Frauenfußball

DFB nimmt fünf Nationalspielerinnen in Hall of Fame auf

Daniel Holfelder
Neben Nadine Angerer werden vier weitere Spielerinnen in die Hall of Fame aufgenommen
Neben Nadine Angerer werden vier weitere Spielerinnen in die Hall of Fame aufgenommen / Paul Gilham/GettyImages
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Das Deutsche Fußballmuseum hat fünf ehemalige Spielerinnen der deutschen Nationalmannschaft für ihre Verdienste um den deutschen Fußball geehrt.


Zu den prämierten Spielerinnen gehören neben Nadine Angerer und Ariane Hingst auch Christa Kleinhans, Bärbel Wohlleben und Anne Trabant-Haarbach. Die drei letztgenannten Spielerinnen haben in den 60er und 70er Jahren maßgeblich dazu beigetragen, den Frauenfußball in Deutschland zu etablieren.

Museumsdirektor Manuel Neukirchner fasste die Wahl der fünf Akteurinnen wie folgt zusammen: "Die Wahl spannt einen schönen Bogen von der erfolgreichen Entwicklung des Frauenfußballs der jüngeren Vergangenheit zurück zu seinen Wurzeln. Die Widerstandskraft und das Durchhaltevermögen der Pionierinnen haben den späteren Weltmeisterinnen den Weg geebnet. Dafür gebührt ihnen völlig zurecht große Anerkennung, die ihnen während ihrer aktiven Zeit zuweilen verwehrt geblieben ist."

Die fünf Spielerinnen werden im Sommer kurz vor der Europameisterschaft der Frauen offiziell in die Ruhmeshalle des Deutschen Fußballmuseums, die oftmals als die "Hall of Fame" des deutschen Fußballs bezeichnet wird, aufgenommen.

Hier eine kurzes Porträt der prämierten Akteurinnen:


Nadine Angerer gewann im Jahr 2003 (ohne Einsatz) und 2007 mit der deutschen Nationalmannschaft den WM-Titel. 2007 blieb sie in allen Spielen des Turniers ohne Gegentor. Außerdem wurde die ehemalige Torfrau 2013 zu Europas Fußballerin des Jahres und zur Weltfußballerin gewählt und gewann mit der DFB-Elf fünfmal (!) die Europameisterschaft. Insgesamt bestritt Angerer 146 Spiele für die deutsche Nationalelf.


Ariane Hingst wurde zweimal Welt- und viermal Europameisterin. Beim WM-Triumph wurde die Verteidigerin ins All-Star-Team des Turniers gewählt. Hinzu kommen für Hingst drei Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen. Mit 174 Länderspielen ist die heute 42-Jährige die Spielerin mit den drittmeisten DFB-Einsätzen in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs.

Anne Trabant-Haarbach gilt als eine der besten deutschen Spielerinnen der 70er Jahre. Trug beim ersten Länderspiel einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft die Kapitänsbinde und sorgte als langjährige Spielertrainerin der SSG Bergisch-Gladbach dafür, dass der deutsche Frauenfußballs auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken kann.

Bärbel Wohlleben wurde in den 1970er-Jahren als "weiblicher Beckenbauer" bezeichnet. Die heute 78-Jährige gewann mit der TuS Wörrstadt 1974 das erste offizielle Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Ihr Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 (Endstand 4:0) wurde anschließend zum "Tor des Monats" gewählt. Wohlleben war die erste Frau, die diese Auszeichnung erhielt.

Christa Kleinhans bestritt in der Zeit des Frauenfußball-Verbots (1955-1970) 150 inoffizielle Länderspiele. Kleinhans gehörte zur legendären Mannschaft von Fortuna Dortmund. Ihr (inoffizielles) Länderspieldebüt feierte sie 1957 vor 18.000 Zuschauern gegen die Niederlande. Das Spiel endete 4:2 für Deutschland. Kleinhans erzielte zwei Tore.


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