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Coutinho schließt Verbleib beim FC Bayern nicht aus

Philippe Coutinho
Philippe Coutinho schließt einen Verbleib beim FC Bayern nicht aus | TF-Images/Getty Images

Die sündhaft teure Kaufoption ist abgelaufen, und angesichts des erhofften Transfers von Leroy Sané und der Corona-Krise dürfte der FC Bayern nicht bereit sein, eine hohe Ablösesumme für Philippe Coutinho auf den Tisch zu legen. Wie dessen Berater Kia Joorabchian gegenüber Sky Sports erklärte, kann sich der Brasilianer allerdings durchaus vorstellen, beim deutschen Rekordmeister zu bleiben.

Mit großen Hoffnungen wurde Coutinho im August vergangenen Jahres an der Säbener Straße präsentiert. Die Leihgabe des FC Barcelona sollte beim FC Bayern wieder den Anschluss finden und an seine Form anknüpfen, die er nach seinem Wechsel von Liverpool zu den Katalanen verlor. Doch auch in München hat Coutinho mit schwankenden Leistungen zu kämpfen, von den Anlaufschwierigkeiten hat er sich nie erholen können.

Dass die Bayern auch wegen der Corona-Krise Abstand von der 120 Millionen Euro teuren Kaufoption genommen haben, ist durchaus nachvollziehbar. In der Bundesliga wagt niemand, eine Prognose über den Transfersommer 2020 abzugeben, Oliver Kahn wollte sogar einen transferlosen Sommer der Bayern nicht ausschließen.

"Es liegt an Bayern, ob sie die Leihe verlängern wollen oder nicht"

Coutinho-Berater Kia Joorabchian

Was wird also aus Coutinho? "Bezüglich seiner Zukunft ist noch keine Entscheidung gefallen", sagte Berater Kia Joorabchian vor zwei Wochen gegenüber Sport1. Der offensive Mittelfeldspieler sei "in München sehr glücklich", eine weitere Zusammenarbeit wird von der Spielerseite nicht ausgeschlossen. Das betonte Joorabchian noch einmal im Gespräch mit Sky Sports: "Es liegt an Bayern, ob sie die Leihe verlängern wollen oder nicht. Es ist ihre Entscheidung. Wir haben durchaus den Willen, zu bleiben."

Coutinho: FC Bayern oder England-Rückkehr?

Mit den Verantwortlichen seien erste Gespräche geführt worden, noch scheint aber nichts entschieden. Nach Informationen von Sport1 soll ein erneutes Leihgeschäft ausgeschlossen worden sein, insofern wäre es eine Frage des Geldes: Wie viel wollen die Münchner in die Hand nehmen, wenn der Transfermarkt öffnet? Und wie viel verlangt Barça, das augenscheinlich kein Interesse daran hat, den teuersten Neuzugang der Klubgeschichte erneut zu beschäftigen?

Für Coutinho spricht, dass Kai Havertz deutlich teurer sein dürfte - seine Verpflichtung gilt aufgrund der hohen Ablöseforderungen von Bayer Leverkusen als unwahrscheinlich. Lassen sich die Bayern Havertz entgehen, öffnet sich die Tür für Coutinho. Hat er nach dieser Saison aber keinen Platz mehr, könnte er in die Premier League zurückkehren. Sein Wunsch, noch einmal in England zu spielen, sei unverändert, sagte Joorabchian. "Vielleicht passiert es dieses Jahr, vielleicht aber auch nicht – wir wissen es nicht. Bisher haben wir noch keine Gespräche geführt."