Deutschland - Schweiz: Als Derdiyok ter Stegen dreimal bezwang - und Barnetta jedes Mal vorbereitete

Kassierte fünf Tore bei seinem DFB-Debüt: Marc-André Ter Stegen
Kassierte fünf Tore bei seinem DFB-Debüt: Marc-André Ter Stegen / Boris Streubel/Getty Images
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Zum 53. Mal stehen sich heute Abend (20.45 Uhr) die Nationalmannschaften Deutschlands und der Schweiz gegenüber. Die Zahlen "5" und "3" spielen auch sonst in der Statistik dieses Duells keine unwichtige Rolle.

Denn dieses Ergebnis, sicherlich nicht das gewöhnlichste unter den Fußball-Resultaten, gab es in den insgesamt 46 Freundschaftsspielen zwischen beiden Nationen immerhin dreimal. Und zwar schon beim allerersten Aufeinandertreffen, im April 1908 in Basel, als die Eidgenossen ihre nördlichen Nachbarn mit ebendiesem Endstand nach Hause schickten.

Im April 1954, kurz vor dem sensationellen WM-Erfolg der Herberger-Mannschaft (in der Schweiz!), "revanchierte" sich das DFB-Team mit einem 3:5-Auswärtssieg (erneut in Basel).

Horror-Debüt für ter Stegen

Danach sollte es satte 58 Jahre dauern, ehe wieder acht Tore auf der Anzeigetafel prangten. Am 26. Mai 2012 debütierte ein gewisser Marc-André ter Stegen im Tor der deutschen Nationalmannschaft - und kassierte an einem rabenschwarzen Tag (nicht nur von ihm!) fünf Tore. Zum strahlenden Helden der Helvetier wurde Erin Derdiyok, damals in Diensten von Bayer Leverkusen. Seinen lupenreinen Hattrick gegen Deutschland verhinderte Mats Hummels (der zum zwischenzeitlichen 1:2 verkürzte) - und der Halbzeitpfiff des französischen Schiedsrichters Antony Gautier.

Doch kurz nach Wiederanpfiff machte Derdiyok (Hattrick hin oder her) sein drittes Tor an diesem frühen Abend (das Spiel hatte um 18.00 Uhr begonnen). Eine weitere Kuriosität dabei: alle seine drei Treffer hatte Derdiyoks Klubkollege Tranquillo Barnetta vorbereitet. Ein wahres Torfestival also, das abermals im Baseler St. Jakob-Park stattfand. Dieses Stadion scheint prädestiniert für 5:3-Spiele zu sein.

Und was die "5" betrifft: beide Keeper, ter Stegen auf deutscher und Diego Benaglio auf Schweizer Seite schrammten bei der anschließenden kicker-Benotung haarscharf an der Höchststrafe vorbei - und bekamen jeweils, logisch, eine 5,5.