Clemens Fritz verrät: So läuft das Werder-Scouting bei der WM

Clemens Fritz
Clemens Fritz / Cathrin Mueller/GettyImages
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Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat bei der Weltmeisterschaft alle Augen offen. Das hat Clemens Fritz, Leiter Profifußball, gegenüber der Deichstube bestätigt. Gleichzeitig hat er erklärt, wie das Scouting genau abläuft.


Denn schon vor der WM kündigten die Grün-Weißen an, keinen Scout vor Ort nach Katar zu schicken. "Wir haben alle Spiele über Video abgedeckt. Durch diese Spiele, die wir schauen, und die Berichte, die wir danach verfassen, füttern wir unsere Datenbank. Man weiß ja auch nie, was irgendwann mal passiert: Vielleicht verpflichten wir mal einen Spieler, der bei dieser WM dabei war", sagte Fritz.

Ausgeschlossen ist das nicht. Denn neben den bekannteren Spielern der Top-Nationen waren auch Spieler von Außenseiter-Teams wie Costa Rica, Wales, Tunesien oder Serbien, wo auch Werder-Innenverteidiger Milos Veljkovic spielt, dabei. Dabei konnten zuvor eher unbekannte Spieler auf sich aufmerksam machen.

Doch geplant seien im Winter erstmal keine Transfers. Auch wenn der eine oder andere Berater schon aktiv geworden sei. Fritz verriet: "Vor Spielen melden sich Berater schon bei mir und weisen auf Profis hin, die bei der WM sind, die man aber nicht so sehr auf dem Zettel hat."

Füllkrug spielt auch eine Rolle

So hätten die verschiedenen Berater auch die Situation um Niclas Füllkrug genau um Blick. Der Stürmer schoss sich mit zwei Toren in drei Kurzeinsätzen ins Rampenlicht und dürfte andernorts Interesse geweckt haben. Fritz berichtete amüsiert: "Ich habe auch Nachrichten bekommen, nachdem Fülle getroffen hat: 'Wenn ihr einen neuen Stürmer braucht, dann habt doch bitte mal den im Kopf.'"


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