Inter Mailand

Nach Herzstillstand: Eriksen darf nicht mehr für Inter kicken

Marc Knieper
Christian Eriksen (29) darf nicht mehr Inter Mailand in der Serie A kicken
Christian Eriksen (29) darf nicht mehr Inter Mailand in der Serie A kicken / Marco Canoniero/GettyImages
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Christian Eriksen muss sich einen neuen Verein suchen. Sofern er sich denn überhaupt für eine Fortsetzung seiner aktiven Fußballkarriere entscheidet. In Italien darf der 29-Jährige mit eingesetztem Defibrillator jedenfalls nicht weiter kicken. Das bestätigte Inter Mailand am Freitag.


Nach gerade einmal 43 Spielen für Inter Mailand muss Eriksen das Kapitel Serie A an den Nagel hängen. Der dänische Nationalspieler, der vor mehr als vier Monaten während des EM-Spiels gegen Finnland einen schockierenden Herzstillstand erlitt, darf aufgrund der Liga-Regularien schlichtweg keine Spiele mehr im Stiefel-Land bestreiten.

Diese finale Entscheidung der italienischen Sport-Gesundheitsbehörde teilten die Mailänder am Freitagnachmittag mit. Eine Fortsetzung seiner Karriere in einem anderen Land sei derweil weiter möglich, so die Nerazzurri. Zuletzt stand bereits eine Eriksen-Rückkehr nach Amsterdam im Raum. Hier spielt auch Daley Blind problemlos mit Defibrillator.

Wird Eriksen jemals wieder Fußball spielen?

Ob er überhaupt noch einmal die Fußballschuhe schnüren wird, steht weiter in den Sternen. Die nächste Entscheidung über seine sportliche Zukunft wird laut übereinstimmenden Medienberichten erst nach mehreren kardiologischen Untersuchungen und Tests Ende des Jahres getroffen.

Christian Eriksen während seines Herzstillstandes bei der Europameisterschaft
Eriksens Herzstillstand versetzte die gesamte Fußballwelt in Schockstarre / JONATHAN NACKSTRAND/GettyImages

Im August bezeichnete Inter den Zustand seines Spielers als "exzellent". Selbst geäußert hat sich Eriksen zu seinem Befinden aber noch nicht. Er verweilt weiter im Kreise der Familie. Anfang des kommenden Jahres dürfte Eriksen sich schließlich mit Neuigkeiten melden.

"Entscheidend ist allein, was er meint, was für ihn und seine Familie das Beste ist. Wir sind einfach happy, dass er noch bei uns ist, wir ihn anrufen, sehen und treffen können", sagte Nationalcoach Kasper Hjulmand erst kürzlich und noch immer emotional betroffen gegenüber Sport Bild über die bevorstehende Entscheidung seines Schützlings.

Übrigens: Erst am Mittwoch brach im österreichischen Pokal Linz-Stürmer Raphael Dwamena zusammen. Unter Schreien griff er sich vor den Augen der Ersatzbank nach nur 23 absolvierten Spielminuten an die Brust und sackte zu Boden. "Sein Defibrillator hat angeschlagen und die Ärzte konnten ihn rasch stabilisieren", erklärte Manager Stefan Reiter der APA. Wegen der schnellen Meldung des Defibrillators ist sein Zustand stabil.

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