Streichliste bei Chelsea: Havertz schon wieder vor dem Abflug?

Yannik Möller
Kai Havertz
Kai Havertz / Matthew Ashton - AMA/GettyImages
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Der FC Chelsea kauft ein, kauft ein und kauft ein. Im Hinblick auf die vermutlich bereits strapazierten Regeln des Financial Fair Plays müssen die Blues zeitnah auch mehrere Verkäufe angehen. Dabei soll auch Kai Havertz eine Rolle spielen.


Spätestens mit dem wohl bevorstehenden Transfer von Mykhaylo Mudryk, der für umgerechnet etwa 100 Millionen Euro kommen soll, fragen sich viele Fans, wie Chelsea bislang die Regeln des Financial Fair Plays einhalten konnte.

Auf die aktuelle Saison gerechnet, haben die Blues bereits über 450 Millionen Euro ausgegeben. Die Einnahmen auf der Gegenseite belaufen sich zugleich auf lediglich 56 Millionen Euro. Eine Summe, für die auch Timo Werner verantwortlich ist. Für 20 Millionen Euro ist er zurück zu RB Leipzig gewechselt.

Das Problem: Die FFP-Regularien geben den Klubs vor, dass sie eine mehr oder minder ausgeglichene Transfer-Bilanz vorweisen müssen. Entsprechend müssen an der Stamford Bridge bald einige Abgänge anvisiert werden.

Chelsea-Quartett auf der Verkaufsliste ganz oben - auch Havertz ist dabei

Dem britischen Telegraph zufolge hat Chelsea bereits ein Quartett ausgemacht, dass den Verein zum Sommer verlassen soll. Schon diese vier Verkäufe sollen die Bilanz etwas mehr ins Lot bringen, wenngleich noch nicht ausgleichen.

Dem Bericht zufolge handelt es sich neben Hakim Ziyech, Christian Pulisic und Pierre-Emerick Aubameyang auch um Kai Havertz.

Dass gleich vier Offensivspieler betroffen sind, hat einen einfachen Grund: Die Blues haben ein deutliches Überangebot im Angriff. Zudem kehren im Sommer weitere Offensivspieler von ihren Leihen zurück, wie beispielsweise Romelu Lukaku und Callum Hudson-Odoi. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Kader allen voran in der Offensive ausgedünnt werden soll.

Kai Havertz
Auch Havertz kann die aktuelle Chelsea-Krise nicht stoppen / Ryan Pierse/GettyImages

Pulisic gilt schon seit Längerem als Verkaufskandidat. Ziyech ebenfalls, weil er sich auch unter Graham Potter nicht durchsetzen kann. Bei Aubameyang soll der FC Barcelona überraschenderweise an eine Rückkehr denken. Für Havertz hingegen wäre es ein einschneidender Schritt in seiner noch jungen Karriere.

Nach nur drei Jahren würde er Chelsea schon wieder verlassen. Da er sich in der aktuellen Saison zugleich nicht wirklich für größere Aufgaben empfehlen kann, wird es höchstwahrscheinlich einen deutlich kleineren Markt für ihn geben, als es bei seinem letzten Wechsel noch der Fall war. Damals war gefühlt jeder zweite Top-Klub aus Europa bei Bayer Leverkusen vorstellig geworden.


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