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Die 10 größten HSV-Persönlichkeiten der Klubgeschichte!

Fahne HSV
TF-Images/Getty Images

Trotz aller sportlichen Rückschläge und Tiefpunkte in den vergangenen Jahren - noch immer zählt der Hamburger SV zu den faszinierendsten und schillerndsten Vereinen in Deutschland und darüber hinaus. Auch mehr als 130 Jahre nach seiner Gründung verfolgen Millionen von Sympathisanten in aller Welt die Geschicke des Klubs aus dem Volkspark. Geprägt wurde auch dieser Verein natürlich von Personen, seien es Trainer, Spieler, Manager, Masseure oder einfach nur "spezielle" Fans. Wir stellen euch die zehn bedeutendsten HSV-Persönlichkeiten vor.

10. Helm-Peter

Ein echtes "Orginohl" wie die mit dem breitesten Hamburger Schnack versehenen (und somit auch er selbst!) sagen würden. Helm-Peter verpasst seit über 60 Jahren kein Spiel seiner geliebten Rothosen. Sein in den Vereinsfarben gehaltener Fahrradhelm hat dabei so manchen Rück- und Tiefschlag der Mannschaft abfedern können. Unverwüstlich bis heute!

9. Mehdi Madavikia

Mehdi Mahdavikia, Thomas Rosicky
Ben Radford/Getty Images

Die rechte Defensivseite des HSV! Für die meisten Fans gibt es da eigentlich nur zwei Namen, die in diesem Zusammenhang genannt werden können: Manfred "Bananenflanke" Kaltz - und Mehdi Madavikia. Da Kaltz für die Rolle des Publikumslieblings aufgrund seiner etwas spröden und humorlosen Art nicht taugt, "übernahm" der kleine Iraner die Rolle des ewigen Favoriten der Fans. Bei der Erinnerung an jenes langgezogene "Meeeeeehdi" im Volkspark, wenn Mahdavikia mal wieder einen seiner gefürchteten Flankenläufe startete, lässt immer noch wohlige Schauer über den Rücken laufen. Bis heute in das Organigramm des HSV (als Trainer im Nachwuchsbereich) eingebunden.

8. Günther Netzer

FBL-GER-HALLOF FAME
INA FASSBENDER/Getty Images

MIt seinem Namen ist die größte und erfolgreichste Phase der Klubgeschichte verbunden. Netzer wurde 1978 Manager des Klubs - und drehte den Klub binnen kurzer Zeit auf links. Dabei wollte er eigentlich nur die Stadion-Zeitung produzieren. Doch der damalige Präsident Paul Benthien ahnte, dass da mehr draus werden könnte - und "zwang" Netzer dazu, auch gleich noch den Manager-Posten zu übernehmen. Ein Glücksgriff! Mit Netzer eroberte der HSV zunächst die Bundesliga (Meister 1979, 1982 und 1983) und danach Europa (Europapokal der Landesmeister 1983). Nach acht Jahren beendete Netzer seine Tätigkeit in Hamburg. Seitdem läuft der Klub (mit Ausnahme des Pokalsieges 1987) seinen einstigen Erfolgen hinterher.

7. Kevin Keegan

Kevin Keegan
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The "Mighty Mouse" wurde der wieselflinke Außenstürmer schon zu seiner Zeit beim FC Liverpool genannt. Mit den Reds gewann Keegan 1977 den Europapokal der Landesmeister - und wagte danach den Schritt aufs Festland. Nach einer diskreten ersten Saison, nach der schon das Unwort "Transferflop" die Runde machte, drehte der Engländer mächtig auf und hievte den Klub auf ein neues Level. Leider blieb der großartige Stürmer nur drei Jahre in Hamburg. Doch eine absolute Klub-Ikone ist der sympathische Brite bis heute geblieben.

6. Hermann Rieger

Adolf Katzenmeier, Adolf Katzenmeier *** Local Caption *** Hermann Rieger, Hermann Rieger
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Das Dino-Maskottchen des Klubs trägt seinen Namen. Damit ist schon vieles über den Stellenwert des 2014 viel zu früh verstorbenen Kult-Masseurs gesagt. 26 (!) Jahre lang knetete und walkte Rieger die Waden der HSV-Stars. Ein Oberbayer, der im hohen Norden Karriere machte. Und im Vereinsmaskottchen weiterlebt...

