Klinger: 14 Ligaspiele (Handverletzung)
William: 13 Ligaspiele (Kreuzbandriss)

16. RB Leipzig - 62,04 Verletzungstage

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Die Defensive der Leipziger musste viele Ausfälle verkraften | ODD ANDERSEN/Getty Images

Einen gewaltigen Satz in dieser Statistik macht RB Leipzig. Bitter waren für die Sachsen vor allem die langen Ausfälle der Sommer-Neuzugänge. Später kamen noch massive Probleme in der Defensiv hinzu. Die Innenverteidiger erwischte es besonders schlimm.

Ibrahima Konaté: 22 Ligaspiele (Muskelfaserriss und Hüftverletzung)
Kevin Kampl: 18 Ligaspiele (Sprunggelenksprobleme)
Willi Orban: 17 Ligaspiele (Arthroskopie)
Hannes Wolf: 12 Ligaspiele (Beinbruch)
Ethan Ampadu: 12 Ligaspiele (Rückenprobleme)

17. FC Schalke 04 - 67,63 Verletzungstage

Ozan Kabak
Schalke war massiv vom Verletzungspech verfolgt | DeFodi Images/Getty Images

Die Rückrunde war wie verflucht für die Schalker. Neben den schlechten Leistungen kamen immer mehr Verletzungen hinzu. Insgesamt 1995 Verletzungstage machten eine gute Saison schnell zunichte. Auch die Defensive der Königsblauen musste immer wieder umgebaut werden.

Benjamin Stambouli: 25 Ligaspiele (Fußverletzung)
Salif Sané: 19 Ligaspiele (Knieverletzung und Muskelfaserriss)
Suat Serdar: 14 Ligaspiele (Knieverletzung)

18. Werder Bremen - 69,06 Verletzungstage

Ludwig Augustinsson
Werder erlebte ein rekordverdächtig schlimmes Verletzungsjahr | TF-Images/Getty Images

Ohne große Überraschung findet sich der SV Werder Bremen am Ende dieser Tabelle. Über die gesamte Saison mussten die Norddeutschen mit Rückschlägen zurecht kommen und teilweise auf mehr als zehn Profis verzichten. Nur wenige Stars kamen komplett ohne Blessuren aus, andere verpassten dafür viele Monate.

Kevin Möhwald: 32 Ligaspiele (Knie-Op)
Niclas Füllkrug: 26 Ligaspiele (Kreuzbandriss)
Ömer Toprak: 23 Ligaspiele (Muskel- und Sehnenverletzungen)
Ludwig Augustinsson: 19 Ligaspiele (Knie-Op und Muskelfaserriss)
Fin Bartels: 18 Ligaspiele (Knie-Op)