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Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo fehlt bei Juve-Sponsor: Anzeichen für einen CR7-Abgang verdichten sich

Guido Müller
Danilo Di Giovanni/Getty Images
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Momentan hat Cristiano Ronaldo (36) angesichts der Corona-Problematik und der vorsorglichen Stellung in Quarantäne des gesamten portugiesischen EM-Kaders sicherlich andere Probleme, als über seine sportliche Zukunft über den Juni hinaus nachzudenken. Gleichwohl dürften die jüngsten Entwicklungen bei seinem Noch-Arbeitgeber Juventus Turin die Gerüchte um einen möglichen Abgang des Superstars aus Turin noch stärker anheizen.


Denn auf dem jüngsten und alljährlich aufs Neue produzierten Werbespot von Hauptsponsor "Jeep" war von dem Portugiesen weit und breit nichts zu sehen. Vergessen dürften sie ihn wohl eher nicht haben.

Alle anderen Stars der Bianconeri, sei es Matthijs de Ligt oder Federico Chiesa, sei es Paulo Dybala oder Abwehrhaudegen Giorgio Chiellini sind hingegen in dem Spot präsent. Und deshalb fragt sich, zu recht, nicht nur das italienische Fachblatt Tuttosport, was das wohl zu bedeuten haben könnte.

Immerhin, so hebt das Blatt explizit heraus, sei CR7 in den Werbefilmen der Vergangenheit immer dabei gewesen. Wissen Verein und Sponsor womöglich schon mehr als die Fans und die Journaille?

Immerhin will die binnenländische Konkurrenz von Tuttosport , die rosafarbene Gazzetta dello Sport, von einer Liste von Stürmern wissen, die die Alte Dame nun abarbeiten will. Es soll sich dabei um die zentralen Stürmer Mauro Icardi (PSG), Gabriel Jesus (Manchester City) und Dusan Vlahovic handeln.

Tauschen PSG und Juve die Stürmer?

Die Operation Icardi gestaltet sich dabei wohl als schwierigste Mission. Mit einer Ausnahme: sollte CR7 den Piemontesen tatsächlich den Rücken kehren und zu PSG (als einem der wenigen Klubs, die überhaupt in der Lage wären, des Portugiesen Gehaltsvorstellungen zu befriedigen) wechseln, könnte in diesem Fall alles auf eine Art Spielertausch hinauslaufen.

Mit den entsprechenden Kompensationen aufgrund der unterschiedlichen Marktwerte beider Spieler, versteht sich. Aktuell wird Cristiano Ronaldo vom Experten-Portal transfermarkt.de auf 45 Millionen Euro taxiert, der acht Jahre (!) jüngere Argentinier auf 40.

Für Juventus' neuen (alten) Coach Massimiliano Allegri, sei Icardi der Favorit aus diesem Kandidaten-Trio. Als "exzellente Verstärkung" hatte der 53-jährige Coach den früheren Inter-Stürmer jüngst bezeichnet.

Die Tatsache, dass Icardi die Serie A bestens kennt (vor seinen sechs Jahren bei "la pazza" war der Angreifer zwei Jahre für die Samp aktiv) tut ihr übriges, um den 28-Jährigen sehr hoch in Allegris Gunst stehen zu lassen.

"Flieht" Gabriel Jesus auf der Suche nach Einsatzzeiten nach Turin?

Gabriel Jesus wäre demnach wohl eher die zweite Wahl. Ein ganz anderer Spielertyp als Icardi, allein schon von der Physis her, hat auch der Brasilianer seine Stärken ganz klar in der Box. Allein: ihm geht, im Gegensatz zum Argentinier, das Robuste ein wenig ab, weshalb er es wohl auch bis heute nicht geschafft, sich grundsätzlich und unzweifelhaft bei Manchester City und in der englischen Liga zu etablieren.

Da die Cityzens für die vakant gewordene Stelle von Sergio Agüero (wechselt zum FC Barcelona) bereits an Kaliber wie Harry Kane (an dem auch Citys Stadtrivale United und Chelsea stark interessiert sind) denken, könnte der 24-jährige Brasilianer zwei Jahre vor Vertragsende das Weite suchen, um anderswo mehr Protagonismus zu erlangen. Wie z.B. bei Juventus Turin.

Lässt die Fiorentina ihre "Lebensversicherung" ziehen?

Sehr schwierig dürfte hingegen die Verpflichtung von Dusan Vlahovic werden. Der ist in der vergangenen Saison mit 21 Treffern in 37 Liga-Spielen für die AC Florenz förmlich explodiert. Doch die Viola will ihren stärksten Angreifer unbedingt über den Sommer 2023 hinaus an sich binden.

Kein Wunder: zieht man von den insgesamt 47 geschossenen Toren, die die Toskaner in der vergangenen Spielzeit in der Serie A geschossen haben, die 21 Treffer von Vlahovic ab, bleiben Register eines Abschiedskandidaten übrig. Der Serbe stellt also so etwas wie die Lebensversicherung der Florentiner dar.

Bei aller Spekulation: die Tatsache, nicht auf einem offiziellen Werbespot des Hauptsponsors aufzutauchen, in Verbindung mit den Aktivitäten der Turiner auf dem Spielermarkt, lässt durchaus legitime Rückschlüsse darauf zu, dass das Abenteuer Juventus für Cristiano Ronaldo (umgekehrt wird auch ein Schuh draus) schon in diesem Sommer sein Ende finden könnte.

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