5. Felix Magath

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ODD ANDERSEN/Getty Images

Der 25. Mai 1983. Die neunte Minute im Athener Olympiastadion. Ein Schuss aus halblinker Position, der sich unhaltbar für Juventus-Torwart Dino Zoff ins Netz senkt. Diese Szene aus dem damaligen Finale des Europapokals der Landesmeister katapultierte den stillen Regisseur endgültig in die Hall of Fame des Klubs. Später agierte Felix auch noch als Trainer ("Quälix"!) und als Manager des Vereins. Bis heute fühlt sich der gebürtige Saarbrücker mit den Rothosen verbunden.

4. Ernst Happel

Der Grantler aus Wien war bekannt für legendäre Pressekonferenzen, in denen er den verzweifelten Reportern nur das absolut Nötigste in die Schreibblöcke diktierte. Einer der ganz Großen der Trainergilde (Happel machte 1970 Feyenoord Rotterdam zum König von Europa und erreichte 1978 auch mit dem FC Brügge das Finale dieses wichtigsten Klubwettbewerbs Europas) machte auch den HSV zu einer großen Nummer. Die Krönung wartete dann auf ihn und seine Mannschaft 1983 in der griechischen Hauptstadt.

3. Thomas Doll

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JOCHEN LUEBKE/Getty Images

Noch mit seinem Abgang aus Hamburg, "rettete" Doll seinen HSV vor dem Untergang. Der damals hoch verschuldete Klub verkaufte den flinken Stürmer im Sommer 1991 für die damalige klubinterne Rekordablösesume von 15 Millionen Mark an den aufstrebenden Serie-A-Klub Lazio Rom. Von einem Tag auf den anderen war der zu dieser Zeit von Jürgen Hunke geleitete Klub schuldenfrei. Verlor aber gleichzeitig an sportlicher Substanz. Nur einen Sommer sollte "Dolli" mit dem HSV durch die Bundesliga fliegen. 1998 kehrte der gebürtige Rostocker nochmal als Spieler zurück an die Elbe und beendete 2001 seine Karriere als Spieler. In neuer Funktion als Trainer führte er "seinen" HSV 2006 in die Champions League.

2. Rafael van der Vaart

Rafael van der Vaart
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Der kleine Engel, der schon in zartestem Jugendalter bei Ajax Amsterdam von sich reden machte, kam 2005 zum HSV. Gleich in seiner ersten Saison schwang sich der kleine Holländer zum unangefochtenen Anführer der Mannschaft auf. Tore, Torvorlagen, Kabinettstückchen - wenn "VdV" am Ball war, raunte der Volkspark. Nach weiteren Stationen bei den Königlichen von Real Madrid und in London (Tottenham Hotspurs) kehrte van der Vaart 2012 zurück an die Elbe. Doch der zweite Teil dieser Story geriet nicht annähernd so erfolgreich wie die erste. Seine vielleicht größte Tat während dieser Zeit war wohl, an jenem 1. Juni 2015 im Karlsruher Wildpark dem Chilenen Marcelo Diaz die Ausführung des Freistoßes zu überlassen...

1. Uwe Seeler

Uwe Seeler
TF-Images/Getty Images

Uwe Seeler ist der HSV - der HSV ist Uwe Seeler. Das ist die erste Strophe des inoffiziellen (weil imaginären) Vereinsliedes, mit dem noch ein jeder Neuling seine Aufnahme in diesen Verein begeht. Was soll man sagen, was noch nicht über "Uns Uwe" gesagt worden ist? Der "Dicke" steht für längst vergessene Werte wie Loyalität, Vereinstreue und Bescheidenheit. Als Inters Star-Trainer Helenio Herrera in den Sechzigerjahren über Wochen an dem Mittelstürmer baggerte, um ihn von einem Wechsel nach Italien zu überzeugen, erbat sich Seeler eine kurze Bedenkzeit - und sagte dann den Aberundaber-Millionen der Nerazzuri ab. Herrera soll fassungslos gewesen sein. Und Seeler kommentierte nur trocken: "Mehr als ein Schnitzel kann ich auch in Mailand nicht essen." So war und ist er halt, der Dicke, Ehrenspielführer der Deutschen Nationalmannschaft und GOAT des HSV.