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Portugal vergibt WM-Ticket: Frustrierter Ronaldo meldet sich zu Wort

Simon Zimmermann
Cristiano Ronaldo sichtlich frustiert
Cristiano Ronaldo sichtlich frustiert / Gualter Fatia/GettyImages
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Auf den letzten Metern wurde Portugal noch abgefangen. Am Sonntagabend entriss Serbiens Aleksandar Mitrović dem Europameister von 2016 das sicher geglaubte WM-Ticket. Der 27-jährige Angreifer erzielte das entscheidende 2:1 für die Gäste im Estádio da Luz zu Lissabon und schickt Cristiano Ronaldo und Co damit in die Relegation zur WM-Endrunde in Katar 2022.

Direkt nach dem Schlusspfiff war der Frust auf portugiesischer Seite riesengroß. Vor allem Superstar Ronaldo sah man die Enttäuschung über die Pleite deutlich an. Mit Tränen in den Augen gestikulierte der 36-Jährige wild und verärgert, als sich Trainer Fernando Santos ihm näherte.

Portugals Trainer nimmt die Schuld auf sich

Mit dem Remis in Irland und der Niederlage im direkten Duell gegen Serbien gab Portugal völlig überraschend Platz eins in Gruppe A noch aus der Hand. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel nahm Trainer Santos die Pleite auf seine Kappe: "Es liegt in meiner Verantwortung. Die Ansage lautete nicht, dass wir unentschieden spielen, denn dann hätten wir 4-3-3 gespielt. Vielleicht ist die Nachricht bei den Spielern nicht angekommen, ich weiß es nicht."

"Serbien war besser, das stimmt. Unsere DNA ist, Fußball zu spielen. Bernardo [Silva] wollte den Ball und hatte ihn, aber er war der einzige. Sonst herrschte Angst vor", so Portugals Trainer weiter. Der auch verriet, worum es in der Diskussion mit Ronaldo nach Spielende ging: "Er sagte nur, dass er in Serbien in der letzten Minute ein gültiges Tor erzielt habe, das nicht gegeben wurde. Es ist normal, er war frustriert."

CR7 haderte also nach Schlusspfiff gewaltig. Einen Tag später schien er seinen Frust aber schon wieder beiseite gewischt zu haben und nach vorne zu blicken. Schließlich kann Portugal das WM-Ticket noch über den Umweg Playoffs lösen.

CR7 meldet sich zu Wort: "Keine Ausreden"

"Der Fußball hat uns immer wieder gezeigt, dass es manchmal die kurvenreichsten Wege sind, die zu den gewünschten Ergebnissen führen. Das gestrige Ergebnis war hart, aber nicht genug, um uns unterkriegen zu lassen. Das Ziel, bei der WM 2022 dabei zu sein, lebt immer noch. Wir wissen, was wir tun müssen, um dorthin zu gelangen. Keine Ausreden. Portugal auf dem Weg nach Katar", schrieb der Superstar über die sozialen Netzwerke.

Den ganz dicken Brocken können die Portugiesen in den Entscheidungsspielen wohl aus dem Weg gehen. Spanien schaffte im direkten Duell am Sonntagabend gegen Schweden Platz eins. Und auch Vize-Weltmeister Kroatien konnte sich im entscheidenden Spiel gegen Russland durchsetzen. Zittern muss am Montag dagegen noch Europameister Italien, das punktgleich mit der Schweiz an der Spitze von Gruppe C liegt.

Mit einem Sieg in Nordirland ist die Squadra Azzurra aber sicher qualifiziert. Der Niederlande reicht am Dienstag im Duell mit Norwegen ein Punkt für das direkte WM-Ticket.

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