Frauenfußball

"Ich würde keine Millionen verdienen wollen!" - DFB-Stürmerin Freigang schaltet sich in Equal Pay-Debatte ein

Daniel Holfelder
Laura Freigang
Laura Freigang / Christof Koepsel/GettyImages
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Die Debatte um gleiche Gehälter im Männer- und Frauenfußball hält weiterhin an. Nun hat sich Nationalspielerin Laura Freigang zu der Thematik geäußert.


Für die Angreiferin von Eintracht Frankfurt steht weniger die ungleiche Bezahlung als vielmehr eine grundsätzliche Professionalisierung des Frauenfußballs im Vordergrund. Auf die hohen Gehälter im Männerbereich angesprochen, erklärt die 24-Jährige im Interview mit dem Playboy: "Ich würde keine Millionen verdienen wollen, um ehrlich zu sein. Das ist nicht das, was wir uns primär wünschen."

Als Vorbild für professionellere Frauenfußball-Strukturen führt Freigang die englische Women's Super League (WSL) an: "Man kann wirklich in ganz vielen Ecken, zum Beispiel bei den Trainingsbedingungen, ansetzen. In England sind die Vereine der ersten Liga zum Beispiel dazu verpflichtet, eine Frauenmannschaft zu haben." Zudem werde auf der Insel in wesentlich größerem Umfang über den Frauenfußball berichtet. "Um gesehen zu werden, braucht man eine Bühne", gibt die zwölfmalige Torschützin der abgelaufenen Bundesliga-Saison zu bedenken.

Grundsätzlich müsse man sich die Frage stellen, ob "wir ausschließlich kapitalistisch [leben] und nur das fördern, was maximalen finanziellen Erfolg bringt? Oder geht es uns auch um die Gesellschaft?" Freigang wünscht sich deutlich mehr Investitionen in den Frauenfußball und weist im Vergleich dazu auf die schwindelerregenden finanziellen Dimensionen der Männer hin: "Wenn man die Ablösesummen der Männer anschaut und guckt, wie viel Geld es bräuchte, um eine Frauenmannschaft zu finanzieren, sind das wirklich Peanuts."


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