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Dembélé bei Barça auf dem Abstellgleis - Für welche Klubs kommt das Enfant terrible in Frage?

Ousmane Dembele
FC Barcelona v Borussia Dortmund: Group F - UEFA Champions League | TF-Images/Getty Images

Ousmane Dembélé ist und bleibt das Problemkind des FC Barcelona. Nachdem der Flügelspieler vor wenigen Tagen eine Videokonferenz geschwänzt haben soll und laut ESPN nicht zu einem MRT-Termin erschienen ist, sind die Verantwortlichen laut Marca gewillt, ihn für 60 Millionen Euro ziehen zu lassen. Bleibt nur noch eine Frage offen: Für welche Klubs kommt Dembélé überhaupt noch in Frage?

Talent ist Ousmane Dembélé nicht abzusprechen, doch immer wieder offenbart der Franzose seinen Mangel an Disziplin. Seit seinem Wechsel nach Barcelona hat er mit dem Ruf des Enfant terrible zu kämpfen, bis hierher deutete sich ein Abschied allerdings nicht an. Nun scheinen die Chancen allerdings aufgebraucht, die Katalanen sollen gewillt sein, ihn zu verkaufen. Als Ablösesumme werden von der spanischen Marca 60 Millionen Euro genannt.

Doch weil Dembélés Karriere nicht nur von disziplinarischen Verfehlungen, sondern auch von zahlreichen Verletzungen gekennzeichnet ist, steht die durchaus berechtigte Frage im Raum, welche Spitzenklubs ein ernsthaftes Angebot für den 22-Jährigen abgeben könnten.

1. FC Arsenal

Mikel Arteta
Harriet Lander/Copa/Getty Images

Arsenal hat in den vergangenen Jahren viele positive Erfahrungen mit französischen Spielern gemacht. Große Spieler wie Thierry Henry, Robert Pires, William Gallas, Patrick Vieira, Samir Nasri, Laurent Koscielny oder Olivier Giroud haben das Gunners-Trikot getragen, warum nicht also auch Dembélé?

Mit seiner Kreativität und Agilität im Antritt könnte er dem Spiel unter Mikel Arteta viel Schwung über die Flügel verleihen. Einzig die kolportierte Ablösesumme bereitet Sorgen: Da Arsenal die Champions League erneut zu verpassen droht und auch die englischen Klubs aufgrund der Corona-Krise Einsparungen vornehmen müssen, ist fraglich, ob ein Transfer dieser Größenordnung zu stemmen wäre.

2. FC Chelsea

Frank Lampard
Robin Jones/Getty Images

Auch Chelsea könnte Dembélé ins Auge fassen. Trainer Frank Lampard bevorzugt junge Spieler, zudem wird Willian den Klub voraussichtlich zum Saisonende verlassen.

Mit Hakim Ziyech haben die Blues zwar bereits einen neuen Flügelspieler verpflichtet, für die Breite könnte ein Spieler mit dem Kaliber von Dembélé aber nicht schaden. Fraglich ist jedoch, ob den 22-Jährigen diese Herausforderung reizt.

3. Paris St. Germain

Thomas Tuchel
UEFA - Handout/Getty Images

Vorstellbar wäre auch eine Wiedervereinigung mit Thomas Tuchel. Unter dem 46-Jährigen blühte Dembélé mit 10 Toren und 21 Assists in 49 Spielen für Borussia Dortmund derart auf, dass Barça ihn als Ersatz für den zu PSG abgewanderten Neymar verpflichtete.

Weil Neymar jedoch seit einem Jahr mit einer Rückkehr nach Barcelona in Verbindung gebracht wird, könnten beide Spieler das Trikot tauschen. So würde PSG einen äußerst talentierten Ersatz erhalten, der das volle Vertrauen des Trainers genießen würde.

4. Juventus Turin

Maurizio Sarri
Jean Catuffe/Getty Images

Etwas überraschender wäre ein Wechsel zu Juventus Turin. Der italienische Serienmeister beschäftigt sich grundsätzlich mit hochkarätigen Spielern aus ganz Europa, der finanzielle Aspekt spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Jedoch müsste sich Dembélé in Italien auf einen völlig anderen Spielstil einstellen; selbst Cristiano Ronaldo hatte einige Anpassungsschwierigkeiten.

5. FC Bayern

Hansi Flick
DeFodi Images/Getty Images

Der FC Bayern wurde speziell im letzten Jahr mit Dembélé in Verbindung gebracht, jedoch entschied er sich für einen Verbleib in Barcelona. Der Transfer von Leroy Sané deutet sich immer weiter an, sollte der Deal jedoch entgegen aller Erwartungen scheitern, könnte Dembélé durchaus noch einmal ins Auge gefasst werden. Die Ablösesumme von 60 Millionen Euro würde jedenfalls in den Investitionsrahmen passen, mit dem die Münchner für einen Außenbahnspieler planen.