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Werder Bremen

DFB-Pokal: Als Werder Bremen letztmals das Finale erreichte

Philipp Geiger
Erzielten im DFB-Pokal-Halbfinale 2010 jeweils einen Treffer: Marko Marin & Claudio Pizarro
Erzielten im DFB-Pokal-Halbfinale 2010 jeweils einen Treffer: Marko Marin & Claudio Pizarro / NIGEL TREBLIN/Getty Images
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Am Freitagabend steht für Werder Bremen das DFB-Pokal-Halbfinale auf dem Programm. Mit RB Leipzig wartet auf die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt eine äußerst undankbare Aufgabe. Nach sieben Ligapleiten in Folge wäre es eine faustdicke Überraschung, wenn die Grün-Weißen zum elften Mal ins DFB-Pokal-Finale einziehen würden. In der Saison 2009/10 ist dies dem sechsmaligen Pokalsieger dank des 2:0-Heimerfolgs gegen den FC Augsburg letztmals gelungen.


Urgestein Philipp Bargfrede, der kürzlich aus der zweiten Mannschaft wieder in den Profikader hochgezogen wurde, ist aktuell der einzige Werder-Spieler, der beim letzten Finaleinzug mit dabei war. Am 23. März 2010 war der damalige Zweitligist aus Augsburg im Weserstadion zu Gast. Auf dem Weg ins Halbfinale schalteten die Bremer, die in der vorherigen Saison den DFB-Pokal gewonnen hatten, Union Berlin (5:0), St. Pauli (2:1), den 1. FC Kaiserslautern (3:0) und die TSG 1899 Hoffenheim (2:1) aus.

Aufstellungen:

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings, Bargfrede - Hunt, Özil, Marin - Pizarro

FC Augsburg: Jentzsch - Reinhardt, Möhrle, de Roeck, El Akchaoui - Hegeler, Sinkala - Brinkmann, Ndjeng - Thurk, Traoré

Vor 31.645 Zuschauern wurden die Bremer zunächst ihrer Favoritenrolle gerecht und nahmen das Heft des Handelns in die Hand. Trotz klarer Feldüberlegenheit dauerte es eine halbe Stunde, ehe Marko Marin die Grün-Weißen in Führung brachte. Nach einem Doppelpass mit Mesut Özil drang der Angreifer in den Augsburger Strafraum ein und erzielte mit einem platzierten Flachschuss ins linke Toreck die verdiente Führung. Nach dem Rückstand fanden die Gäste besser ins Spiel und hatten wenige Minuten vor der Pause die dicke Chance zum Ausgleich. Michael Thurk traf nach einem Steilpass aus relativ spitzem Winkel nur den Innenpfosten, weshalb es mit einer Bremer Führung in die Pause ging.

Pizarro macht den Deckel drauf

Nach Wiederanpfiff erwischten die Fuggerstädter den besseren Start. 52 Minuten waren gespielt, als Thurk den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Nach einem Querpass setzte der Angreifer den Ball aus rund acht Metern jedoch über das leere Tor. Auch in der Folgezeit stellte der FCA den Gastgeber vor einige Probleme, der Ausgleich war dem tapfer kämpfenden Zweitligisten allerdings nicht vergönnt. Claudio Pizarro war es in der Schlussphase vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Torsten Frings nahe der Mittellinie erreichte den gestarteten Publikumsliebling, der frei vor Jentzsch die Nerven behielt und den 2:0-Endstand markierte (84.).

Claudio Pizarro trifft für Werder Bremen
Claudio Pizarro überwindet Simon Jentzsch / NIGEL TREBLIN/Getty Images

Im Finale traf Werder Bremen auf den FC Bayern München. Gegen den deutschen Rekordmeister hatte der Titelverteidiger allerdings keine Chance und zog mit 0:4 den Kürzeren. Seit der Finalniederlage schafften es die Grün-Weißen in dieser Saison nach 2015/16 und 2018/19 zum dritten Mal ins Halbfinale.

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