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Die Mentalität unterscheidet den BVB vom FC Bayern

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Mats Hummels ist nach der Niederlage niedergeschlagen | INA FASSBENDER/Getty Images

Auch wenn man die Saison auf einem souveränen zweiten Tabellenplatz abgeschlossen hat, kommt bei Borussia Dortmund nach der 0:4-Blamage gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht wirklich viel Freude auf. Viel mehr ärgern sich die Verantwortlichen und Spieler über die dargebotene Mentalität auf dem Rasen.

Torwart Roman Bürki sprach es besonders deutlich an. Gegenüber dem SID sagte er: "Bayern hat diese absolute Winner-Mentalität. Vielleicht haben wir manchmal die falsche Mentalität und die falsche Einstellung." Denselben Vorwurf musste der BVB in dieser Saison sehr oft hinnehmen, zuletzt nach der überraschenden 0:2-Niederlage gegen Mainz 05 vor eineinhalb Wochen.

Axel Witsel schlug in dieselbe Kerbe und erklärte laut den Ruhrnachrichten: "Wir haben nicht gemeinsam verteidigt, und wenn manche nicht nach hinten arbeiten, wenn wir nicht als Mannschaft auftreten, wird es schwer."

Die Aussagen der beiden BVB-Akteure kann man mit einigen Statistiken belegen. Borussia Dortmund spulte als Team insgesamt 7 Kilometer weniger auf dem Rasen ab und gewann nur 79 Zweikämpfe, während die Hoffenheimer laut Bundesliga.de 101 Zweikämpfe für sich behaupten konnten.

Während also der FC Bayern auch nach der gesicherten Meisterschaft seine Gegner abschlachtet, ist den Dortmundern ein Spannungsfall nach dem gesicherten zweiten Platz deutlich erkennbar. Kann man solch eine Einstellung von extrem erfolgshungrigen und hochprofessionellen Individuen erwarten?

Doch die zu behebenden Mängel liegen nicht nur an der Mentalität. Lucien Favre erklärte auf der PK nach dem Spiel, dass die Mannschaft das gemeinsame Verteidigen besser erlernen muss, bei den individuellen Läufen gibt es ebenfalls Verbesserungsbedarf. Die fussballerische Qualität, die Favre zur Verfügung steht, kann man derweil nicht wirklich ankreiden...