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Steffen Tigges: Das BVB-Märchen zum Geringverdiener-Tarif

Simon Zimmermann
Steffen Tigges bejubelt seinen ersten Bundesliga-Treffer
Steffen Tigges bejubelt seinen ersten Bundesliga-Treffer / Joosep Martinson/GettyImages
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Steffen Tigges bekommt derzeit das Grinsen kaum aus dem Gesicht. Der BVB-Angreifer hat endlich seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielt. Gemessen am Gehalt, ein ziemlich billiges für Schwarz-Gelb.


Beim 2:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln hat sich Steffen Tigges einen Lebenstraum erfüllt: Der 23-Jährige erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer - und dann auch noch vor der Gelben Wand!

Fünf Minuten nach seiner Einwechslung machte der BVB-Angreifer den Sieg perfekt. Nach einer Ecke von Julian Brandt köpfte er gekonnt zum 2:0 ein (58. Minute). "Es ist ein Riesen-Privileg hier zu spielen und unglaublich, dass ich mein erstes Bundesliga-Tor auch noch vor der Südtribüne erzielt habe. Das hätte ich mir vor zwei Jahren ehrlich gesagt, nicht ausgemalt", freute sich Tigges nach dem Spiel gegenüber der Bild.

Tormaschine für BVB II - Aushilfe bei den Profis

Vor zwei Jahren war der ehemalige Junioren-Nationalspieler übrigens gerade vom VfL Osnabrück nach Dortmund gewechselt. Beim BVB war er allerdings für die zweite Mannschaft eingeplant. Mit 22 Toren und 15 Vorlagen schoss der Mittelstürmer die schwarz-gelbe Reserve in der vergangenen Saison in die 3. Liga. Interimscoach Edin Terzic hatte den 23-Jährigen aber längst schon befördert und auch bei den Profis eingesetzt.

Anfang des Jahres unterschrieb Tigges dann auch einen Profivertrag, der bis 2024 gültig ist. Sein Marktwert schoss seit seinem Wechsel von 150.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro in die Höhe. Neunmal durfte er mittlerweile in der Bundesliga auflaufen, einmal in der Champions League. Drei weitere Einsätze kamen im DFB-Pokal hinzu. Im 13 Einsatz für die BVB-Profis gelang dem 1,93 Meter großen Mittelstürmer nun auch endlich sein erster Treffer.

BVB-Gehälter: Tigges weit abgeschlagen

Gerade in Momenten, in denen der BVB einen Sturmbrecher braucht, ist Tigges auch für Marco Rose eine ernsthafte Option. Und eine extrem billige. Wie die Bild berichtet, soll Tigges trotz seiner Beförderung in den Profikader lediglich 400.000 Euro im Jahr verdienen. Damit rangiert er im internen Klub-Ranking klar ganz unten in der Gehaltstabelle. Ziemlich sicher dürfte er aber weitere Prämien für Einsätze bei den Profis kassieren.

Dennoch: Im Vergleich mit den Stars im Kader ist Tigges ein Geringverdiener. Erling Haaland etwa soll acht Millionen Euro im Jahr bekommen. Jude Bellingham kassiert dem Vernehmen nach als 18-Jähriger bereits fünf Millionen Euro pro Saison.

Die Topverdiener im Kader sollen Mats Hummels, Thomas Meunier, Marcro Reus (alle knapp 10 Mio. Euro/Jahr) und Emre Can (über 8 Mio. Euro/Jahr) sein. (Quelle: salary sport)

Tigges wird dennoch nicht weiter neidisch auf seine prominenten Kollegen blicken. Der 23-Jährige weiß, wo er her kommt. Und auch, dass er in der Liga der BVB-Topstars nicht mitspielt. Sein Dauergrinsen nach dem ersten Bundesliga-Treffer ist ohnehin unbezahlbar!

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