DFB-Pokal: In letzter Sekunde! Freiburg schlägt Bochum und zieht ins Halbfinale ein

Daniel Holfelder
Freiburger Jubel nach dem Siegtreffer zum 2:1
Freiburger Jubel nach dem Siegtreffer zum 2:1 / Alex Grimm/GettyImages
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Ein folgenschwerer Patzer von Bochums Maxim Leitsch hat dafür gesorgt, dass der SC Freiburg zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen ist. Die Breisgauer setzten sich in der letzten Minute der Verlängerung mit 2:1 beim VfL Bochum durch.

Tore:
0:1 Petersen (51.)
1:1 Polter (64.)
1:2 Sallai (120.)


Die erste Hälfte der Partie verlief ereignisarm und ohne große Höhepunkte. Das Geschehen spielte sich zumeist im Mittelfeld ab, viele Zweikämpfe und Ungenauigkeiten im Passspiel prägten die Begegnung.

Kurz vor der Pause hatte Bochums Locadia Glück, dass er für eine Tätigkeit am Freiburger Verteidiger Lienhart nicht vom Platz gestellt wurde. Locadia hatte Lienhart am Hals gepackt und zu Boden geworfen. Weder Schiedsrichter Robert Schröder noch der VAR griffen jedoch ein.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Bochums Keeper Riemann konnte einen Schuss von Schade nur zur Seite abwehren, wo Nils Petersen goldrichtig stand und zur Führung für die Freiburger abstaubte (51.).

Der VfL schüttelte sich kurz und antwortete rund zehn Minuten später. Polter musste nach mustergültiger Flanke von Rexhbecaj nur den Kopf hinhalten und besorgte den Bochumer Ausgleich (64.).

In der Folge gelang es keiner der Mannschaften, klare Torchancen zu kreieren. Nach 90 Minuten stand es 1:1 - die Verlängerung sollte darüber entscheiden, welches der beiden Teams sich das Halbfinalticket sichern würde.

Dort sah es zunächst so aus, als könnte das Pendel zugunsten der Bochumer ausschlagen. Sowohl Löwen (99.) als auch Polter (102.) kamen zu guten Gelegenheiten. Es blieb jedoch beim 1:1.

Als alles auf ein Elfmeterschießen hindeutete, unterlief Bochums Maxim Leitsch ein folgenschwerer Fehler. Der Verteidiger wollte als letzter Mann einen Rückpass zu Torhüter Riemann spielen, traf den Ball jedoch nicht richtig, sodass Freiburgs Roland Sallai dazwischen spritzen konnte. Der Ungar lief allein auf Riemann zu, ließ sich die große Chance nicht entgehen und traf zum umjubelten Freiburger Sieg (120.).

"Ein extrem umkämpftes Spiel. Viel Power auf dem Platz. Wir konnten dem standhalten und sind heute die Glücklicheren", war Christian Streich nach Abpfiff erleichtert. "Vor ein paar Wochen waren wir in der Meisterschaft die Unglücklichen."


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