FC Schalke 04

"Es wäre schon reizvoll" - Darum sagte Christian Streich Schalke ab

Yannik Möller
Christian Streich war mal ein Thema auf Schalke
Christian Streich war mal ein Thema auf Schalke / Soccrates Images/GettyImages
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Schalke hat über die letzten zehn Jahre sehr viele Trainer verschlissen. Viele verschiedene Typen und Charaktere waren dabei - einer wie Christian Streich jedoch nicht. Der einzigartige Coach des SC Freiburg stand einmal eng mit S04 im Austausch. Nun gibt es weitere Details zu den damaligen Annäherungen.


Mit unzähligen Trainern hat es Schalke 04 über das letzte Jahrzehnt versucht. Jens Keller, Huub Stevens, Roberto Di Matteo, Huub Stevens, David Wagner, Huub Stevens, Andre Breitenreiter - um nur mal ein paar Namen zu nennen. Beinahe wäre Christian Streich auch einer derer gewesen.

Was bereits 2013 öffentlich berichtet wurde, etwa von der Funke Mediengruppe, die ihn damals als "Wunschkandidat" bezeichnete, wird nun mit neuen Details untermalt. In einer Zeit, in der das Vertrauen in Jens Keller bröckelte, wandte sich S04 an Streich. Zur Saison 2013/14, so der damalige Plan, hätte er unter Sportvorstand Horst Heldt Trainer werden sollen.

Berater über Streich-Interesse von Schalke: "Ich kann hier nicht weg"

In seinem Buch "Meine Spielzüge" verrät Berater Volker Struth nun neue Details. Nicht nur, aber auch zum Interesse der Gelsenkirchener am Coach des SC Freiburg. So wurde beispielsweise bestätigt, dass es sogar schon ein Treffen zwischen Streich und Heldt gab. Beide trafen sich demnach "in einem Hotel in Baden-Baden zu einem informellen Austausch".

Anschließend kam es zu den üblichen Gesprächen zwischen Struth und dem heute 56-Jährigen. Der Inhalt derer sei in der Regel immer gleich gewesen. Von Streich sei gekommen (Auszüge via Bild): "Herr Struth, ich kann das nicht machen! Ich liege nachts wach, ich kann nicht mehr schlafen wegen der Grübelei! Aber ich kann den SC nicht verlassen, ich kann die Leute hier im Verein doch nicht alleinlassen."

Christian Streich, Maximilian Eggestein
Christian Streich passt nirgends besser hin als zum SC Freiburg / Stuart Franklin/GettyImages

Der Berater, der mit seiner Agentur unter anderem auch Timo Werner, Toni Kroos oder Niklas Süle vertritt, habe ihm mehrmals versichert, dass er alleine diese Entscheidung treffen solle. "Wenn ich's doch nicht entscheiden kann! Es wäre schon reizvoll - aber ich kann hier nicht weg", sei vom Trainer zurückgekommen.

Was jedoch nicht neu ist: aus der Geschichte wurde nichts. Streich entschied sich für seinen Verbleib im Breisgau. Eine Entscheidung, die richtiger wohl nicht hätte sein können. In ein paar Wochen ist er zehn Jahre der SC-Trainer und dort in der genau richtigen Position. Schalke trennte sich im Oktober 2014 von Keller und stellte Di Matteo an - der auch nur die laufende Saison blieb.

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