FC Arsenal

Corona-Erkrankung und fehlende Impfung: Der Wirbel um Granit Xhaka bei der Nati

Tal Lior
Visionhaus/Getty Images
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Granit Xhaka wird in dieser Länderspielpause nicht für die Nationalmannschaft der Schweiz zum Einsatz kommen. Der Mittelfeldspieler des FC Arsenal wurde positiv auf das Coronavirus getestet, danach enthüllte der schweizerische Fußballverband, dass Xhaka gar nicht geimpft war. Die anschließende Kritik war überwältigend.


"Positiver Covid-Test: Als drehte Granit Xhaka im Hamsterrad", titelte die NZZ. Der Tagesanzeiger schrieb: "Der Captain und sein fataler Corona-Test." Der Bund erklärte: "Ein Leader denkt und handelt fahrlässig." Blick-Sportredakteur Andreas Böni veröffentlichte derweil im Videoformat eine heftige Kritik am 28-Jährigen:

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den medialen Reaktionen auf den "Fall Xhaka." Sogar Jose Mourinho schaltete sich auf Instagram ein und schrieb unter einem Beitrag des Profis, den er im Sommer zur AS Roma holen wollte: "Hol dir die Impfung und bleib sicher."

SFV-Zentralpräsident Dominique Blanc entschied sich daraufhin, in einer Videobotschaft öffentlich Xhaka Rückendeckung zu geben. Zudem sagte er gegenüber Blick über die Ereignisse folgendes: "Unser Captain hat sich gegen die Covid-Impfung entschieden. Diesen persönlichen Entscheid respektieren wir. Auch, wenn wir als Fussballverband die Impfung all unseren Mitgliedern empfehlen. Es ist das Recht jedes einzelnen Menschen in der Schweiz selbst zu entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Granit wird angefeindet, öffentlich und medial beschuldigt, und persönlich bedroht und beleidigt. Das akzeptieren und tolerieren wir nicht. Wir stehen für Respekt und Toleranz, dies sind wesentliche Grundwerte unseres Verbandes. Wir fordern alle auf und bitten alle, diese persönliche Entscheidung von Granit Xhaka und von jedem anderen Menschen in unserem Land zu respektieren und zu tolerieren."

Xhaka wird dies wahrscheinlich überstehen und bald wieder ein zentraler Teil des Schweizer Fußballs sein. Trotz seiner Verfehlungen überwiegt bei ihm am Ende der sportliche Wert, den er als Leader unter anderem bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer durch den Einzug in das Viertelfinale vorzeigen konnte.

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