Schon in der Insta-Bio verlinkt: Chelsea-Transfer von Mudryk wird zur Farce

Oscar Nolte
Mykhailo Mudryk
Mykhailo Mudryk / SOPA Images/GettyImages
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Der FC Chelsea feiert sich aktuell für den Transfer von Mykhailo Mudryk ab. Das ist insofern kurios, als dass der Transfer noch überhaupt nicht vollzogen ist und Chelsea zudem weit, weit über Marktwert bezahlt.


Was Chelsea seit der Übernahme von Milliardär Todd Boehly auf dem Transfermarkt macht, ist aberwitzig. Die Blues hauen Kohle wie am Fließband raus, blähen den Kader mit so ziemlich allen Spielern auf, die es am Markt zu erwerben gibt. Die neueste Anwerbung: Mykhailo Mudryk, für den Chelsea ein Gesamtpaket von 100 Millionen Euro auf den Tisch legt.

Mudryk-Transfer: Chelsea leistet sich Instagram-Fail

Bei Mudryk kam Chelsea mit einem Last-Minute-Angebot dem FC Arsenal zuvor, der bereits wochenlang mit Shakhtar und Mudryk verhandelt hatte. Am Samstag erzielten dann aber die Blues einen Durchbruch bei Donetsk und auch bei Mudryk selbst. Am Sonntagmorgen berichtete Fabrizio Romano dann, dass der Ukrainer in den kommenden Stunden seinen Vertrag an der Stamford Bridge unterschreiben wird.

Bereits am Samstagabend erschien indes die Verlinkung des ukrainischen Superstars in der Instagram-Bio vom FC Chelsea.

Dabei sollten die Verantwortlichen bei Chelsea eigentlich professionell genug sein, um zu wissen, dass ein Transfer erst dann durch ist, wenn alle Papiere unterschrieben ist. So oder so gehört es einfach zum guten Ton, Transfers erst dann zu feiern, wenn sie denn auch wirklich vollzogen ist.

Zumal der Transfer Mudryks nun wirklich kein Deal ist, für den man sich abfeiern sollte. Immerhin hat Mudryk noch nie in einer europäischen Top-Liga gespielt und auch für Shakhtar noch keine 50 Pflichtspiele vorzuweisen. Für solch einen Spieler 100 Millionen Euro auf den Tisch zu legen, ist einfach unglaublich.

Mudryk- und Felix-Transfers: Das sind schlichtweg schlechte Deals

Es passt aktuell einfach ins Bild bei Chelsea. Während der Verein sportlich immer weiter abschmiert, pumpen die Verantwortlichen fröhlich Geld in neue Spieler und schließen einen Horror-Deal nach dem nächsten ab.

100 Millionen Euro für Mudryk sind nämlich annähernd so absurd wie eine Leihgebühr von elf Millionen Euro für ein halbes Jahr mit Joao Felix, zumal übereinstimmenden Medienberichten auch noch die Blues das Gehalt des Portugiesen zahlen. Angesichts dessen, dass Felix aktuell rotgesperrt fehlt, wird Chelsea (sofern der Portugiese über die Leihdauer jedes mögliche Pflichtspiel absolviert) über eine Million Euro pro Partie für Felix bezahlt haben.

Dass sich der Verein angesichts dieser wirklich schwachen Deals auch noch selber abfeiert und sich dabei absolut unlauter verhält, zeigt, wie sehr Chelsea in nur einem halben Jahr entgleisen konnte.


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