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BVB-Sportchef Zorc bekräftigt Festhalten an Terzic: "Haltung hat sich nicht geändert"

Marc Knieper
Der Dortmunder Trainerstuhl bleibt weiter standfest
Der Dortmunder Trainerstuhl bleibt weiter standfest / FREDERIC SCHEIDEMANN/Getty Images
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Beim BVB brodelt es weiter. Das 2:2 gegen Hoffenheim vom vergangenen Samstag trug keinesfalls zur Entlastung der sportlichen Talfahrt bei, sondern besiegelte ganz im Gegenteil den nächsten Rückschlag bei Schwarz-Gelb. Das Ziel der Champions League rückt weiter in die Ferne, doch für Chefcoach Edin Terzic gibt es abermals eine Jobgarantie bis Saisonende.

"Wir gehen davon aus, dass wir mit Edin Terzic den Turnaround schaffen werden", lautete das klare Credo von Sportdirektor Michael Zorc im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten: "Wenn du eine schwierige Phase hast, wird schnell nach dem Trainer gefragt. So ist das Geschäft. Aber unsere Haltung hat sich nicht geändert."

Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz vier, dem Mindestziel der Schwarz-Gelben, stehen die Dortmunder ganz gewiss nicht dort, wo sie stehen möchten. Zuletzt sickerten Informationen durch, dass sich ein Teil der Mannschaft eine Rückkehr des aussortierten Cheftrainers Lucien Favre wünscht. Die Führungsriege hingegen möchte - sicherlich auch mangels Alternativen - bis Saisonende an Terzic festhalten. Ein Engagement über den Sommer hinaus scheint unwahrscheinlich.

Pro und contra Terzic: Meinungen innerhalb des Teams spalten sich

Mats Hummels und Erling Haaland gehörten gewiss nicht zum besagten Teil der Mannschaft, der sich ein Favre-Comeback wünscht. Die beiden Leistungsträger stärkten ihrem Cheftrainer öffentlichen den Rücken. Die Meinung innerhalb des Teams spaltet sich. Sky-Experte Dietmar Hamann riet der Mannschaft, sich schleunigst anzustrengen, "denn so einen sympathischen Trainer kriegen sie vielleicht nie wieder." In unserem 90min-Kommentar sprechen wir von einer Mannschaft, der es an Kampfgeist und Mentalität mangelt.

BVB-Routinier Mats Hummels (32) sprach sich öffentlich zuletzt häufiger pro Terzic aus
BVB-Routinier Mats Hummels (32) sprach sich öffentlich zuletzt häufiger pro Terzic aus / Lars Baron/Getty Images

Eine neue Übergangslösung, die bis zum Saisonende mehr Erfolg versprechen würde, ist nicht in Sicht. Denn das eigentliche Problem ist nicht zwangsläufig der Trainer, sondern die Mannschaft selbst. Wie dem auch sei, Fakt ist: Seitdem Terzic im Dezember das Zepter übernahm, schwindet der Erfolg. Bereits mit Favre trennten den BVB zwei Zähler auf die Königsklasse, nun sind es nach nur 14 aus 30 möglichen Punkten ganze sechs Punkte.

Am kommenden Mittwoch reisen die Schwarz-Gelben zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League nach Sevilla. Gegen formstarke Spanier muss der Bundesligist sein Champions-League-Potenzial erneut unter Beweis stellen, ehe am Samstagabend das wichtige Revierderby gegen Schlusslicht Schalke 04 ansteht. Eine Blamage gegen Königsblau wäre das i-Tüpfelchen der bis dato mäßigen Terzic-Ära.

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