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Dahoud und Can im BVB-Zentrum - ein Modell mit Zukunft?

Nikolas Pfannenmüller
Emre Can (dritter von link) hält Mahmoud Dahoud (zweiter von links) den Rücken frei, damit dieser glänzen kann. So wie in dieser Szene.
Emre Can (dritter von link) hält Mahmoud Dahoud (zweiter von links) den Rücken frei, damit dieser glänzen kann. So wie in dieser Szene. / ODD ANDERSEN/GettyImages
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Emre Can und Mahmoud Dahoud bildeten beim BVB-Sieg über den VfL Wolfsburg die Dortmunder Doppelsechs. Beide Profis machten mit ihren Leistungen auf sich aufmerksam, sodass Axel Witsel sich nun strecken muss, um eine Option für die Startelf zu werden.


Drei Tage nach dem Champions-League-Aus bei Sporting Lissabon (1:3) zeigte Borussia Dortmund eine Reaktion in Wolfsburg und gewann das Bundesligaspiel mit 3:1.

Formschwacher Witsel sitzt in Wolfsburg anfangs nur auf der Bank

Trainer Marco Rose beorderte den wieder einsatzfähigen Mo Dahoud und Emre Can in die Startelf, während dem routinierten defensiven Mittelfeldspieler Axel Witsel nur ein Platz auf der Reservebank blieb. Erst nach 85 Minuten kam Witsel für Can in die Partie. Jude Bellingham, der für diese Position ebenfalls infrage kommt, musste aufgrund von Knieproblemen aussetzen.

In Lissabon hatte Witsel noch beginnen dürfen, aber das Vertrauen seines Coaches nicht mit Leistung gerechtfertigt. Der 32-jährige Belgier präsentierte sich behäbig und konnte dem Spiel zu keiner Zeit seinen Stempel aufdrücken.

Beim zwischenzeitlichen 0:2 durch Pedro Goncalves kam Witsel nicht in den Zweikampf und sein Bemühen, den Schuss des späteren Torschützen zu blocken, war sehr dürftig.

Stattdessen hielt er seine beiden Hände hinter dem Körper, um den Ball im Strafraum nicht an die Hand zu bekommen. Nachvollziehbar - aber präsentiert sich so ein Spieler, der spielt, um zu gewinnen? Oder offenbarte diese Aktion nicht vielmehr Witsels Einstellung, das Spiel auf keinen Fall verlieren und keine Fehler machen zu wollen?

Can und Dahoud überzeugen in Wolfsburg

Die Entscheidung von Rose, das zentrale Mittelfeld gegen Wolfsburg umzubauen, war somit mehr als verständlich. Und die Maßnahmen fruchteten: Can, der gegen Sporting noch vom Platz geflogen war, schoss nicht nur das wichtige Elfmetertor zum 1:1, sondern glänzte sogar mit dem ein oder anderen Dribbling. In der 10. Spielminute tunnelte er Maximilian Arnold. Can wusste auch mit seiner Verteidigungsarbeit und robustem Zweikampfverhalten zu gefallen.

Dahoud hat seine Innenbanddehnung im Knie inzwischen auskuriert und spielte in Lissabon schon 23 Minuten. Jetzt kam der 25-Jährige auf seinen ersten Startelfeinsatz seit der Partie in Mönchengladbach am 25. September. Damals hatte Dahoud eine umstrittene gelb-rote Karte gesehen.

In Wolfsburg machte Dahoud mit zwei Torschüssen in der ersten Hälfte auf sich aufmerksam. Nach seiner langen Verletzungspause glückte ihm wenig überraschend noch nicht alles - beispielsweise könnte man sein Stellungsspiel vor dem 0:1 in der 2. Minute kritisieren - doch im Großen und Ganzen zeigte Dahoud eine gute Vorstellung.

Can mit klaren Worten vor Spiel gegen die Bayern

Im kommenden Spiel trifft Borussia Dortmund auf den FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr). Wahrlich keine einfache Aufgabe würde Can und Dahoud bevorstehen, sollte Rose im Topspiel wieder auf die beiden Akteure zurückgreifen.

Can ist sich der Tragweite des Duells im Klaren. "Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir so nahe wie möglich an Bayern dran sein wollen oder sogar vor ihnen stehen wollen, wenn wir gegen sie spielen. Die Woche müssen wir hart arbeiten", sagte er nach dem Wolfsburg-Spiel bei Sky.

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